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Franz Josef Stangl „Der Bastard“

Der Fürsorgezögling

 

buch-der bastard-franz josef stangl 

Umfang: 248 Seiten

Verlag: Bibliothek der Provinz (5. Februar 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3852529093

ISBN-13: 978-3852529097

 

Buch „Der Bastard“ , Inhalt

Franz, der Bastard, erzählt seine Eindrücke und Erlebnisse in Romanstil. Mit Wehmut wird seine Kindheit

in Erinnerung gerufen, die ihm, durch das Trennen von seinen Geschwistern, Elisabeth und Kleinhildegard,

bleibende Eindrücke hinterließen. Die mit der Fahrt ins Ungewisse, mit dem "dicken" gelben Autobus

beginnt, in dem rülpsende und pfurzende Bauern sassen, den Speck mit dem Messer in Stücke schnitten

und Brot in den Rachen nachschoben und gierig den Most runterschluckten, um wieder zu rülpsen.

 

Autoren-Porträt von Franz Josef Stangl

Geboren wurde ich am 17. Juli 1952 in Graz, wuchs an verschiedenen Pflegeplätzen bei Zieheltern

und in Erziehungsanstalten auf. Man rief mich Bastard, weil bekannt war, dass ich ein "Außerehelicher",

einer "ohne richtige Eltern", ein in die Dorfgemeinschaft eingedrungener Unerwünschtling war.

Ein Fürsorgekind.

Solche, so sagten die Dorfbewohner, würden sie hier, in ihrem Dorf, nicht brauchen. Einer, der sich

weigerte, sich erziehen zu lassen, dem der Ruf seiner Sturheit und Erziehungsresistenz vorauseilte,

sobald er aus dem Wald trat, um sich auf den Schulweg zu machen. Ein verschlagenes Kind, nannten

sie mich, dass ich jahrelang grün und blau und bis zur oftmaligen Bettlägerigkeit und Bewusstlosigkeit

verdroschen wurde, wollte niemand wissen. Ich war eine kleine und billige Arbeitskraft, fehlte

deswegenauch oft im Unterricht, ein "Trottelkind", welches aus Bösartigkeit nicht lernen wollte.

Ich habe meine Kinderjahre aufgeschrieben, die Stränge entflochten und wieder zusammengeführt.

Nicht mein ganzes Leben, aber jene Jahre, die alles vorgegeben haben, so als seien sie gebogene

Schienen, die nur zu einem Kreis zusammengefügt werden konnten. Diesen Kreis habe ich Jahrzehnte

später zerstört. Aus Zorn und heftiger Wut habe ich Randfiguren gemacht, sie sollen mich nicht mehr

leiten, nicht von meiner Zeit Besitz ergreifen. Zu lange haben sie das getan. Ich lebe heute in Wien,

bin den Stätten meiner Kindheit entflohen, was geblieben ist, sind diese Erinnerungen.

 

Franz Josef Stangl

 

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