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Sonntag, 21. Juli 2019, 16:25

Forenbeitrag von: »Klagenfurt«

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Unsere Fahrräder im Heim Es waren einfache gebrauchte Fahrräder, lieber Christian B., die uns damals irgendjemand zur Verfügung gestellt hat. Anfangs gab es drei oder vier Kinderräder, später erhöhte sich die Zahl der gespendeten (zB. schwarze Puch) Fahrräder auf über zehn Stück. Neben der Heizraum- Eisentür standen die Räder kreuz und quer durcheinander und warteten darauf in betrieb genommen zu werden. Bei straken Regen tauchte plötzlich Stiedry mit einer Plastikplane auf, um die freistehenden...

Samstag, 13. Juli 2019, 13:40

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Hallo, hier bin ich wieder aus Klagenfurt und möchte mich wieder zu Wort melden. Jeder Zeitabschnitt im Heim hatte seine eigenen Spielregeln, wobei wir mehr Freiheitsluft geatmet haben, als noch vor einigen Jahren für unmöglich gehalten wurde. Der Umgang mit der Frisur war viel lockerer geregelt, als manche Beträge es schilderten. Die Heimmutter Hilde die zum alten Inventar gehörte, war bekannt dafür die Schere zu nehmen um einen Zögling ein Büschel Haar abzuschneiden, wenn diese zu weit die Ohr...

Sonntag, 19. Mai 2019, 09:01

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Ich möchte noch anmerken, daß eine persönliche Kränkung wie zum Beispiel beim Lehrer Stanislaus praktiziert wurde, mehr Schaden an der Psyche anrichten kann, als eine kurze Ohrfeige zu erhalten. Man möchte gerne in der Gruppe etwas gelten, jedoch die Aussage man ist zu Dumm die einfachsten Dinge nicht zu verstehen, wird unbewußt in der Gemeinschaft übernommen. Oberflächlich läßt einen vielleicht die Rüge kalt um nach aussen hin locker zu erscheinen, jedoch innerlich arbeitet der Frust unbewußt w...

Donnerstag, 16. Mai 2019, 17:44

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Unser Lehrer Stanislaus Es war immer eine große Freude dabei zu sein, wenn Lehrer Stanislaus seine schwarz-weiß Filme uns vorführte. Neben dem Schulwart Zimmer befand sich der Filmraum, wo auch gelegentlich Dokumentarfilme gezeigt wurden. Wann immer wir einen Ausflug unternommen hatten oder das Schwimmen erlernten, hat uns Lehrer Stanislaus ohne unser Wissen gefilmt. Umso erstaunlicher und glücklicher waren wir, als wir uns wieder auf der Leinwand erkannten. Die Schwachstelle von Lehrer Stanisla...

Mittwoch, 24. April 2019, 13:19

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Zum Nachdenken Jetzt wo vermehrt die warmen Frühlingstage durchs Land ziehen, wird der eine oder andere Wanderer bei der Seuttergasse 29 vorbeischauen, um die alten Kindertagen wieder in sich zu vereinen. Viele verdrängte Bilder werden zum neuen Leben erweckt werden und kein Vertrauter ist weit und breit zu sehen, der mit ihm seine Jugend teilt. Wie schön, wenn nur eine kleine verwitterte Holztafel mit Telefonnummer oder eine Anschrift wie „ Wir Heimkinder. at“ zu lesen sei. Aber nichts dergleic...

Sonntag, 21. April 2019, 20:21

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Lieber ChristianB Ich hatte vielleicht damals das unbeschreibliche Glück gehabt, von die Betreuer: Marianne, Hilde und Neuwirt anders behandelt zu werden, als die übrigen Kameraden. Sicherlich gab es auch einige Kinder darunter die mich provozierten, wenn die drei genannten Betreuer nicht anwesend waren. Niemand war es verborgen geblieben, wie man mich mit Bedacht behandelte. Marianne hielt immer schützend die Hand über mich, wenn irgendwo eine Auseinandersetzung gab. Auch Betreuer Neuwirt schic...

Sonntag, 21. April 2019, 06:41

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Wenn ich so zurückdenke, waren die Osterfeiertage eher ruhig im Heim. Bis zu zwanzig Kindern blieben zurück und wurden nicht abgeholt. Betreuerin Strohmeier versteckte im Umkreis des Brunnens die Ostereier. Zufrieden beobachtete Direktor Häusler von Balkon herab, wie die kleineren Kinder voller Begeisterung die versteckten Eier suchten und in eine Papier Schachtel legten. Betreuerin Strohmeier bestand darauf, daß auch die älteren Kinder sich an der Suchaktion beteiligen sollten. Weniger erfreut ...

Montag, 15. April 2019, 15:22

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Damals herrschte eine heftige Auseinandersetzung zwischen Betreuer Neuwirt und einen Lehrling. Bei einer Besprechung erwähnte der Lehrling eine Anzeige gegen Neuwirt einzureichen. Daraufhin sprang dieser plötzlich auf und zerrte den Lehrling zum nächsten Telefon um die Polizei zu verständigen. Nach kurzer Zeit fuhr eine Funkstreife ins Heimareal hinein. Wir standen alle beim Fenster und beobachtenden, wie zwei Uniformierte das Nebengebäude betraten. Als sie dann wieder wegfuhren, war für uns das...

Mittwoch, 3. April 2019, 22:02

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Hallo Christian B freue mich sehr wieder etwas von dir zu lesen. Ich finde es Toll, dass du dich noch an alle Erzieherinnen erinnern kannst. Marianne hat nie irgend ein Musikinstrument in der Hand genommen um mit uns zu singen. In erster Linie war es Strohmeier, die ohne Gitarre nicht Leben konnte. Hast du noch mit einigen Heimkinder von damals Kontakt oder seit ihr alle einfach auseinander gegangen. Marianne hat mit mir noch Kontakt und ab und zu telefonieren wir und reden von damals Heute sind...

Sonntag, 31. März 2019, 12:37

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Der Junge namens Mecki der neben Erzieher N. steht, und freundlich bescheiden in die Kamera schaute, war bewundernswert in seiner Art. Er konnte mit Erzieher N. Ziehharmonika spielen ohne vorher lange damit geübt zu haben. Er besaß das Talent mit verschiedenen Musikinstrumenten ohne Notenheft zu spielen. Robert erzählte uns damals bei Tisch, wie in Waldviertel der Ortsansässige Orgelspieler in der Ortskirche wo Neuwirt wohnte, plötzlich unerwartet erkrankt sei. Der ehemalige Zögling aus Hütteldo...

Sonntag, 31. März 2019, 12:03

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Doch das System der damaligen Erziehung duldete keine Bevormundung, und so verstrich eine wertvolle Zeit in seinem Leben das nicht mehr einzuholen war. Ich kannte einige musikalische Genies im Heim, doch niemanden war es vergönnt, hier gezielte Aufmerksam zu erlangen. Vielmehr wurde wie zum Beispiel bei Ernsti, ein Jahr lang das musizieren mit seiner Mundharmonika verboten, weil er sich erlaubt habe den Schlager „Heimweh“ von Freddy Quinn gegenüber Erzieher Dorfer zu spielten. Dafür schätzte Sch...

Dienstag, 19. März 2019, 13:29

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Bravo lieber Robert und Ernsti, daß ihr heute im ehemaligen Hütteldorfer Kinderheim bei einer Besprechung euch dort versammelt habt. Soweit ich informiert bin, ist geplant einen Schaukasten zu montieren, wo die alten Fotos der Kindheit ausgestellt werden. Hoffentlich werden sich dann einige ehemalige Heimkinder bei euch beiden melden, weil nur so können wir die alten Kontakte wieder neu knüpfen. Auch wurde erwähnt, daß die Grünfläche zwischen den beiden Gebäude neu gestaltet werden. Dort sollen ...

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 13:39

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Leider bietet das Forum mir wenig Inspiration um meine Erlebnisse niederzuschreiben. Doch dann zischen unerwartete Gedanken an mir vorbei und mitten drinnen versteckt das unerwartete Thema. Zu meiner Zeit achtete man darauf um uns nach Möglichkeit zu beschäftigen damit wir nicht auf blöde Gedanken kommen. So gab es regelmäßige Besuche ins Hallenbad, ich glaube es war das Theresienbad. Betreuer Neuwirt führte oft die Gruppe an und die Betreuerin Hilde oder Erika begleiteten ihm. Mit großer Leiden...

Sonntag, 21. Oktober 2018, 17:54

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Noch vor einigen Jahrzehnten betrug die Erdbevölkerung 3 Milliarden Menschen und heute sind es bereits faßt 10 Milliarden, die auf der Erde leben. Besonders steigt rapid die Geburtenrate von Jahr zu Jahr in Afrika, wo die arme Bevölkerungsgruppe betroffen ist, und wo auch das Bildungsniveau sehr gering ausfällt. Um hier dagegen zu Steuern, wäre Bildung wichtig, dadurch würden die Frauen sich überlegen mehr Kinder auf die Welt zu setzten. Auch der Gesundheitszustand und die Fürsorge für die Kinde...

Samstag, 13. Oktober 2018, 11:35

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Das regelmäßige Taschengeld Jeden 6. und 17. des Monats bekamen wir das Taschengeld in ein verschlossenes Kuvert überreicht. Die Kleineren erhielten etwa 10 Schilling und die Größeren bis zu 5o Schilling. In einen kleinen Heft mit Namen des Zöglings, wurde das laufende Guthaben eingetragen und nach bedarf ausbezahlt, der Vorgang wie bei einen Sparbuch. Obwohl wir finanzielle Unterstützung bekamen, wurde uns nicht gesagt wie wir damit umzugehen haben. Einige gaben die Münzen am gleichen Tag wiede...

Sonntag, 30. September 2018, 08:46

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Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Meine eigene Jacke Hey Michl, von wenn hast du die neue Lederjacke bekommen, riefen mir damals Jugendliche aus dem Heim zu, von Marianne entgegnete ich stolz und zufrieden zugleich. Ich war einfach glücklich darüber zu jenen Kreis der Großen zu gehören, die regelmäßig private Bekleidungen bekamen und sie auch trugen. Da ich eher selten Besuch von meinen Eltern bekam, unterstützte mich besonders Marianne in jeder Hinsicht. Mir persönlich haben die anderen Kinder leid getan, die jeden Tag die glei...

Donnerstag, 27. September 2018, 15:28

Forenbeitrag von: »Klagenfurt«

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

An den unermüdlichen Dichter Ernsti, freiwillig hätte kaum jemand lange Unterhosen in Winter sich angezogen. Der Schulunterricht fand zu Deiner Zeit im Heimgebäude statt, und somit habt ihr das Haus nicht so oft verlassen müssen. Als später der Schulbetrieb nicht mehr in dem Räumen abgehalten wurde, mußten wir auch im Winter zu Fuß zum Schulgebäude marschieren. Die benötigte Winterbekleidung bestand vorwiegend aus einen dicken Wollmantel, Schall, Wollmütze und Fäustlingen. Es gab einige Kinder d...

Dienstag, 18. September 2018, 17:57

Forenbeitrag von: »Klagenfurt«

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Der Wiener Prater Der Prater war für uns kein Gesprächsthema, auch dort hinzufahren wäre für uns eine Utopie gewesen. Wir hatten sowieso kein Taschengeld so wie ihr, und die wenigsten Kinder bekamen zum Ausgang, der nur einmal im Monat erfolgte einige Schillinge von ihren Eltern. Wir standen damals gerne beim Zuckerstand und erhielten für 0,50 Groschen fünf Stück Stollwercks. Andere Kinder wie auch ich bekamen überhaupt kein Kleingeld von zu Hause mit, es war nicht üblich mit Münzen im Hosensack...

Sonntag, 16. September 2018, 08:59

Forenbeitrag von: »Klagenfurt«

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Besuch des Wiener Praters Bei einer wöchentlichen Besprechung wurde der Wunsch regelmäßig geäußert, den Wiener Prater zu besuchen. Da Neuwirt für die großen Kinder zuständig war und die Gegend in zweiten Bezirk gut kannte, stand nichts mehr im Wege. Einige der Heimkinder, sowie auch Lehrlinge fuhren damals mit Neuwirt in die Leopoldstadt. In der Novaragasse angekommen warteten wir kurz auf Neuwirt, welcher in seiner Wohnung etwas abholte. Er ging alleine hinauf und kam nach einigen Minuten wiede...