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rotweintrinker

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21

Sonntag, 15. Juli 2012, 01:18

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

Einige Vertraute wissen mittlerweile das ich einem Heim war, und fragen mich in letzter Zeit häufiger. Aber ich kann ihnen nicht antworten, da ich mich immer noch geniere und Angst vor deren Reaktion habe, daher weiche ich ihnen immer noch aus.
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Ich würde mit niemanden über meine Heimzeit sprechen. Wer nicht selbst im Heim war, versteht das sowieso nicht. Was bringt es, wenn ein Arbeitskollege weiß das ich im Heim war?

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olga (15.07.2012), KAOS (18.07.2012)

22

Sonntag, 15. Juli 2012, 02:30

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

Mir geht es heute noch so, in der Firma wird oft über die Zeitungsartikel der Heime gesprochen.
Einige Vertraute wissen mittlerweile das ich einem Heim war, und fragen mich in letzter Zeit häufiger.

Also bei mir war es so, beim Bund an meiner letzten Arbeitsstelle wusste es ein Jeder. Zuerst hatte ich wahnsinnige Hemmungen darüber zu reden. Aber meine damaligen alten Arbeitskollegen waren so mitfühlend das sie mir damals meine Geschichten von den Übergriffen und Missbrauch glaubten. Ganz entsetzt meinten sie das solche Vorfälle nicht zur Anzeige gebracht wurden. Und erst vor kurzer Zeit rief mich eine alte Arbeitskollegin an, und meinte Hr. Walter sie haben ja schon damals vor mehr 30 Jahren solche Geschichten erzählt und heute erst wird was dagegen unternommen. Eine Schade ist das!!!!!!!. Bei mir haben die Parteien und die Kirche ausgeschissen.

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Zeitlos

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23

Sonntag, 15. Juli 2012, 10:44

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

Ich würde mit niemanden über meine Heimzeit sprechen. Wer nicht selbst im Heim war, versteht das sowieso nicht. Was bringt es, wenn ein Arbeitskollege weiß das ich im Heim war?
Hallo Rotweintrinker
Manche von den Arbeitskollegen sind halt Freunde geworden.
;)
Und sie sind neugierig geworden, wegen der Zeitungsartikel.

Hallo Ringo
Deine Geschichte zeigt auch das es nicht immer negativ aufgenommen wird, und mancher es verstehen kann.

Liebe Grüße
Zeitlos

24

Sonntag, 15. Juli 2012, 11:41

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

Und dann gibt es auch noch die andere Meinung. Wo man als Heimkind in manchen Betrieben hergestellt wird. Ist aber heute für mich nicht mehr von Relevanz. Denn wichtig bin ich als Mensch in der Gesellschaft und was andere heute über mich denken kann mir eigentlich Wurscht sein. Ganz im Gegenteil Menschen die glauben sie können einen labilen Menschen noch runter putzen zeigen doch nur wirklich was sie in ihren grauen Gemäuer haben.

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nchris23

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25

Sonntag, 15. Juli 2012, 15:18

anfrage

ich habe noch nie wo anders als hier darüber gesprochen. so sehr es mich drängte zu erzählen, warum nicht mehr aus mir geworden ist, was alles passiert ist...ich habe das gefühl ein t-shirt anzuhaben mit aufdruck: der jammert nur...es wird weiter nur verharmlost und schnell wirst du ruhig gestellt, ja glaubst du anderen geht oder ging es besser. Das einzelne schicksal interessiert niemand. erst jetzt wo man weis es sind viele einzelne schicksale mit dem selben hintergrund beginnt man sich zu interessieren. Für mich als einzelschicksal ändert das aber nichts, es ist deutlich lesbar...der jammert nur

bist du jetzt eine frau oder ein mann den du schreibst der jammert nur christian

nchris23

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26

Sonntag, 15. Juli 2012, 15:21

Heimzeit sprechen

jemanden erzählen das ich im heim war das ist wie wenn ich sage : ich darf nicht zu euch gehören" schlimm ist das sehr schlimm.

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sandra9802

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27

Montag, 16. Juli 2012, 09:29

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

Zitat

bist du jetzt eine frau oder ein mann den du schreibst der jammert nur christian

ich bin eine frau ...das der jammert nur bezieht sich auf aufdrucke von wegen...der beisst nicht... der bellt nur ...der will eh nur spielen....der jammert nur

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Heimkind« (16. Juli 2012, 09:29) aus folgendem Grund: Zitat im Zitat entfernt! Deinen eigenen Text aus dem Zitat vom Zitat freigestellt!


Elisabeth

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28

Dienstag, 17. Juli 2012, 11:08

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

wisst ihr was noch schlimmer ist?
Wenn der Missbrauch nicht nur im Heim statt fand und man nichts beweisen kann. Das man seinen Zorn nicht kunnt tun kann, denn der jenige nicht mehr zuhören kann. Wenn man seine Gefühle keinem sagen kann, weil man nicht verstanden wird und weil man niemanden erklären kann, warum man so ist, wie man ist.

sandra9802

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29

Dienstag, 17. Juli 2012, 13:19

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

liebe elisabeth, hier kannst du alles sagen hier versteht dich jeder. diese welt hat mehrere welten, hier , das ist unsere welt. herzlich willkommen

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Elisabeth (18.07.2012)

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Mittwoch, 18. Juli 2012, 06:53

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

Liebe Sandra!
Es ist doch so, das wir alle ( wegen unserer Vergangenheit ) anders sind, als viele andere, aber uns trotzdem durch kämpfen, wo andere schon längst aufgegeben hätten. Trotzdem haben wir unsere Schwächen. Meine sind z.B das ich sehr sensibel bin. Immer wieder wird mir das in der Arbeit vorgeworfen. Es werden einem immer die Schwächen aufgezählt und aufgezeigt. Es kotzt mich schon so an, das es immer Menschen gibt, die glauben alles besser wissen zu müssen. Man kämpft sich immer wieder in der Arbeit durch, kämpft mit der Vergangenheit, kämpft mit der Zukunft, damit man alles besser macht, damit man etwas leben kann, oder darf. Das ganze Leben besteht aus Kampf, als Opfer müsste man kämpfen um zu beweisen, was einem widerfahren ist. Man versucht immer wieder aufzustehen, sich nicht unter zu kriegen, sich zu beweisen, doch wofür??? Das es dann immer wieder Menschen gibt, die dich unterdrücken versuchen und der Kampf beginnt von vorne.
Echt zum kotzen.
LG

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KAOS (18.07.2012)

sandra9802

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Mittwoch, 18. Juli 2012, 07:56

Re: Erst getögelt, dann gev.......". Ein Interview mit Dr.Sieder.Wr.Historikerkommission.

ja, liebe elisabeth ich weis. auch ich bin schon sehr müde vom kämpfen. ich bin froh daß ich hierher gefunden habe zu menschen die das selbe erlebt haben und wir unterstützen und helfen uns so gut es geht, weil man von der welt da draussen keine hilfe erwarten kann. es wird einem auch nicht geholfen wenn man nicht darum kämpft. ich hab es auch satt glaub mir und manchmal möchte ich das wirklich beenden aber die menschen hier geben mir kraft weiter zu machen. hätte ich nicht meinen traum , diese eine haut abzulegen die mich in dieses männliche korsett zwängt, und wüsste ich nicht um die möglichkeit , das es möglich ist, ich weis nicht, ich würde mich nicht umbringen selber, aber ich würde alles mögliche tun damit es passiert. ich will den rest meines lebens als frau leben damit meine gefühle mit meinem aussehen stimmen. das ist mein kampf und der andere ist die vergangenheitsbewältigung und ach....das ganze leben ist ein kampf. sind wir menschen nur da es uns gegeseitig schwer zu machen, einer will immer besser sein als der andere einer muß es dem andern immer beweisen..unser gelebtes leben hat uns gezeigt das es nichts bringt und das es ein wahnsinn ist andere ständig zu unterdrücken, es kann einem ja dabei selber nicht gut gehn, was haben sie davon. und weil es ihnen dabei nicht gut geht unterdrücken sie weiter menschen. und sie unterdrücken andere weil sie selber unterdrückt werden, weil sie an dem kuchen der macht mitnaschen wollen und weil sie nur brösel davon bekommen und diese brösel schmecken aber soo gut und sie wollen mehr davon. es ist die gier nach mehr, die gier, nach macht- haben- wollen, weil sie ein bisschen was davon schmecken. sie sind aber nur die werkzeuge der unterdrückung, das ganze ist ein grosser plan. nur, der plan sieht nicht vor, das die unterdrückten sich wehren, das die unterdrückten erkennen um was es da geht, deshalb wird der daumen weiter und immer stärker angesetzt wie wenn man eine mücke zerdrückt. die macht ist ein system der selbstzerstörung wie ein krebsgeschwulst das so lang frisst bis es nichts mehr zu fressen gibt. wir sind opfer, ja, aber wir sind menschen und unser kampf macht uns zu kriegern der gerechtigkeit. wir dürfen den kampf nicht aufgeben, so schwer es ist. dazu ist dieses forum der opfer, der geschändeten da. oje, jetzt hab ich aber viel geschrieben.....das is immer so, wenn ich mal anfang dann find ich so schnell kein ende...ich wünsch dir noch einen schönen tag mäuschen...gib nicht auf ...

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Elisabeth (18.07.2012)

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