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schmuddelkind

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1

Montag, 24. September 2012, 07:53

Kinder aus der Besatzungszeit

Hier ein Interessanter Beitrag in der Presse

Besatzungskinder
"Schmuddelkind"

"io speriamo che
me la cavo"

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analysis (27.09.2012)

sandra9802

unregistriert

2

Montag, 24. September 2012, 08:31

Re: Kinder aus der Besatzungszeit

es ist traurig, meine mutter war besatzungskind ich kann mir vorstellen was sie durchgemacht hat. sie ist auch in einem stasiheim gewesen und sie wollte leben aber sie bekam kinder , es gab noch keine verhütung . ihre eltern waren arm die eltern meines vaters waren arm, sie selber waren arm, es ist der teufelskreis der armut der sich durch das leben zieht und vor generationen nicht halt macht. der traum von einem besseren leben ist immer present, dieser traum ist ist lebenselixier für einen selber und gift für die nächsten. ich habe kein recht meine mutter zu verdammen oder sie zu verabscheuen weil sie uns nicht wollte. sie wollte leben, sie wollte spass und freude . die welt war in trümmern und die menschen waren kaputt. leben wollen und nicht leben können sind zwei paar schuhe. sich an einen traum hängen ist schon in ordnung aber den traum nicht loslassen können und die augen zu öffnen für die wirklichkeit ist ein verhängnis. ich glaube meine mutter hat die augen geschlossen gehalten. sie hat glaube ich nur geträumt und als die traumblase geplatzt ist war nur mehr platz für verbitterung da. für diese generation wurde nichts getan, sie wurde in ein eck der wiederaufbauer gestellt und weiter hat man sich um sie nicht gekümmert. sie sind die vergessene generation und sie fühlen sich durch ihr leben bestraft. wir sind eigentlich opfer in doppeltem sinne.

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schmuddelkind (24.09.2012), analysis (27.09.2012)

3

Montag, 24. September 2012, 15:39

Re: Kinder aus der Besatzungszeit

Besatzungskinder,die wurden durchweg Bastarde genannt bekamen nie eine Chance.
Ich bin auch eins davon nur bei mir fehlt auch das letzte Drittel,der Name des Vaters.Dies Thema kommt auch vermehrt auf den Tisch,weil die Amis verstärkt versuchen, diese Kinder zu finden.
Nur leider auch viel zu spät ,denn wie meine Mutter,die Schweigegld kassiert hat,ist die Ausgrenzerei bis heute vorhanden.
Ich weis noch wie heute,das ich nirgenswo hingehörte und das ist bis heute so,eben nur halb deutsch .Und wenn mich mein Lebendswille und mein Rebellentum nicht vorangetrieben hätten,gäbs mich heut gar nicht nicht mehr.
Ach übrings von meiner Sorte gibt es ca 200 tausend und die Meisten in Süddeutschland und die Mehrzahl davon ist auch in Heimen gelandet.
Unterm Strich Deutschland und noch einige Länder mehr haben noch viele Leichen im Keller,die kaum ans Licht kommen werden weil die Zeit für sie arbeitet.
Liebe Grüße Ros......!!!!!!

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schmuddelkind (24.09.2012), analysis (27.09.2012)

sandra9802

unregistriert

4

Montag, 24. September 2012, 15:54

Re: Kinder aus der Besatzungszeit

Ich weis noch wie heute,das ich nirgenswo hingehörte und das ist bis heute so

nirgendwo hingehören...das geht auch mir so, ich weis nicht wo ich hingehöre. ich habe keinen platz in österreich. er wird mir verkannt, aber heimat ist wo das herz zuhause ist, also trage ich mein zuhause mit mir herum und egal wo ich bin, ich bin zuhause.

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