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Heimkind

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Mittwoch, 12. Juni 2013, 07:30

Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

Kommission bestätigt physische und psychische Gewalt und massiven sexuellen Missbrauch. Zweifelsfreie Ermittlung der Identität der angeschuldigten Personen kaum möglich. Damaligen Verantwortlichen in der MA 11 war bekannt, dass es im Heim schwere Missstände gab. Kommission fordert Stadt Wien auf, sich öffentlich für das entstandene Leid zu entschuldigen und den Endbericht der Staatsanwaltschaft zu übergeben.


Wien, 12. Juni 2013 - Die Kommission Wilhelminenberg wurde am 23.10.2011 von der Magistratsabteilung 11 unter der politischen Verantwortung von Stadtrat Christian Oxonitsch eingesetzt. Der Auftrag lautete, jene Vorwürfe zu untersuchen, wonach es im Heim am Wilhelminenberg von 1948 bis zur Schließung 1977 zu organisierter Vergewaltigung und Kinderprostitution sowie anderen Formen schwerer physischer und psychischer Gewalt gekommen sei. Dabei sollten die Vorwürfe sowohl hinsichtlich individueller als auch institutioneller Verantwortung geprüft werden. Nach einem Untersuchungszeitraum zwischen 1. Dezember 2011 und 31. Mai 2013 legt die Kommission Wilhelminenberg nun ihren Endbericht vor. Für die Kommissionsmitglieder war von vornherein die Anerkennung ihrer Unabhängigkeit ebenso wie der ungehinderte Zugang zu sämtlichen Unterlagen unabdingbar. Dies wurde zugesichert und vertraglich festgehalten. Auch der Zugang zu den Akten der Magistratsabteilung 2 konnte soweit gelöst werden, sodass die Kommission schließlich mit den für die Untersuchung notwendigen Akten arbeiten konnte

Inhaltliche Grundlage

Die wichtigste Basis des vorliegenden Berichts bilden 217 Interviews mit 140 damaligen Heimkindern, 28 Erzieherinnen und Erziehern und 94 weiteren Zeitzeugen. Es wurden Interviews im Ausmaß von etwa 480 Stunden aufgenommen und digitalisiert. Insgesamt bestand mit über 300 Personen Kontakt. Ergänzend dazu lieferte die Einsichtnahme in ca. 150 Kinderakten, in alle aus jener Zeit zur Verfügung stehenden Akten der MA 11, in die bezughabenden Akten der Magistratsabteilungen 8 und 17 sowie in etliche weitere Archive eine weitere inhaltliche Grundlage. Der Bericht umfasst insgesamt 344 Seiten und ist unter Untersuchungskommission Wilhelminenberg abrufbar.

Zusammenfassung der Ergebnisse

- Die Kommission bestätigt, dass Kinder und Jugendliche im Kinderheim Wilhelminenberg über die gesamte Zeit des Bestehens des Heims physischer und psychischer Gewalt unterschiedlicher Form und unterschiedlichen Ausmaßes ausgesetzt waren. Es ist evident, dass jene Gewaltausübung, wie sie in Interviews nahezu durchgängig in Hinsicht auf viele Erzieher geschildert wird, über das damals noch gebräuchliche Züchtigungsrecht deutlich hinausging. Die geschilderten Verhaltensweisen verstießen häufig und in hohem Maße gegen die Heimverordnung von 1956, sodass kein Zweifel an der Unrechtmäßigkeit des Verhaltens bestehen kann und im Wesentlichen davon auszugehen ist, dass gegen strafgesetzliche Normen verstoßen wurde.

- Die Kommission kam zu dem Schluss, dass Kinder und Jugendliche im Laufe der Jahrzehnte im Heim am Wilhelminenberg massiven sexuellen Missbräuchen ausgesetzt waren, die im zeitlichen Kontext durchaus unterschiedlich waren.

- Den Erzählungen einiger Zeuginnen über die Jahrzehnte war gemeinsam, dass Mädchen – sogar gelegentlich mit Beteiligung von Erziehern und Erzieherinnen – aus den Schlafsälen geholt und dem Missbrauch zugeführt worden wären.

- Durch kein Indiz – außer einer bereits öffentlich bekannten Aussage – erhärtet wurde allerdings die in den Medien vertretene These, es hätte Massenvergewaltigungen in den Schlafsälen gegeben. Dies wurde von allen weiteren Zeugen entschieden ausgeschlossen.

- Die ehemaligen Heimkinder machten auch keine näheren Angaben, aus denen verlässlich auf eine durch Zuhälterringe organisierte Zuführung zur gewerbsmäßigen Unzucht (in den Medien meist als Kinderprostitution bezeichnet) geschlossen hätte werden können

- Die Untersuchungen haben keine konkretisierbaren Hinweise ergeben, dass ein Kind gewaltsam zu Tode gekommen wäre. Der Verdacht der Tötung eines Kindes in den 1950er Jahren konnte nicht bestätigt werden.

Personen kaum identifizierbar

Aufgrund der eingeschränkten Datenlage und der verständlicherweise unkonkreten Erinnerungen war die zweifelsfreie Ermittlung der Identität von Personen, die den Missbrauch begehen hätten können, kaum möglich. Nur teilweise ist es gelungen, Personen aufgrund der Beschreibung zuzuordnen, in einigen Fällen wurden Namen genannt, in Frage kommende Angeschuldigte sind allerdings bereits verstorben. Was Missbrauch durch heimfremde Personen anlangt, war eine Nachforschung praktisch unmöglich, da hier die Erinnerungen nicht ausreichten. Die umfangreichen Recherchen bezüglich des namentlich bekannten Erziehers Manfred Jochum haben keine eindeutige Einschätzung ergeben. Die Schwierigkeiten der Kommission ergaben sich u.a. aus der Tatsache, dass Manfred Jochum bereits verstorben ist und es keine Gelegenheit gab, ihn selbst zu den Vorwürfen zu befragen. Eine abschließende Beurteilung der aufgeworfenen Frage, ob und welche Vorwürfe Manfred Jochum als Erzieher im Kinderheim zu Recht gemacht werden können, ist daher nicht möglich.

Missstände waren Verantwortlichen bekannt

Die Gesetze im Zivilrechtsbereich und der Jugendwohlfahrtspflege, aber auch die Judikatur entsprachen den gesellschaftspolitischen Zielsetzungen einer der rigiden „Ordnung und Sittlichkeit“ verpflichteten Rechtsordnung. Der tatsächliche Umgang mit den Heimkindern widersprach aber allen Rechtsvorschriften. Die vielfachen physischen und psychischen Übergriffe, die die Menschenwürde der Kinder ständig verletzten und viele von ihnen schwer traumatisierten, waren in keiner Weise durch die Bestimmungen gedeckt.

- Den Verantwortlichen in der MA 11 waren die schwerwiegenden Missstände im Kinderheim Wilhelminenberg durchwegs bekannt, trotzdem wurde der Heimleitung nicht Einhalt geboten.

- Den verantwortlichen Politikern und Politikerinnen waren die Missstände in Heimen – was die physische Gewalt anlangt – spätestens seit den späten 1960er Jahren in vollem Ausmaß bekannt. Die in den 1970er Jahren eingeleiteten Strukturreformen wurden nicht mit sofortigen Maßnahmen gegen die Missstände verbunden.

- In der Öffentlichkeit gab es kaum Interesse für die Situation der Heimkinder. Einige Medien berichteten ab Beginn der 1970er Jahre kritisch, die politischen Kontrollorgane griffen das Thema aber nicht auf.

- Die für die Kinderheime zuständigen Politiker trugen letztendlich die Verantwortung für die Situation im Heim am Wilhelminenberg, wo während der gesamten Zeit des Bestehens schwere Gewalt angewendet, seelisches Leid verursacht und das Leben vieler Kinder und Jugendlichen massiv beeinträchtigt wurde.

Zur strafrechtlichen Relevanz ist festzuhalten, dass die Berichte über Gewalttaten überwiegend als – damals schon – strafrechtlich relevant zu betrachten sind. Sexuelle Übergriffe, wie sie berichtet werden, wären selbstverständlich jedenfalls strafrechtlich zu ahnden gewesen. Wichtige Fragen, wie z.B. die Frage der Verjährung, entzogen sich aber den Recherchemöglichkeiten der Kommission und können nur von den Strafverfolgungsbehörden beurteilt werden. Das liegt daran, dass es der Kommission z.B. verwehrt war, über namentlich genannte Personen Ermittlungen zu führen.

Zur Untersuchungsmethodik

Die Kommission erstattet einen Sachverständigenbericht, die Ergebnisse sind nicht mit einem Gerichtsprozess zu vergleichen. Vor allem bei der Einschätzung der Berichte über sexuellen Missbrauch standen praktisch ausschließlich Aussagen von ehemaligen Heimkindern und kaum andere Erkenntnisquellen zur Verfügung. Die Bewertung beruht hier nicht auf einer – im gerichtlichen Verfahren prozessual vorgesehenen – Gegenüberstellung einzelner Aussagen, sondern auf einer gesamthaften Betrachtung der Recherchen. Festzuhalten ist, dass die interviewten ehemaligen Heimkinder nur einen kleinen Ausschnitt der im Lauf der Jahre im Heim am Wilhelminenberg untergebrachten Kinder und Jugendlichen darstellen. Der Untersuchungsbericht kann nur die Wahrnehmung jener beschreiben, die sich an die Kommission gewendet haben. Die eindrucksvollen Belege der unmenschlichen Behandlung von Heimkindern – von ihrer Einweisung mit den entwürdigenden Ritualen der Entpersonifizierung durch Entzug der Familie, ihrer persönlichen Kleidung bis zu ihrer Entlassung mit zerstörten Bildungsmöglichkeiten und vielfach durch physische und psychische Gewalt gezeichneten Biografien – genügen aber der historischen Forschung, um allgemein gültige Rückschlüsse auf die Unterbringung von Kindern im Heim am Wilhelminenberg ziehen zu können.

Empfehlungen der Kommission

Die sehr umfangreichen Recherchen der Kommission haben keinen Zweifel daran gelassen, dass im Kinderheim am Wilhelminenberg schwerwiegendes Unrecht geschehen ist. Das dadurch entstandene Leid macht tief betroffen. Der erste und jedenfalls notwendige Schritt ist eine Entschuldigung an all jene, deren Kindheit durch den Heimaufenthalt zerstört wurde. Es ist unabdingbar, dass die heutigen Repräsentanten der Jugendwohlfahrt aus Politik und Verwaltung das Unrecht und das daraus erwachsene Leid anerkennen und öffentlich um Verzeihung bitten.

Die Frage, ob jene, die damals das Unrecht gesetzt haben, dafür auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können, kann nur im Einzelfall durch die dazu berufenen Behörden (Staatsanwaltschaft oder Gericht) abschließend beurteilt werden. Der Bericht der Kommission fasst die wesentlichen Vorwürfe zusammen, bringt diese in einen zeitlichen Kontext und ordnet sie einzelnen Personen so weit wie möglich zu. Damit bietet er den Strafverfolgungsbehörden eine Grundlage für tiefschürfende Ermittlungen. Die Verantwortlichen der Stadt Wien werden daher aufgefordert, den Bericht der Kommission Wilhelminenberg der Staatsanwaltschaft zu übermitteln. Danach wird es an der zuständigen Staatsanwaltschaft liegen, jene Erhebungen zu veranlassen, die außerhalb der Kompetenz der Kommission lagen und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.

Zum Bericht

Der Bericht ist hinsichtlich nahezu aller beschriebenen Personen anonymisiert. Lediglich eindeutig identifizierbare Verantwortungsträger sind namentlich genannt. Gegenüber dem Auftraggeber Stadt Wien werden die Namen der bei der Stadt Wien beschäftigten und im Bericht genannten Personen offengelegt. Den im Bericht vorkommenden Personen wurden Buchstaben und Ziffern zugeordnet.

Um den Lesern des Endberichts einen unmittelbaren und authentischen Eindruck der Erinnerung der ehemaligen Heimkinder zu vermitteln, hat sich die Kommission dazu entschlossen, auch längere berührende wie gleichermaßen verstörende Passagen aus den geführten Interviews im Bericht zu zitieren. Die Kommission bittet die Öffentlichkeit als auch die Medien, respektvoll bzw. der journalistischen Sorgfalt entsprechend mit diesen Zitaten umzugehen.

Die Mitglieder der Kommission Wilhelminenberg drücken vorrangig dem Bemühen aller unserer Zeugen größten Respekt und Dank aus. Sie alle rangen – auf die jeweils individuell mögliche Weise – um Erinnerung und stellten sich in langen Gesprächen den Fragen der Kommission. Die Mitglieder der Kommission Wilhelminenberg bedauern zutiefst das Schicksal all jener Personen, die durch die Ereignisse im Kinderheim am Wilhelminenberg seelisch verletzt wurden und damit einen Verlust ihrer Kindheit in Kauf nehmen mussten, ein Verlust, der niemals wieder nachgeholt werden kann.

Zusammenfassend greift die Kommission Wilhelminenberg die so oft von ehemaligen Heimkindern in Interviews geäußerte Forderung auf, die lautet: Die Stadt Wien im Allgemeinen, die Magistratsabteilung 11 im Besonderen, aber auch alle anderen in diesem Zusammenhang tätig werdenden Institutionen müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und dafür Sorge tragen, dass das, was den Kindern und Jugendlichen im Heim am Wilhelminenberg – so wie in vielen anderen Heimen – widerfahren ist, nie wieder passieren darf.

KOMMISSION WILHELMINENBERG
Leiterin: Dr. Barbara Helige
1010 Wien,
Stadiong. 6-­‐8/8
www.kommission-­‐wilhelminenberg.at
kontakt@kommission-­‐wilhelminenberg.at

Quelle http://www.kommission-wilhelminenberg.at/presse/jun2013/PA_Kommission_Wilhelminenberg_Endbericht_12-06-13.pdf




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Mittwoch, 12. Juni 2013, 07:48

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

Danke Evi für,s reinstellen!! lg Gerli

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Mittwoch, 12. Juni 2013, 08:24

wh berg

danke evi ich finde es furchbar und heute legen sie uns noch steine in den weg gruss meli

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olga (29.06.2013)

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Mittwoch, 12. Juni 2013, 08:25

Danke l.Evi

Alle aber auch wirklich alle Institutionen sollten endlich die Verantwortung von ALLEN HEIMEN übernehmen.
Es geht ja nicht nur um den Wilhelmienenberg es waren alle Heime betroffen, die Verantwortlichen sollten endlich dazu stehen.
Es wird für sie immer enger und es ist an der Zeit sich dazu zu bekennen.
L.G.M.

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Mittwoch, 12. Juni 2013, 10:37

wilhelminenberg

danke liebe evi für die Information Margit hat recht auch in anderen heimen Österreichs sollte man endlich Verantwortung übernehmen und auch eine Kommission einstellen und deren leiden von gewalt und missbrauch aufdecken l.g ilo

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Mittwoch, 12. Juni 2013, 10:45

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

danke fürs reinstellen evi ich habe schon geweint als ich es anfänglich an fing zu lesen ihr in wien seit viel weiter dank eurer aller einsatz!

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jocki

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Mittwoch, 12. Juni 2013, 11:34

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

Liebe Evi

Danke für´s Reinstellen.

lgr Jocki

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olga (29.06.2013)

schloss-altenberg nö

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Mittwoch, 12. Juni 2013, 12:55

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

wahnsinn!!!!!
ich habe begonnen den bericht zu lesen...aber weiter wage ich es doch nicht...es ist so vieles 1:1....man bekommt dieses vergessene heimgefühl wieder...was man über uns und unserer eltern scheibt...man fühlt sich wieder wie damals ...als dreckiges kind...ich danke allen die den mut hatten...dass alles wieder zu geben...und nochmas alles erlebt haben...

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Mittwoch, 12. Juni 2013, 13:12

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

Danke für die Info!

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olga (29.06.2013)

olga

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 06:12

Wo Nur Bleiben Die Anderen Heime ???????

WARUM MACHEN DIE DEN W-BERG SO GROSS RAUS ?
WIMMERSDORF,SCHLOSS ALTENBERG,EGGENBURG,HOHEWARTE!

und,und,und wo sind all die anderen heime?

DIE HEIME IN DEN GANZEN BUNDESLÄNDERN !
SCHLIMM SICH NUR AUF EINES ZU KONZENTRIEREN !

wir kämpfen doch alle um das gleiche!
kenne kein einziges heim,wo es keine übergriffe gegeben hat/hatte !
Es kommt für jeden der Tag, "an dem die Vergangenheit länger erscheint als die Zukunft dauern wird ?"

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schloss-altenberg nö

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 07:04

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

an alle w-berger...bitte nicht missverstehen...ausser den sexuellen...war es in altenberg 1:1... (sexuellen kann ich nicht bestättigen...weil ich nichts mitbekam...soll es aber auch gegeben haben)...ausserdem finde ich...wurden die aussagen der ehemaligen sicher abgeschwächt...sovie ich gelesen habe...wird der berg und hohe warte ...als die schlimmsten heime bezeichnet...klar ,wurden doch nur diese unterrsucht..ich habe den bericht teilweise gelesen...und ich finde er trifft für alle heime ziemlich genau zu...weiters finde ich es eine frechheit...dass erwähnt wird...man habe entschädigungen bezahlt...bitte aber auch die summen bekannt geben...!!!!!...wo ist die rochusgasse???...dass war von der handlung her ein mädchenhäfen...die selbstmorde wurden nicht erwähnt...und was soll der bericht jetzt bringen???...lg

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 07:06

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

SCHLIMM SICH NUR AUF EINES ZU KONZENTRIEREN !
Das wird halt so gewesen sein, weil die damaligen Ankläger die beiden Schwestern vom Heim Wilhelminenberg gekommen sind. Und ausserdem noch die berühmte Tafel vom Tandler dort verankert war oder ist. Weiters hat ja dieses Schloss Geschichte nicht nur die von den Kindern. Aber am meisten ärgert mich persönlich das diese ExerzieherInnen per Lebzeiten nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Das ist ja in meinen Augen das grössere Verbrechen als dieser Endbericht wo man ja eigentlich im Voraus schon wusste wie er enden wird. Jetzt lachen sich diese G'fraster weiterhin ins Fäustchen und triumphieren das ihre Erziehungsmethode doch die richtige war.
Dann hörte ich noch von so halbgescheiten die von nicht's Ahnung haben, na man kann ja die Vergangenheit aufarbeiten gehen, dazu sind Psychologen ja da. Aso zuerst das Leben schutzbefohlener Kinder mutwillig zerstören und hinterher sollen die Geschädigten noch zum Psychiater u. Psychologen rennen sodass das Patzl Leben was einem geblieben ist so halbwegs Sinnvoll erscheint. "Eine Sauerei sondergleichen ist das, und eines der grössten Verbrechen der zweiten Republik" was es je gegeben hat. Danke an Alle Politiker u. Verantwortlichen die solche Verbrechen weiterhin decken.

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 07:22

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

die selbstmorde wurden nicht erwähnt
Ganz genau liebe Schloss, und auch vorallem die Morde was in manchen Heim "Retz" u. "Eggenburg" passierten. Warum hat dieser bekannte Professor nicht's davon erwähnt in seinem Bericht das Zöglinge Erzieherinnen gemordet haben????. Wäre das vielleicht ein weiterer Beweis gewesen welch unqualifizierte Kräfte von der MA11 beschäftigt waren!!!!!!!!. Die Verantwortlichen hätten müssen vor 60 Jahre schreien ein weiteres KZ Leben der Kinder darf sich nicht wiederholen, aber nicht noch die 1956 Gesetze umgehen und meinen na mein Gott es ist halt passiert!!!!!!!!

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 07:23

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

Der Einsatz von Fr. Helige ist absolut in Ordnung, doch sollte sie sich nach dem Endbericht auch um die anderen Heime annehmen, da der Wb. nicht das einzige Heim war, wie Olga und schloss das schon beschrieb.
Beschuldigt sind von uns auch die Verantwortlichen, die dieses System deckten und auch heute noch keine Stellung dazu beziehen! (MA11 und die Politik)
L.G.M.

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 07:44

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

nichts gegen den bericht...aber wenn die jetzt anfangen würden...jedes heim zu untersuchen...würden jahre vergehen...und so viel zeit haben wir nicht mehr...die morde werden sicher niemals erwähnt...die selbstmorde auch nicht...und auch die kinder nicht wo die heimleitung zu spät...reagiert hat...ich kenne einen fall...dass mädchen starb mit ungefähr...16 jahre...wieviele wurden im letzten moment ins kh gebracht...bei uns war es meistens der blinddarm...mit einem wort...die schwestern haben den mut gehabt alles ins rennen zu bringen...aber die hätten imbericht erwähnen müssen...dass es 1:1 im jedem heim war...lg

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 08:10

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

DANKE EVI für´s Reinstellen!

lg. Jorky

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 08:31

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

es wurde im forum schon einige male geschrieben, warum gerade eine wilhelminenberg-kommission gegründet wurde! ;)

man hat die klage erhoben, dass es da maßenvergewaltigungen und kinderprostitution gegeben haben sollte, was so bei anderen heimeinrichtungen nie berichtet wurde!
die missstände und der missbrauch in allen anderen heimen waren seit dem >> bericht von fr. kalsson und durch weitere historiker bekannt und brauchten nicht noch einmal genauestens durchleuchtet werden ...

die beiden neuen anklagepunkte konnten übrigens auch im w-berg nicht bestätigt werden!

aber die hätten imbericht erwähnen müssen...dass es 1:1 im jedem heim war...

das stand schon in anderen berichten.

Zitat

Vorwiegend betroffen sind die ehemaligen Heime:

- Wilhelminenberg mit 259 Meldungen (Mehrfachnennungen möglich),
- Eggenburg mit 128,
- die Hohe Warte mit 115,
- die Kinderübernahmsstelle (KÜST) mit 91,
- Biedermannsdorf mit 83,
- Hütteldorf mit 55,
- Retz mit 48,
- das Julius Tandler Heim mit 46,
- Altenberg mit 43,
- Wimmersdorf mit 41
- und Klosterneuburg mit 39.

quelle >> Zwischenberichte und Endbericht der Kommission Wilhelminenberg (Helige-Kommission)

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 09:01

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

Die Gründung der Kommission hatte nur eines im Sinn.Die Zeit zu haben die Sichtung von belastbaren Dokumenten zu ermöglichen und auf wunderbarer Weise verschwinden zu lassen.
Allein die Vielzahl der Meldungen und Aktionen die in der letzten Zeit darauf hingewiesen haben das es auch
in anderen Einrichtungen massivste Übergriffe gab,das waren keine Einzelfälle,hat den Verantwortlichen gar keinen andere Möglichkeit gegeben eine Kommisssion zu gründen.
Wenn wir das wenige an Dokumenten,von der MA11 liebenswerterweise bereitgestellt ,unsere Heimzeit darstellende Vita miteinander vernetzten finden wir mehr Täter heraus als diese Nebenberufliche
Pseudokommission in dieser langen Zeit.
Wir haben aber einen Vorteil.wir kennen die Namen! Wir werden sie auch nennen!

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 09:24

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

Diese ganzen Berichte über verschwundene, vernichtete und unauffindbare Akten sind meiner Meinung nach nicht relevant.

Denkt einmal nach, glaubt ihr wirklich das darin festgehalten ist, wann jemand missbraucht, misshandelt oder gedemütigt wurde?
Die Leute, welche die Verantwortung für uns hatten waren zwar oft primitiv und verantwortungslos, aber sie haben sich sicher gehütet ihre Missetaten schriftlich festzuhalten, denn so blöd werden sie ja doch nicht gewesen sein.

Es ist nur wieder ein Versuch alles auf dieses Thema Akten zu lenken und dient als Ausrede dafür, dass man ohne diese Unterlagen nichts beweisen kann, denn mündliche Aussagen alleine reichen nicht.
Somit steht Aussage gegen Aussage und was noch hilfreich dazu kommt, ist die Verjährungsfrist, also ist zu befürchten und zu erwarten, dass diese Personen niemals zur Verantwortung gezogen werden.
Lg Romy

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Donnerstag, 13. Juni 2013, 10:33

Re: Kommission Wilhelminenberg legt Endbericht vor

stimmt!!! was soll der blödsinn???...die werden doch nicht festgehalten haben...wann sie wem wieder missbraucht haben...oder geschlagen haben...dass kommt mir jetzt aber seltsam vor...die akte sind alle weg???...niemals die wurden in sicherheit gebracht...die verarschung geht froh und munter weiter...wieso sollen immer wir etwas beweisen???...beweist ihr uns mal dass gegenteil...zuerst die kinder seelisch ...zerstören...und jetzt sind wir ja bereit...die therapiekosten zu über nehmen...nau ned schlecht...wie gross-herzig!!!!alles kann man nicht reparieren...der/die therapeuten können mich die verstehen...???haben die überhaupt nur die geringste vorstellung davon...was wir als kinder aushalten mussten???...die können uns nicht verstehen und für alles gibt es keine heilung...ich habe schon gehört dass therapeuten beim gespräch gähnen...aus altenberg leben sicher noch welche

ute...friedl...maria..traude...besonderst diese DOLEZAL FRIEDERICKE...WAR SO EINE MISSGEBURT AN MENSCH!!!!
ROCHUSGASSE ...auch dort waren jünger erzieherinnen WO SIND DIE????
imbericht steht nichts was man nicht schon wusste!!!!

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