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johann

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Donnerstag, 12. März 2015, 21:49

Damals 1965 - 1974 Neuwirth

Benimmst Du Dich in Deiner neuen Gesellschaft anständig, so werden es Dir nur wenige loben, tust Du nur einmal unbeabsichtigt etwas Schlechtes, wo werden es Dir viele zeigen.

Diese Zeilen aus meinem Stammbuch hat mir ein Freund aus Hütteldorf gewidmet, bevor ich ins Lehrlingsheim Augarten überstellt wurde.
Er ist damals als Kind von Erzieher Neuwirth gefördert worden und durfte sogar tagsüber alleine im Schlafzimmer lernen. Wäre interessant, welche berufliche Laufbahn er später verfolgt hat, er war zu meiner Zeit sehr wißbegierig. Es gab auch andere Kinder, die von Herrn Neuwirth gefördert wurden, der Rest kam nicht in den Genuß. Schwester Emma, die uns gerade mal das Nötigste lehrte und andere ErzieherInnen holten sich oft Tipps von Neuwirth, wenn sie selbst nicht weiter wussten.
Einmal sind wir sogar mit Erzieher Neuwirth in die Oper gefahren, um den "Freischütz" von Carl Maria von Weber zu sehen. An unsereBekleidung kann ich mich nicht mehr erinnern, weiß nur noch, daß wirspät zu Bett gegangen sind. Einge Tage vorher erklärte er uns intensiv die Handlung dieser Oper. Ich finde, es war mutig, uns eine andere Welt zu zeigen, aber ich denke, die "Zauberflöte" (W. A. Mozart) wäre besser geeignet gewesen, weil der "Freischütz" schwerer nachvollziehbar ist.
Von der Schule aus sind wir ein paar Mal ins Konzerthaus gegangen, es war eine Qual, ständig ruhig zu sitzen. Auch das Wissen über Klassik wurde uns ohne Begeisterung vermittelt. Später war ich einige Male mit einer Freundin in der Oper, wobei mich am meisten "Tannhäuser" (Richard Wagner) angesprochen hat.

Es gab vereinzelt positive Erlebnisse, jedoch das Negative ist uns leider unauslöschlich in Erinnerung geblieben.

L.G. Johann...........index.php?page=Attachment&attachmentID=1361...............Danke, arnolddarfalles für
das Foto von Deinen lieben Bruder.

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Freitag, 13. März 2015, 10:19

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Das Foto wurde ,glaube ich zu erkennen, am Wienfluss gemacht . Dort ,daneben Schlangenwiese, haben wir oft Fische gefangen. Ab und zu haben wir unsere freiheit dort , Kind zu sein, gehabt. Johann du hast recht das ein paar posetive sachen gibt es aber leider sehr sehr wenige. Der Mensch ist leider von den Genen her so programmiert das er die schlechten erinnerungen mehr prägt als posetive das hat mit den überlebenstrieb zu tun :a043: Lg Wolfgang

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Freitag, 13. März 2015, 21:36

Hütteldorf 1965 - 1974

Der Mensch ist leider von den Genen her so programmiert das er die schlechten erinnerungen mehr prägt als posetive das hat mit den überlebenstrieb zu tun Lg Wolfgang



Lieber Wolfgang,

ich möchte Dich nicht belehren, aber ich sehe die Sache so. Das Positive hält uns am Leben und das Negative versucht das Leben zu zerstören. Wenn Du von Natur aus eine starke Persönlichkeit bist, oder einen starken Glauben hast, dann kannst Du schlechte Erlebnisse leichter verarbeiten als andere. Du bist dann, so zu sagen" Der Fels in der Brandung". Ein Experiment das jeder Ausprobieren kann um zu erkennen welche Kraft das Positive sowie das Negative auf uns ausübt. Wenn Du zwei Pflanzen getrennt züchtest und die eine mit positiven Wörter lobst und die andere mit Negativen. So werden beide Pflanzen auf Grund des Überlebenstriebs überleben, jedoch werden die zwei Pflanzen unterschiedlich wachsen und daher anders aussehen.

Wir haben schlechte Erfahrungen gemacht, und doch haben wir diese Zeit überstanden. Jetzt liegt es bei uns, den seelischen Schmerz so gut wie möglich zu heilen.

L.G. Johann

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Samstag, 14. März 2015, 15:04

Hütteldorf 1972-1979

Hallo Freude

Ich komme am 11-12 April nach Wien um Hütteldorf zur besuchen

wer will kann mitkommen für Vorschläge bin ich euch Dankbar

bis bald Klagenfurt

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Samstag, 14. März 2015, 15:44

Klagenfurter kommt nach Wien



wer will kann mitkommen für Vorschläge bin ich euch Dankbar

Hallo Michael,

mein Gedanke wäre, der Stiegenaufgang neben den Lainzer Tiergarten, oder das ehemalige Standl, als Treffpunkt zu wählen. Von dort aus könnten wir gemeinsam, einen Spaziergang rund um das ehemalige Heim machen. Zum Abschluss ein Gasthaus aufsuchen, um uns zu stärken.

Vielleicht hat jemand noch bessere Vorschläge ?

L.G.Johann

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Samstag, 14. März 2015, 17:55

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo Johann und Michael und alle Anderen!

Ich möchte natürlich unbedingt dabei sein.

Da ich vor circa 7 Jahren mit meiner Frau die 438 Stufen der Markwardstiege hinauf gekrochen bin möchte ich nur mehr hinunter gehen. Das bitte zu bedenken. Sonst gefällt mir der Vorschlag.

Hoffentlich sind wir recht Viele.

Bis bald mit herzlichen Grüssen

Helmuth

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Samstag, 14. März 2015, 18:35

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo Helmuth-hesto

Ich kann leider nicht am 4.April zum wir Heimkinder Treffen kommen weil da das Osterwochenende ist leider aber das Wochenende drauf bin ich in Wien villeicht können wir uns da auch Treffen würde mich Freuen

Liebe grüße Klagenfurt (Michael)

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Samstag, 14. März 2015, 18:55

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo Michael

Habe mich geirrt und schon editiert. Am Wochenende 11.-12. April kann ich nur Sonntag aber ich würde mich sehr freuen.

L.G. Helmuth

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Dienstag, 17. März 2015, 11:39

Hütteldorf 1972-1979

Hier ist der aktuelle Stand für Samstag

Jeder ehemaliger Hütteldorfer ist herzlich Eingeladen am 11 April (Samstag) um 14Uhr bis 14:30 Uhr beim Zuckerlstandl-Platz vor bei zu kommen. Geplant ist ein Rundgang um das ehemalige Kinderheim und anschließen ein fröhliches Beisammensein.

mit Lieben Grüßen Klagenfurt :a063: :gtessengeh: :gtkaffee:



Datum ist Fix

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Mittwoch, 18. März 2015, 17:26

Hütteldorf 1972-1979

JOHANN :s4uspbl11: liebe grüße Klagenfurt

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Mittwoch, 18. März 2015, 18:55

Damals 1965 - 1974

Austritt aus dem Heim

Es war ein Morgen wie jeder anderer, ich saß in einer Ecke im Speisesaal bei Tisch und nahm das Früstück ein. Dort teilte man mir mit, daß ich in wenigen Tagen ins Lehrlingsheim überstellt werden soll. Mir blieb das Brot im Halse stecken, ich wußte nicht was ich sagen sollte. Keiner hatte mir gesagt, wie es dort zugeht und was ich dort zu tun hätte. Es gab auch keinen Kontakt zu ehemaligen Hütteldorfern, die mich vorbereiten hätten können. Ich war ganz einfach auf mich gestellt, ohne irgendeinen Rat zu erhalten. Von einem geordneten Tagesablauf hin zu einem neuen Anfang. Irgendwie lag ein wenig Wehmut in mir, trotz der Höhen und Tiefen, die ich erlebt hatte. Solche und ähnliche Gedanken gingen mir durch den Kopf, ich fühlte mich wie ein Hündchen, das seine vertraute Umgebung verließ. Ich müßte lügen, würde ich sagen: Hurra, jetzt bin ich entlich frei!
Dir. Häusler sagte am letzten Tag: "Alles Gute", und übergab mir die Schulzeugnisse. Hätte mich gefreut, wenn er gesagt hätte sollte ich Probleme haben, könne ich ihn ganz einfach anrufen oder vorbeikommen und mit ihm reden. Ich fühlte mich allein gelassen nach 9 Jahren Hütteldorf. Die Balken wurden hinter mir geschlossen, und das Gittertor war für den neuen Lebensabschnitt geöffnet.
Ein Plastiksackerl mit Fotos, ein Fotoaparat und ein Stammbuch waren mein Besitz.
Im Lehrlingsheim Augarten angekommen, wurden meine Personalien aufgenommen und ich wurde zur neuen Gruppe gebracht. Ein älterer Herr mit Brille und einem für seine Gestalt zu großen grauen Arbeitsmantel kam mir entgegen. Er gab mir die Hand und fragte, von welchem Heim ich sei. Danach sagte er: "I bin da Herr Brich und bei uns gibts ka Oaschkräulerei, wenn dir wos net paßt, dann sog 's". Am gleichen Tag am Abend war Dienstwechsel, der zweite Erzieher trat seinen Dienst an. Er war nicht gar so groß, mit starken Muskeln und etwas untersetzt. "I bin da Herr Ladnischka, und wenn du net parierst, gib i da a Watschn, diesd net vergessn wirst." Später erfuhr ich, das Herr Ladnischka irgend einen Boxertitel in Wien erworben hat. Also, die Gemeinde Wien hat sich sehr wohl bemüht, uns die richtigen Pädagogen zur Lehrlingsausbildung zur Verfügung zu stellen.

L.G.Johann.......index.php?page=Attachment&attachmentID=1364....Danke, arnolddarfalles für das Bild

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Mittwoch, 18. März 2015, 20:06

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Herr Ladnischka ... Boxertitel ... Gemeinde Wien ... richtigen Pädagogen zur Lehrlingsausbildung zur Verfügung

Ooh jaa...Gemeinde Wien hat für uns sicher weder Kosten noch Mühen gescheut ;)
Vielleicht weiss das jemand der (noch)"älteren" Hütteldorfern von euch hier etwas genauer:
Es ging zu meiner HÜ-Zeit das Gerücht, dass der Blazek vor Hütteldorf irgendwann Boxer war;
Hattet ihr auch zu eurer Zeit mal davon gehört?

Zum Häusler:
Ich bin mir sicher, dass er nur von sehr wenigen HÜ-Heimkindern deren Namen wusste;
Während meiner Zeit (1979-1987) sehr wahrscheinlich von wenigen-bis-keinen,
und ob jemand Hilfe braucht, ging sowohl ihm als auch nahezu allen Erzieher/innen am A... vorbei.

LG,CB

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Mittwoch, 18. März 2015, 21:18

Hütteldorf 1972-1979

Hallo ChristianB

Da hast Du sehr recht mit der Herrschaft von Hütteldorf geholfen hat uns keiner wir waren alleine Häusler war ein großer alter Mann der mit uns nicht viel geredet hat Blazek so viel ich weiß hat er zur meiner Zeit keine Gruppe ob er Boxer war mag sein denn er war sehr Sportlich gebaut

Grüß Klagenfurt

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Donnerstag, 19. März 2015, 11:11

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Ich war ganz einfach auf mich gestellt, ohne irgendeinen Rat zu erhalten. Von einem geordneten Tagesablauf hin zu einem neuen Anfang.
Oh ja, dieses Gefühl kenne auch ich sehr gut. Bei mir war es sogar ein Gefühl ausgesprochener Angst, als ich mit acht Jahren, mitten unter dem Schuljahr, aus der gewohnten Umgebung herausgerissen wurde, und mit Anfang Jänner 1965 auf die Hohe Warte kam. Diese Angst hat sich dann in der Folge auch als vollkommen berechtigt herausgestellt, und bescherte mir selbst noch bei meinen späteren beiden Übertritten in "normale" Internate/Schülerheime, jedes mal ein ausgesprochen mulmiges, banges Gefühl, obwohl ich dann schon älter war, und die Zustände in jenen Internaten nicht mit jenen vergleichbar waren, welche ich im EHW zu erdulden hatte. Dennoch kann ich sogar sagen, dass mir das bis heute nachhängt, und mich jeder, vor allem unfreiwillige Wechsel wahrscheinlich mehr belastet, als dies normalerweise der Fall wäre.

Lustig daran ist bestenfalls, dass ich damals, nach dem Einrücken beim Bundesheer, vor dem mir ja auch so alles mögliche erzählt worden war, von wegen "Wadln vire richten" und so, erleichtert festgestellt habe, dass sogar der Drill und die üblichen Schikanen während der Grundausbildung der sprichwörtliche "Lercherlschaß" waren, verglichen mit dem, was ich schon als Kind im EHW hatte erleben müssen.
Liebe Grüße,
Robert

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Donnerstag, 19. März 2015, 19:49

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Auch mir war bekannt, dass sich Blazek in jungen Jahren als Boxer versuchte. Der hatte doch eh so eine deformierte, verbogene Nase die dafür spricht. Außerdem dürften's den auch ordentlich eins auf seine Birne gegeben haben. Ganz dicht war der Typ wohl nicht. Eine hier schon oft erwähnte brutale Sau. Soviel ich auch weis, begann seine Laufbahn in HÜ so 1971/72

Gruß
arnolddarfalles

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Donnerstag, 19. März 2015, 20:51

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Mir war das auch bekannt das er in seiner Jugend Boxer :boxen war bis er den Unfall ( :a115: ) mit seiner Hand gehabt hat, so weiss ich es von seinen erzählung ob es stimmt hmmm :c024: ich glaub schon

BH war auch harmlos für mich und leider :11B95E~110: war ich auch im Gefängnis ( Alimente) einmal 6 Wochen dann 3 Monat und zum schluss 12 Monate (bin nicht stolz darauf :118243~111: ) und das alles wegen Beilsteuer gggg aber das war gegenüber Hütteldorf ein Wellness Urlaub :traum . Es kann mir auch keiner mehr erzählen wie es dort zugeht :hehe gggg Alle die dort drinnen gejammert haben wie schwer es dort ist, dachte ich mir nur was für Waschlappen , innerlich lachte :10_small20: ich mich kaputt

so :s4uspbl02: genug für heute Wünsche euch eine ruhige Nacht guts Nächtle :s4uspbl14: Lg Wolfgang

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Donnerstag, 19. März 2015, 20:51

Damals 1965 - 1974


Es ging zu meiner HÜ-Zeit das Gerücht, dass der Blazek vor Hütteldorf irgendwann Boxer war.

Diese Frage kann ich Dir nicht beantworten, weil ich Herrn Blazek zu wenig persönlich kannte. Seine Leidenschaft war, wie oft erwähnt das Fußballspiel und der ehemalige Rapidplatz.

Da am 11.4. ein Treffen stattfindet, werde ich mich dort schlau machen. Herr Ernst wird vielleicht mehr dazu sagen können, da er ihm besser kannte.

Über Dir. Häusler werde ich noch einen Beitrag schreiben, wie ich ihm gesehen und erlebt habe. Er war eine eigene Persönlichkeit, sein Markenzeichen war, das rauchen der Zigarren und der schneeweiße Arbeitsmantel.

L.G. Johann

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Freitag, 20. März 2015, 00:29

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Blazek ... Leidenschaft ... Fußballspiel

...auch daran kann ich mich guut erinnern ;)

Der Blazek war ja "Austrianer" und ging in HÜ bevorzugt auf alle nicht-Austrianer los...!

Seine "HÜ-Lieblings-Austrianer" waren ja der Andreas Mo_elt und der Andreas Schü_el,
und wenn Blazek in deren Gruppe Springer war, durften diese Zwei alles machen - wirklich alles;
Sie spielten sich gegenüber den Kleineren/Schwächeren derselben Gruppe als Erzieher auf,
inklusive hintreten(Schü_el) sowie Watschen/Kopfnüsse an andere austeilen.

Sie hatten buchstäblich Narrenfreiheit und waren beim Blazek derart beliebt;
Hätten sie einen Haufen am Tisch gemacht, der Blazek hätte ihnen auch noch ein Klopapier gebracht,
während wir am WC nur A5-zugeschnittene Zeitungsblätter zur Verfügung hatten...!

Und der Häusler; Das Rauchen der Zigarren und der schneeweiße Arbeitsmantel...wie zu meiner Zeit ;)

@wolfgang68:
Vom Blazek-Unfall habe auch ich in HÜ gehört; Nur gab´s davon mehrere "Versionen";
Wäre interessant, welche und ob irgend eine davon der Wahrheit entspricht bzw. nahekommt :c024:

LG,CB

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Freitag, 20. März 2015, 18:51

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo Christian!

@ Seine "HÜ-Lieblings-Austrianer" waren ja der Andreas Mo_elt


Ich "kenne" einen Andreas M.
Der, den ich meine ist bei der Feuerwehr und bei der Facebook-Gruppe "Stadt des Kindes"


Lg. Mariechen

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Freitag, 20. März 2015, 18:54

Bundesheer

Einrücken beim Bundesheer.............Grundausbildung...........

Wenn am Abend nach dem Essen schönes Wetter war, zog ich den graugrünen Jogger an und lief in der unberührten Natur umher. Dabei blies mir der kühle Wind entgegen um meine quälenden Gedanken zu verdrängen, so ging es bergauf und -ab innerhalb des Kasernengeländes.

Ja, das Bundesheer! Im ersten Monat war die Grundausbildung angesagt. In diesem Zeitabschnitt gab es am Wochenende keinen Freigang. Viele Grundwehrdiener haben darunter gelitten, fern von zu Hause zu sein, mich hat das nicht gestört, auf Grund meiner Heimzeit. Das Wunderbare war, wir haben alle zusammengehalten, wenn jemand das Bett nicht machen konnte, so wurde er unterstützt. Als das Monat vorüber war und ein Soldat später ein Sternchen bekommen hat, war es mit dem Du-Wort vorbei. Vor mir stand jetzt der Herr Gefreite, welcher als Gruß zu salutieren war. Ich hatte ein kleines Schachspiel mit Magnetfiguren, welches ich immer bei mir trug. Dank Erzieher Neuwirth konnte ich mich beim Spiel behaupten und gewann öfters gegen einen älteren Diplomingeneur, der es nicht fassen konnte, wenn er gegen mich verlor. Wir hatten einen Soldaten, der konnte innerhalb von 5 Minuten das ganze Soldatenlied auswendig. Ich brauchte wesentlich länger dazu, er war ein beneidenswerter Mensch.
Nach der Grundausbildung kam ich ins Lager und half, die Baracken auszumalen. Besonders gut ging es uns in der Küche, dort hatten wir für unsere Arbeit zusätzlich genug zu Essen bekommen. Nach 8 Monaten habe ich als Wehrmann mit einer Anerkennungsmedaillie um den Hals die Kaserne verlassen.

L.G. Johann

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