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Klagenfurt

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581

Mittwoch, 3. April 2019, 22:02

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Hallo Christian B
freue mich sehr wieder etwas von dir zu lesen. Ich finde es Toll, dass du dich noch an alle Erzieherinnen erinnern kannst. Marianne hat nie irgend ein Musikinstrument in der Hand genommen um mit uns zu singen. In erster Linie war es Strohmeier, die ohne Gitarre nicht Leben konnte. Hast du noch mit einigen Heimkinder von damals Kontakt oder seit ihr alle einfach auseinander gegangen. Marianne hat mit mir noch Kontakt und ab und zu telefonieren wir und reden von damals Heute sind wir Leiter in alle Winden zerstreut.



L.g Klagenfurt

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Samstag, 6. April 2019, 11:06

Hallo Rimy

Das Forum ist für uns eine Herausforderung, auch wir haben einiges verdrängt und wieder durchs Schreiben ins Bewusstsein zurückgeholt.
Auch bei mir war es nicht anders, doch heute betrachte ich alles aus einen anderen Blickwinkel .
Daher ist der ständige Kontakt unverzichtbar, um negative Erfahrungen abzubauen, da wir ja alle davon betroffen waren und keiner verschont wurde.
Beim Gastwirt Schwabl in der Schlachthausgasse treffen wir uns einige Male im Jahr, organisiert von Robert.
Hier ist jeder willkommen und kann über seine Probleme ungeniert reden.
Ernsti wiederum stellt für sein großzügiges Grillfest den naturbelassenen Garten zu Verfügung, um alle ehemaligen Hütteldorfer wieder zusammenzutrommeln. Im Garten bietet sich zusätzlich auch die Gelegenheit, Ernstis berühmte Bio-Tomaten bewundern.
Auch unser Michael aus Klagenfurt, besitzt die Fähigkeit oft Stundenlang telefonisch über seine Heimzeit zu plaudern, ohne Ermüdungserscheinung zu zeigen.

So trägt jeder auf seine Art ein Stück dazu bei, um die Gemeinschaft zusammenzuhalten.


LG, Johann

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Samstag, 6. April 2019, 11:49

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Das nächste Treffen - vom Verein Ehemalige Heim- und Pflegekinder - findet am 01. Juni 2019 statt.
Zeit: 17:00 Uhr
Treffpunkt: Gasthaus Schwabl
1030 Wien, Erdbegstraße 111
Zu erreichen mit der U 3 bis Schlachthausgasse, Aufgang Schlachthausgasse, links bis Erdbegstraße, über die Ampel drüber, dann wieder links bis Erdbergstraße 111
oder
Linie 18 bis Endstation Erdbergstraße,
Schleife Erdbergstaraße (1 Station nach der Schlachthausgasse)
in Fahrtrichtung gehen, bis Schlachthausgasse / Erdbergstraße, über die Ampel
Erdbergstraße 111

LG
Robert :top

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Montag, 8. April 2019, 19:23

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Toll, dass du dich noch an alle Erzieherinnen erinnern kannst.

Hallo alle zusammen :-)

Naja, an alle Erzieher/innen kann ich mich nicht erinnern; Zumindest nicht in allen Details ;)
Es gab zB. auch eine Erzieherin Namens Hildegard;
Ich glaube, dass sie Kärntnerin und ca. 1983-1985 in HÜ tätig war.
Da sie jedoch im rechten Gebäude eine Kleinkinder-Gruppe hatte,
ich jedoch im "linken" Gebäude oben im Dachgeschoss - GruppeIV - Inge
und ab September 1984 einen Stock tiefer in GruppeIII - Edith Czermak war,
habe ich an Hildegard überhaupt keine persönliche Erinnerung :-/

Dass ich bezüglich "Gitarre-spielen" Strohmeier mit Marianne verwechsle, ist sehr gut möglich
und ich habe auch in meinem Posting vom 01.April darauf hingewiesen.
Aber ich war damals 7 bzw. 8 Jahre "alt, und beide Frauen waren gross & schlank/dünn :-)

Was ich jedoch bei Marianne sicher weiss, ist, dass sie singen "konnte",
denn bei den Schulmessen im HÜ-Speisesaal sang Marianne häufig mit,
und in den Sommerferien bei den Busausflügen in die Steiermark und/oder sonstwo hin
sangen wir Kinder mit ihr gemeinsam irgendwelche Ausflugslieder...

Wer jedoch bei Ausflügen ein guter "Entertainer" war: Der Szeliansky Andreas!
Er war Anfang 80er bereits ein "grösseres Heimkind", und wenn wir irgendwo in der Wiese sassen,
nahm er einfach ein rumliegendes Holzstück als Mikro und sang diverse "Kinderlieder"
wie zB. "Lustig ist das Zigeunerleben" und viele Andere(habe leider vergessen),
was sowohl uns Kleinkinder als auch die Erzieherinnen - Marianne war auch dabei - begeisterte!

Vielleicht habe ich den Namen Szeliansky falsch geschrieben, aber wie immer gilt:
Änderungen, Korrekturen & Ergänzungen sind bei mir ausdrücklich erwünscht... ;)

LG,CB

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Dienstag, 9. April 2019, 19:28

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

nutze Neuwirt die Gelegenheit...vor den anderen lächerlich zu machen...Goschert und kannst nicht einmal Brustschwimmen

...ich kenne derartiges vom Erzieher Blazek Gerhard:
Heimkinder mit (Krankenkassen)Brille hatten bei ihm kein leichtes Leben,
und wenn man nicht "Austrianer" war, dann sowieso nicht;
Ich erinnere mich, dass Blazek einem ca. 11j.-Zögling dessen "Rapid-Hut" vom Kopf "gewischt"
und ihm einen A...-Tritt verpasste, mit den Worten:"Stöö Di do in die Reihe!"
Andere, bereits grössere Zöglinge wie zB. Andreas Schübl und Andreas Motzelt
waren seine Lieblinge, obwohl Motzelt stimmbruchbedingt gerade eine hohe Stimme hatte;
Man brauchte eben "nur" Austria-Fan sein... :/

Blazek sagte ebenfalls häufig im Duschraum laut & deutlich über manchem Zögling:
"Schaut´s euch DEN ... an: Der hat a Brust wie a eing´haute Wirtshaustür´!"
und den (damals)schielenden Zögling Dominik B. nannte er meist "Clarence"
(Nach dem schielenden Löwen Clarence aus DAKTARI, Anm.).

LG,CB

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Freitag, 12. April 2019, 09:22

Brückenbau

Betrifft ehemalige Hütteldorfer die sich noch nicht bei uns im Forum meldeten. Warum baut ihr Mauern und lauert in der Ferne? Brücken sollt ihr bauen und uns auch Hütteldorfern Vertrauen.
Liebe grüsse Ernestro.

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Samstag, 13. April 2019, 08:03

Lieber ChristianB

Erz. Blazek war, was Fußball angeht ein wenig Fanatisch veranlagt, oft ist er in den siebziger Jahren mit seiner Gruppe zum Rapid Platz gegangen. Einmal durfte auch ich dabei sein, wir standen alle in der vordersten Stehreihe, wo Holzstangen den Spielrassen von dem Zuschauern trennte. Ich weiß nicht mehr welche Mannschaft damals spielte, jedoch haben wir sie mit großen Eifer angespornt. In unserer Gruppe wurde nicht viel über Fußball diskutiert, daher bestanden auch keine Ambitionen. Vielleicht lag es auch daran, dass Schwester Emma fürs Fußballspielen nichts übrig hatte. Der liebste Sport für mich war „Völkerball“, der betonierte Spielplatz (Käfig) neben der Schule war bestens geeignet um dort mit Erz. Neuwirt zu spielen. Nicht selten gab es heftige Schreiduelle in der Gruppe Blazek untereinander, die sich Hauptsächlich um Fußballereignisse handelte. Gelegentlich nutzte Ernsti seinen Besuch, um auch auf der Schlangenwiese oder am Himmelhof mitzuspielen. Mehrere Hemden und Hosen wurden zu einen Haufen zusammengeworfen und dienten als Torstangen oder einer aussen Abgrenzung. Lange Kontakte pflegte der ehemalige Zögling Zimmerrolli mit Blazek, wenn er von Salzburg nach Wien reiste, gingen sie gemeinsam zum Fußball Match. Es war kein offenes Geheimnis, jeder Erzieher(innen) hatte um sich seine Lieblinge versammelt, diese genossen mehr Rechte und Freiheiten, als die übrigen Kindern. In Gegenwart solcher Zöglingen mußte man sich zweimal überlegen, was man gegen den Erzieher sagen wollte um nicht in Ungnade zu stürzen.


Meint: Johann

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Sonntag, 14. April 2019, 18:48

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo liebe Hütteldorfer!
Ich hoffe es geht euch allen gut. Mir selbst geht es gut. Habe eine neue Wohnung und bin eigentlich schon fast fertig mit dem Umbau, einrichten usw. vielleicht schaffe ich es auch wieder mal, meine Meinung kund zu tun. oder mit euch zu plaudern.
Viele liebe Grüsse

arnolddarfalles

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Montag, 15. April 2019, 15:22

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Damals herrschte eine heftige Auseinandersetzung zwischen Betreuer Neuwirt und einen Lehrling. Bei einer Besprechung erwähnte der Lehrling eine Anzeige gegen Neuwirt einzureichen. Daraufhin sprang dieser plötzlich auf und zerrte den Lehrling zum nächsten Telefon um die Polizei zu verständigen. Nach kurzer Zeit fuhr eine Funkstreife ins Heimareal hinein. Wir standen alle beim Fenster und beobachtenden, wie zwei Uniformierte das Nebengebäude betraten. Als sie dann wieder wegfuhren, war für uns das Geschehen ein aktuelles Dauergespräch. Nach einigen Wochen bekamen beide eine Vorladung vom Gericht zugestellt. Neuwirt wirkte während der ganzen Zeit über entspannt, wir hatten den Eindruck ihm sei alles Wurscht gewesen. In unser Gegenwart sagte er zum Lehrling wo sich das zuständige Gericht und der Verhandlungssaal mit der entsprechenden Türnummer befand. Unwissend bekamen wir Angst was wohl dabei herauskäme, wir hatten richtigen Respekt gegenüber Neuwirt eingenommen. Nach der Gerichtlichen Verhandlung war der Lehrling nicht mehr im Heim anzutreffen, wir vermuteten, daß dieser in ein anderes Lehrlingsheim wie zum Beispiel Eggenburg überstellt wurde.
Wenn unter die Lehrlinge Geld oder andere Wertgegenstände verschwunden waren und nicht mehr auffindbar war, hat man immer als Drohung die Polizei herangezogen. Wenn also wieder Sicherheitsbeamte das Haus aufsuchten, wußten wir, bei die Lehrlinge ist wieder etwas gestohlen worden.


Eurer Klagenfurter Michael

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Montag, 15. April 2019, 20:31

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

...auch wähend meiner HÜ-Zeit ist immer wieder jemand etwas gestohlen worden;
Aber die Polizei habe ich nie in HÜ gesehen...
Derartige Vorkommnisse waren für die Erzieher nur dann interessant,
wenn es einen ihrer "Lieblinge" betroffen hatte.
War man nicht Erzieher´s Liebling, dann war es generell wurscht!

Das "Spektakulärste", was mir "abhanden" kam, war mein Radiorekorder GRUNDIG RR1600a;
Damals - Oktober 1986 - gerade mal 3Monate "jung" gewesen.
Und obwohl von den damaligen Küche-Mädels Fr.Liesl & Fr.Käthe
ein "Verdächtiger" beim Verlassen des Heimes damit gesehen wurde;
Sie sagten in der Kanzlei beim Otto sogar aus, dass sie sich noch wunderten:
"Der Sch...meier geht da mit an Radio, der schaut wie der vom Christian aus...!",
wurde dieser Vorfall vom damaligen Heimleiter Dr.Otto "totgeschwiegen";
Dr.Otto und Hilde Usati haben mir damals sogar mit Konsequenzen gedroht,
wenn ich bei der Polizei eine Anzeige machen würde... :-/
Die genannten Küche-Mädels kannten meinen GRUNDIG-Riesen deshalb,
weil sie mich vor dem Diebstahl häufig damit gesehen haben und niemand in HÜ
ein vergleichbares Riesen-Gerät besessen hatte...war damals mein ganzer Stolz...
:(

Der einzige Lehrling während meiner HÜ-Zeit war übrigens der "Mini-Max",
welcher ab 1983 Bäckerlehrling in der Bäckerei Schwarz lernte,
und im linken Gebäude ganz oben in einem absperrbaren Bereich sein Zimmer hatte...
Die Bäckerei Schwarz existiert sogar noch;
Ich hatte erst am 07.April 2019 mit meiner Freundin
einen Ausflug nach HÜ zur Schule Ha-Kai 15 und zur Himmelhofwiese gemacht ;)

LG,CB

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591

Mittwoch, 17. April 2019, 07:05

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

:ostern

Wünsche euch allen schöne Ostern

euer Klagenfurt

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Klagenfurt« (17. April 2019, 07:19)


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592

Sonntag, 21. April 2019, 06:41

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Wenn ich so zurückdenke, waren die Osterfeiertage eher ruhig im Heim. Bis zu zwanzig Kindern blieben zurück und wurden nicht abgeholt.
Betreuerin Strohmeier versteckte im Umkreis des Brunnens die Ostereier. Zufrieden beobachtete Direktor Häusler von Balkon herab, wie die kleineren Kinder voller Begeisterung die versteckten Eier suchten und in eine Papier Schachtel legten.
Betreuerin Strohmeier bestand darauf, daß auch die älteren Kinder sich an der Suchaktion beteiligen sollten. Weniger erfreut streiften sie durch Gras um auch mitzuhelfen, jedoch wurde jedes gefundene Ei sofort verzehrt.
Zum Abschluss kam der Herr Direktor zufrieden hinzu und verteilte mit Betreuerin Strohmeier Sackerln mit Ostern - Nascherei an alle anwesenden Kindern.
Am Nachmittag fuhren die Jüngeren gemeinsam nach Schönbrunn und die Älteren hatten Ausgang und durften ins Kino oder sonst wo hingehen.

Liebe Grüße: Michael aus Klagenfurt

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Sonntag, 21. April 2019, 07:05

Ostern Kinderheim - Hütteldorf

WIR HATTEN TRAURIGE OSTERN. KEINE EIER SUCHE ABER DAFÜR IM TAGRAUM MANCHMAL SCHLÄGE ZU ERWARTEN. ES WAR ZU MEINER ZEIT EINE NACHKRIEGSERZIEHUNG . IM JAHR 1960 WURDE ES DANN ERTRÄGLICHER.
LIEBE GRÜSSE ERNSTRO:

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594

Sonntag, 21. April 2019, 13:36

Kinderheim Hütteldorf - Ostern

Osterfeiertage...ruhig im Heim...zwanzig Kinder blieben zurück...nicht abgeholt

...das war auch während meiner HÜ-Zeit so.
Eine Eiersuche gab es zu meiner Zeit nicht(mehr), aber ich erinnere mich an die gefüllten Eier,
welche es Samstag(Sonntag?) Abend zum sogenannten "kalten" Abendessen gab.
Ich muss zugeben, dass die Dinger für uns Heim-Verbliebene extrem lecker waren,
denn sowas Gutes kannten wir/ich bis dato noch nicht...!

Vielleicht erinnert sich noch jemand, dass es einmal wöchentlich, am Mittwoch nämlich,
ein "kaltes Abendessen" - bestehend aus Speckbroten, Inzersd.-Puszta-Aufstrichdosen- gab.

Und ca. ab Herbst 1985 gab es an manchem Ausgang-Wochenende für uns Verbliebene sogar Lasagne.

LG & eine schöne Osterzeit euch HÜ-Kollegen, ;)
CB

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Sonntag, 21. April 2019, 20:21

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Lieber ChristianB

Ich hatte vielleicht damals das unbeschreibliche Glück gehabt, von die Betreuer: Marianne, Hilde und Neuwirt anders behandelt zu werden, als die übrigen Kameraden. Sicherlich gab es auch einige Kinder darunter die mich provozierten, wenn die drei genannten Betreuer nicht anwesend waren. Niemand war es verborgen geblieben, wie man mich mit Bedacht behandelte. Marianne hielt immer schützend die Hand über mich, wenn irgendwo eine Auseinandersetzung gab. Auch Betreuer Neuwirt schickte mich vorher in den Garten hinauf und schlichtete die Streiterei unter den Kindern auf seine Art. Nicht zu vergessen lag es auch daran mich mit Sorgfalt zu behandeln, da ich auf Grund meiner Krankheit oft das Spital aufsuchen mußte. Oft lag ich mehrere Monate im Krankenhaus, wo niemand mich besuchte, weder meine Eltern noch irgend eine bekannte Person aus Hütteldorf. Den versäumten Lernstoff habe ich weder im Spital noch im Heim nachgeholt. Niemand kam auf die Idee, mich in dieser Hinsicht das Vergessene wieder zu vermitteln.
Viele kranke Kinder kamen, und gingen nach kurzer Zeit wieder nach Hause, jedoch blieb ich immer allein zurück. Später als ich wieder im Heim war, verlief der Tagesablauf so, als sei ich nie fort gewesen.
Für Direktor Häusler wäre es keine großartige Sache gewesen, die Lehrerin Strohmeier damit zu beauftragen mich freiwillig zu unterrichten.
Im späteren Berufsleben habe ich, was heute an Bildung selbstverständlich ist, mit harten Kampf und viel Überwindung nachholen müssen. In dieser Hinsicht danke ich all jenen, die an mich geglaubt haben und es mir ermöglicht haben, meinen Traumberuf die Gärtnerei zu erlernen.

Liebe Grüße: Michael aus Klagenfurt

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Montag, 22. April 2019, 09:59

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Jaa, ich erinnere mich jedesmal gerne und gut an Schwester Marianne, wenn ich hier im Forum bin;
Sie hatte sich wirklich "ehrlich" bemüht, uns (damals)Kleinen eine angenehme HÜ-Zeit zu gestalten.
Unsere / meine erste Gruppe (Nr.1 oder 2) war damals im EG des rechten Gebäudes;
Zuerst durch die Halle, dann nach rechts und dann die Türe links hinein.
Dieser Gruppenraum war ja quasi 2-geteilt, und im rückwärtigen Bereich
ist auch damals mein Faschingsfoto entstanden:

Den Neuwirth habe ich nur "aus der Ferne" gesehen; Er ging ja ca. 1982/1983 in Pension,
und die Hilde...naja; Einmal war´s positiv, dann wieder negativ...heute auch egal!

Schulbedingte Bildungsdefizite hatte ich hauptsächlich durch die Ha-Kai-Schule;
War ja damals sogenannter 2.Klassenzug und ohne Englisch-Unterricht.
Ursprünglich war ich zugegebenermassen froh, dass dem so war,
aber in meiner (Radio-/Fernseh-)Lehrzeit hatte ich dann in der Berufsschule "plötzlich" Englisch;
Und ich stand da "mit gewaschenem Hals" und musste im ersten Lehr-Halbjahr "Gas geben",
mir viele Vokabeln in mein Gehirn prügeln, um dem Unterricht folgen zu können.

Dass ich trotz 2.Klassenzug meinen Traumberuf in einem grossen Elektronikkonzern erlernen konnte,
ist ausschliesslich meiner Hartnäckigkeit zu verdanken;
Nach einer ersten telefonischen Absage erschien ich unangemeldet beim damaligen Personalchef
mit meinen Papieren, Zeugnissen und Bedienungsanleitungen all meiner Geräte aus diesem Konzern.
Wenn das heute Jemand macht, kommt wahrscheinlich gleich der Security...naja, andere Zeit ;)

LG,CB

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Dienstag, 23. April 2019, 09:22

Bravo ChristianB

Es ist bewundernswert, daß Du selbst zum Arbeitgeber gegangen bist um Dich dort für die Arbeit zu bewerben. Wir hatten nicht einmal gelernt, wie man sich gegenüber Vorgesetzten zu verhalten habe, geschweige einen Lebenslauf zu schreiben. Auch unsere Aussprache war unterwürfig und kurz formuliert, es mangelte einfach an Wissen. Die nächste Station war das Lehrlingsheim Augarten, wo kein Erzieher interessiert war Deine Talente zu fördern. Vielmehr wurden wir mit verbaler Gewalt gezwungen die Goschen zu halten und nicht seine Meinung zu äussern. Schwester Emma hat für mich damals ein Ansuchen für die Gemeinde geschrieben. Selbst war ich unfähig solch ein Schriftstück aufzusetzen. Viel Gedanken dürfte man sich damals nicht gemacht haben, wie es später mit uns weitergehen soll. Vielleicht sollten wir alle brave Hilfsarbeiter am Bau werden, ohne große Verantwortung zu übernehmen wie es so schön im Heimakt vermerkt war. Ein chaotisches Elternhaus, keine Freunde die uns unterstützt hätten und dann die große Gefahr von der Aussenwelt verschlungen zu werden. Leichtgläubig wie wir waren, standen wir ohne Lebenserfahrung auf der Straße und mußten uns erst einmal selbst finden. Ein Besuch in die alt vertraute Umgebung Hütteldorf war undenkbar, weil man kein Liebling der ErzieherInnen war und auch der Direktor wußte mit uns nichts anzufangen. Man wurde im Heim durchgefüttert und eingesperrt ohne das Areal jemals verlassen zu dürfen, bis zum fünfzehnten Lebensjahr und dann plötzlich auf nimmer Wiedersehen. Daher ist es nicht zu verwundern wenn viele den Übergang nicht geschafft haben.



LG. Johann

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Dienstag, 23. April 2019, 10:29

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Besuch in die alt vertraute Umgebung Hütteldorf ... undenkbar

...mein letzter "Besuch" im HÜ-Heim war im Jahre 1989, weil ich wissen wollte,
ob sich seit meinem Heimaustritt 1987 etwas verändert(=verbessert) hatte;
Aber dem war nicht so!
Auch waren die "Schwestern" Inge und Ilse nicht besonders erfreut, mich zu sehen,
also liess ich´s von da an sein und fuhr dann nur noch max. 1x / Jahr in die Ha-Kai-Schule;
Dort wiederum war wegen einer "unschönen Geschichte" mit meinem Ex-Lehrer Walter Müller
mein letzter Besuch im Frühjahr 1991...!

...seitdem fahre ich 1-2x im Jahr bei Schönwetter mit meiner Freundin nach Hütteldorf
und wir gehen da zur Himmelhof-Wiese und/oder in den Lainzer Tiergarten ;)

LG,CB

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Mittwoch, 24. April 2019, 13:03

Volksanwalt

Der Volksanwalt Günther Kräuter hat heute im Radio Ö1 einen Rückblick in der Funktion als „Anwalt für die kleinen Leute“ ein Interview gegeben. Dabei hat er auch das Thema der Heimkinder nochmals kurz erwähnt und die Missstände angesprochen.
Heute sei er froh darüber, daß diese jetzt eine Art Entschädigungszahlung für das ertragene Leid erhalten. Im Juni wird im Parlament die Volksanwaltschaft neu gewählt, wobei Günter Kräuter mit einer Verlängerung seiner bisherigen Amtszeit nicht damit rechnet, obwohl er gerne weitergemacht hätte.
Wir können ihm für seinen unermüdlichen Einsatz in Sachen Heimkinder nur danken, und ihm alles Gute für seinem weiteren Weg wünschen.

Dankeschön: Johann

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Johann« (12. Mai 2019, 19:09)


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Klagenfurt

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Mittwoch, 24. April 2019, 13:19

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Zum Nachdenken

Jetzt wo vermehrt die warmen Frühlingstage durchs Land ziehen, wird der eine oder andere Wanderer bei der Seuttergasse 29 vorbeischauen, um die alten Kindertagen wieder in sich zu vereinen. Viele verdrängte Bilder werden zum neuen Leben erweckt werden und kein Vertrauter ist weit und breit zu sehen, der mit ihm seine Jugend teilt. Wie schön, wenn nur eine kleine verwitterte Holztafel mit Telefonnummer oder eine Anschrift wie „ Wir Heimkinder. at“ zu lesen sei. Aber nichts dergleichen ist zu sehen, somit zieht der Wanderer betrübt seinen Weg fort zum ehemaligen Spielplatz „Himmelhof“ hinauf. Vielleicht, so denkt er sich, wird der Tag kommen, wo er nicht mehr die erlebnisreichen Wanderwege der Vergangenheit allein durchschreiten muß.

Liebe Grüße euer Klagenfurt

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