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P.A.S.St.

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Montag, 30. Juli 2012, 15:39

Schläge vom Fleischer

aber mir ist ein fall bekannt...das war in den 80zigern...da gab es einen erzieher der hatte einen schwager und der war polizist...dieser polizist kam uaf besuch...ein zögling...sagte spasshalbert etwas über die polizei...daraufhin...schlug der erzieher so schlimm auf den zögling ein ...das er fast benommen war...der herr schwager ...der polizist...half dem zögling...aber nicht!!!ich denke das sich einiges geändert hat...aber die erzieher schlugen weiterhin ...und der meister in der fleischhauerei war auch ein schläger...tut mir leid ...aber schläge gab es auch noch 1980...lg


Ich kann nur für 3 Jahre Eggenburgerfahrung reden. Das war vom Februar 1970 bis Februar 1973. Ich will und kann daher nur das berichten, was ICH persönlich erlebt habe und aus dieser Zeit Stellung nehmen. Ich will auch nicht auf Dinge eingehen, von denen ich lediglich gehört habe. Nach Raupen im Sauerkraut zu suchen, finde ich nicht richtig und ein Kesseltreiben gegen den Verdacht des Verdachtes schon gar nicht. Vielmehr sollten wir versuchen uns in Freundschaft beizustehen, um uns aus der Vergangenheit so befreien zu können, um unser letztes Lebensviertel oder Drittel in Selbstachtung gut durchleben zu können.

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Montag, 30. Juli 2012, 16:09

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

Hallo P.S.S.ST, genauso ist es, man kann nur berichten wo man selbst dabei gewesen ist. Alles andere sind Spekulationen und Vermutungen bis hin zum Rufmord.

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schloss-altenberg nö

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Montag, 30. Juli 2012, 16:51

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

hallo P.A.S.ST

da gebe ich dir natürlich recht!nur als altenberg aufgelöst wurde kam mein kleiner bruder später für kurze zeit nach eggenburg...daher weiß ich von dem vorfall..später kam mein bruder auf die hohe warte...auch da war er nur kurz...aber über die hohe warte z.b. sagte er die erzieher konnten zwar auch arg zu schlagen...aber sonst wäre es ok gewesen...und so denke ich...das fast jeder etwas anderes zu den verschiedenen heimen was sagen kann...wo ich es gut fand...sagen andere ehemalige das es für sie dort der wahnsinn war...ich glaube auch das die zeit die jahre...jedes heim verbessert oder verschlechtert hat...damit möchte ich sagen...das wir wahrscheintlich nie einstimmig sagen können wo es gut oder schlecht war...lg

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Montag, 30. Juli 2012, 19:29

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

Es war und bleibt sowieso eine Schweinerei und Sauerei, wenn Kinder etliche Heime durch leben mussten. Denn durch den ständigen Wechsel der Anstalten wurden sie nicht gewurzelt sondern eher weiter entwurzelt. Traurig das ich nach Jahren zu dieser Erkenntnis kommen hab müssen. Jedes Heim hat den Kindern die Persönlichkeit gekostet. Und die Heime zur damaligen Zeit ist meine Meinung waren entweder gleich schlecht oder gleich verträglich würde ich meinen. Denn "GUT" dieses Wort kann man wirklich nicht sagen. Kein Heim ist gut und ersetzt irgendwie das Elternhaus od. die Geborgenheit die man gebraucht hätte.

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Montag, 30. Juli 2012, 19:37

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

es gab viele mordversionen über peter ihle (von mir ein haberer in hütteldorf), die einem das gruseln lehrten, da ist es schon egal, wie "er" umgebracht wurde und was das motiv war. für mich zählt, dass ER nicht mehr am leben ist und das stimmt mich heute noch traurig, das "warum" hat für mich heute noch eine bedeutung.


jeder mord ist zuviel.

viele zöglinge kamen von hütteldorf nach EG... dass aber leben, wegen nichtigkeiten, ausgeschaltet werden,... nur kopfschütteln bleibt mir da über...
wo waren die erzieher, die eigentlich die jugendlichen nicht aus den augen lassen durften... fragen über fragen, die nie wieder beantwortet werden...

dass nach dem mord das "heimleben" etwas besser wurde, wage ich zu bezweifeln, da EG noch immer in der erziehung "verschrien" war, auch nach dem doppelmord...

liebe grüße robert

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Montag, 30. Juli 2012, 21:26

Schläge

hallo P.A.S.S.ST

da gebe ich dir natürlich recht!nur als altenberg aufgelöst wurde kam mein kleiner bruder später für kurze zeit nach eggenburg...daher weiß ich von dem vorfall..später kam mein bruder auf die hohe warte...auch da war er nur kurz...aber über die hohe warte z.b. sagte er die erzieher konnten zwar auch arg zu schlagen...aber sonst wäre es ok gewesen...und so denke ich...das fast jeder etwas anderes zu den verschiedenen heimen was sagen kann...wo ich es gut fand...sagen andere ehemalige das es für sie dort der wahnsinn war...ich glaube auch das die zeit die jahre...jedes heim verbessert oder verschlechtert hat...damit möchte ich sagen...das wir wahrscheintlich nie einstimmig sagen können wo es gut oder schlecht war...lg
Ich gebe dir recht, die sichtweisen sind immer unterschiedlich und man fasst dinge sehr unterschiedlich auf. "Dem einen ist meine Nase zu weit links im Gesicht, zu weit rechts erscheint sie dem andern und dass gefällt ihm nicht, und flugs ergreift das Wort sofort der Dritte und bemerkt sodann, sie sitz zu sehr in der Mitte und ich sollt was ändern daran..........." Ich bin sehr neu, faktisch unbekannt in Eurem Forum, aber ich betrachte das, was da abgeht als sehr positiv. Allerdings sollte das Ganze als Erleichterung für jeden Einzelnen dienen und nicht zur Aufpeitschung der Emotionen. Gerne bringe ich mich da oder dort ein, wenn es Sinn macht. :top

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Montag, 30. Juli 2012, 21:35

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

hallo P.A.S.ST

ich sehe das nicht als aufpuschen...eher als austausch...und nasen...ob schief...gerade zu kurz...kann ich leider nicht als vergleich sehen...mit einem erziehungsheim...lg

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Montag, 30. Juli 2012, 22:41

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

hullo p.a.s.s.t,

nun, ich kann dir versichern, dass hier niemand emotional aufgepeitscht wird.

auch ex-heimkinder sind menschen, die gefühle haben...

das forum hat sich zum ziel gesteckt (wie du erkennen kannst), dass man über erlebnisse in heimen, missbräuche und andere erfahrungen (auch positive) "freier" reden kann. es wurde schon sehr lange über diese missbräuche geschwiegen, ja, tot geschwiegen. das blatt hat sich gewendet und jetzt sind eben die politiker gefordert, um nicht weiterhin zu schweigen.

viele user hier sind in psycho-therapie, da kann man nicht von irgend welchen aufgepeitschten emotionen reden. da gilt es erlebten missbrauch aufzuarbeiten, zu verkraften, zu therpaieren und auch mit anderen user hier zu teilen.

wenn jemand missbräuche im heim hier aufzeigt, ist es befreiend, darüber zu sprechen. auch mir fiel es anfangs sehr schwer mit "fremden" leuten darüber zu schreiben.

heute sehe ich die "fremden" user hier, als gleichgesinnte, als neu gewonnene freundInnen an und kann schon leichter über meine erlebnisse sprechen und gedanken austauschen, ohne die absicht im hinterkopf zu haben, jemanden emotional aufzupeitschen... das hatten wir schon im heim durchgemacht und erleben müssen, wenn man uns missbraucht, gedemütigt hat, uns in der natürlichen entfaltung unterdrückt hat...

mal zum nachdenken.

lg robert

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Montag, 30. Juli 2012, 23:00

Gutes/schlechtes Heim

hullo p.a.s.s.t,

nun, ich kann dir versichern, dass hier niemand emotional aufgepeitscht wird.

auch ex-heimkinder sind menschen, die gefühle haben...



lieber robert,

das ist mir schon klar, was du mir da mitteilen willst und es ist nicht die absicht jemanden zu nahe zu gehen, aber wenn du dir mein vorangegangenes Schreiben geneuaer durchdenkst, wirst du erkennen, dass ich diese ansicht bereits vorhin mit dir geteilt habe. wünsche dir aus ganzen herzen eine befreiung von deinen belastungen.



es gab viele mordversionen über peter ihle (von mir ein haberer in hütteldorf), die einem das gruseln lehrten, da ist es schon egal, wie "er" umgebracht wurde und was das motiv war. für mich zählt, dass ER nicht mehr am leben ist und das stimmt mich heute noch traurig, das "warum" hat für mich heute noch eine bedeutung.


jeder mord ist zuviel.


Es war und bleibt sowieso eine Schweinerei und Sauerei, wenn Kinder etliche Heime durch leben mussten. Denn durch den ständigen Wechsel der Anstalten wurden sie nicht gewurzelt sondern eher weiter entwurzelt. Traurig das ich nach Jahren zu dieser Erkenntnis kommen hab müssen. Jedes Heim hat den Kindern die Persönlichkeit gekostet. Und die Heime zur damaligen Zeit ist meine Meinung waren entweder gleich schlecht oder gleich verträglich würde ich meinen. Denn "GUT" dieses Wort kann man wirklich nicht sagen. Kein Heim ist gut und ersetzt irgendwie das Elternhaus od. die Geborgenheit die man gebraucht hätte.


Da bin ich nicht ganz deiner Meinung. Bestimmt sprichst Du die Wahrheit für einiger Vieler aus. Es gab aber in EE genung Zöglinge, welche es vorzogen über Weihnachten im Heim zu bleiben, als nachhause zu fahren. Ich möchte einmal eines hervorheben, was ich wieder nur für EE aussagen kann und was ich in dem ganzen Forum vermisse - Wir hatten 2 Sporterzieher und im winter fuhren wir jede Woche Schi in namhafte Schiorte, nach Aflenz sogar auf eine Woche. Im Sommer fast jedes Wochenende wurde Dir die Möglichkeit eingeräumt Höhlenforschen, Bergsteigen, Wandern zu gehen. Kajakfahren in ganz Österreich und sogar nach Italien. Einmal im Monat konnte sich eine Gruppe zusammenfinden und wir fuhren nach Wien zu Konzerten in die Stadthalle, Staatsoper, Burgtheater, Konzerthaus. Einmal im Jahr wurden Österreichrundfahrten veranstlter auf 10 Tage. Wer wollte konnte auch 2 Wochen lang den Nordsüdwanderweg begehen. Ich kenne genug, welche heute gerne das alles wieder haben wollen.

Und noch was möchte ich aufzeigen - die meisten Grausamkeiten kamen unter den Zöglingen zustande um immer seine Rangordnung beizubehalten. Da gab es in der Nacht die meisten Kämpfe, die da ausgetragen wurden. Ich habe oft den Namen Kienast gelesen. Auch ich habe ihn gekannt und kenne ihn immer noch. Der gute Kienast hat eine Metallplatte im Schädel, da er im Zuge seiner Aufsicht der Strafgruppe im Lindenhof von der gesammten Gruppe lebensgefährlich zusammengeschlagen wollte, da man aus dem Heim geschlossen ausbrechen wollte. Dir. Matz war es das höchste Anliegen, diese Strafgruppe abzuschaffen, welches ihm dann auch gewährt wurde.

Das Problem glaube ich, waren nicht die meisten Erzieher, sondern die Tatsache, dass äuerst selbstbewußte Zöglinge bereits mit 16 Jahren 15 Vorstrafen hatten, das waren keine einzelfälle und auf der anderen Seite zum Beispiel schwererziehbare Burschen in EE waren, welche dort nichts verloren hätten. Ich denke da z.B. an jemanden, er war auf der Gruppe 7, der hatte seiner Großmutter nach deinem Draculafilm die Kehle durchgebissen. Solche extreme Vermischungen haben natürlich die emotionen hochgehen lassen. Das lag aber nicht an den Erziehern, sondern an den Zöglingen untereinander. Wer will schon einen Psychopaten bei sich in der Gruppe haben? Und niemand konnte was dagegen unternehmen, außer die MA11. Kurzum, es gab gerade in EE extreme gegensätzliche Welten und das machte den Aufenthalt für viele nicht leicht, und für viele war es ein Segen. Jede Medaille hat 2 Seiten. Ich mag auf niemanden losgehen und niemanden in Schutz nehmen, aber man sollte sich bemühen, verschieden Sichtweisen zu betrachten und zu verstehen. Es gab Zöglinge die sich vor zuhause ekelten, weil sie den Vätern zu willen sein mußten. Ja es kamen Mütter ins Heim, die den Umgang mir ihren Söhnen suchten. Es gab Zöglinge die auf Diebszüge von ihren Familien gezwungen wurden. Es gab unglaubliche Geschichten. Für die war das heim mit den Perpektiven eines Gesellenabschlusses und den Freizeitangeboten ein wahrer Segen.

Ich war vor einigen Jahren zu einer Diskusion im Werd eingeladen. Nur Obrikeiten des Rathauses waren anwesend. Als ich an die Anwesenden die Frage stellte, wer denn auf Grund ihrer stets erneuerten Erziehungsmethoden die Verantworung für fehlgeschlagene Erziehungstheorien verantwortet, wollte man mich durch Sonne und Mond verwünschen.

Unabhängig von diesem Erlebnis möchte ich noch eines vor #augen halten. Zu meiner Zeit gab es den Beruf Erzeiher noch nicht in seiner heutigen Form. Erzeiher konnte jeder werden, der sich dazu berufen fühlte. Und viele dieser Berufenen waren in irgend einer Form Geschädigte des 2. Weltkrieges und wenn es nur dieser nazistische Kadavergehorsam des 3. Reiches war.

Ich vermute, man wird mich mit dieser Stellungnahme verdammen und ich fürchte, man wird mich eventuell falsch interpretieren, aber es war so. Es gab diese Hobbyerzeiher, über die ab den 70erjahren keiner glücklich war, aber es gab auch gelernte Pädagogen, welche an unserer Seite standen mit einem enormen Gegenwind. Denn eines war zu in den 60er, 70er und 80erjahren schon klar. wäre es nach dem volkswillen gegangen, hätten wir bei 'Wasser und Brot unsere zeit abgesessen.



lieber P.A.S.S.t bitte nicht ganze beiträge zitieren, sonst wird alles doppelt. danke für dein verständnis. lg robert

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Montag, 30. Juli 2012, 23:35

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

lieber p.a.s.s.t,

es liegt in der natur, dass kinder/jugendliche machtkämpfe austragen, um in der rangordnung den besten platz zu ergattern. kinder können grausam sein. viele missbräuche sind durch ältere zöglinge an jüngere kinder vollzogen worden. der erzieher hat zugesehen, ohne einzuschreiten... das ist fakt...

der erzieher-beruf wurde in vielen themen/beiträge behandelt... wir wissen über diese schwarze pädagogik bescheid. auch die ma 11 war informiert (karlsson studie 1975, zeitungsberichte usw) und hatte viel zu spät, durch schließung mehrerer heime, dazu beigetragen, dass solche missbräuche "nicht" mehr so oft vorkommen/vorkamen.

heute will die ma 11 von dieser schwarzen pädagogik nichts mehr wissen. nur der druck durch die ex-heimkinder halten die ma 11 mitarbeiter auf trab. und das ist gut so... auch die politik ist jetzt gefordert. dr. häupl hat öffentlich bekannt, von diesen missbräuchen seit über 40 jahren gewusst zu haben, dagegen hat er aber nichts unternommen....

das system vom heimerhalter hat viel dazu beigetragen, solche missbräuche zu vertuschen und dazu zu schweigen... schwamm ein(e) hilfserzieherIn oder pädagoge(in) nicht "mit", wurde sie einfach gekündigt. wer blieb über? natürlich das kind/jugendliche...

als psychopathen wurde ich schon von dr. becko, dr. steinhauser. dr. kuszen tituliert. auch erzieher hatten mich vor der ganzen gruppe (ca. 20 -25 zöglinge) als psychoten bezeichnet...

mein heimakt umfasst ca. 700 seiten. da sind solche "fachausdrücke" sehr oft gefallen, ohne dass das system des heimerhalters, diese psychologische gutachten verboten hätte. heute wäre ein solcher befund undenkbar, wenn man die ursache für das "fehlverhalten" des zöglings nicht hinterfragen würde..

ich hoffe, dass man aus dieser vergangenheit gelernt hat, das system fachgerecht aufzuziehen, ohne den zögling in seiner beurteilung erneut zu missbrauchen.

verdammt wurde auch noch keiner, der seine meinung vertritt...

lg robert

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Dienstag, 31. Juli 2012, 05:39

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

Wir hatten 2 Sporterzieher und im winter fuhren wir jede Woche Schi in namhafte Schiorte, nach Aflenz sogar auf eine Woche. Im Sommer fast jedes Wochenende wurde Dir die Möglichkeit eingeräumt Höhlenforschen, Bergsteigen, Wandern zu gehen. Kajakfahren in ganz Österreich und sogar nach Italien. Einmal im Monat konnte sich eine Gruppe zusammenfinden und wir fuhren nach Wien zu Konzerten in die Stadthalle, Staatsoper, Burgtheater, Konzerthaus. Einmal im Jahr wurden Österreichrundfahrten veranstlter auf 10 Tage. Wer wollte konnte auch 2 Wochen lang den Nordsüdwanderweg begehen. Ich kenne genug, welche heute gerne das alles wieder haben wollen.

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p.a.s.s.t,
Da war ja Eggenburg zu deiner Zeit ein wahres Paradies! :D Mo-Fr Schule und am Wochenende ab nach Zürs, Lech od Kitz zum Schifahren. :) Gibt`s keinen Schnee, machen wir eine Kajak-Tour od. wir kraxeln auf einen Berg und saufen uns auf einer Almhütte die Hucke voll. :EV790A~137: :EV012E~133:. Ich war 2 Jahre nach deiner Zeit in Eggenburg, wir hatten das alles nicht.

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Dienstag, 31. Juli 2012, 07:08

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

auch ich hörte von keinen meiner brüder so etwas???!!!

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Dienstag, 31. Juli 2012, 07:28

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

Zitat

Und noch was möchte ich aufzeigen - die meisten Grausamkeiten kamen
unter den Zöglingen zustande um immer seine Rangordnung beizubehalten.
Da gab es in der Nacht die meisten Kämpfe, die da ausgetragen wurden.
Das mit der Rangordnung unter den Zöglingen war ja schrecklich. Besonders Nacht's da musste man aufpassen das einem nicht der Holzschlapfen oder die Spucke getroffen hat. Wir hatten zwei in meiner Gruppe den Seidl G. u. L. Schill die dann ebenfalls nach Eggenburg versetzt wurden. Was aus denen geworden ist habe ich leider nie mehr erfahren. Aber es gab etliche Zöglinge die Paranoid veranlagt waren.

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Dienstag, 31. Juli 2012, 11:23

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

hallo P.A.S.ST

tut mir leid aber das was du da schreibst...ski...wandern...konzerte...das würde mich aber doch sehr überraschen!!!!mein bruder kam 1975 nach eggenburg...davon hätte er berichtet mit sicherheit...das klingt für mich ja fast wie ein internat für reiche...in der schweiz!!!ich kenne vier leute die in eggenburg waren...aber keiner sagte jemals sowas himmelreiches über das heim!!!!dann frage ich mich auch wieso das heim zu den drei schlimmsten heimen zählt...??es tut mir leid aber das ist für mich unvorstellbar...

auch wir in altenberg waren einmal in italien...da dürften auch nur auserwählte mit fahren...wir fuhren jedes jahr auf den christkindelmarkt...wir fuhren um die weihnachtszeit ins theater...wir MUSSTEN wandern gehen bei der ärgsten hitze...aber es war doch ein heim...und vieles davon war ein "muss"...also es machte daher auch keinen spass!!!...lg

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Dienstag, 31. Juli 2012, 11:42

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

eines hätte ich fast vergessen...auch wir durften ski fahren...aber nicht in namens-werten regionen östereichs....sondern gleich hinter den sportplatz...(der sport...hatte jedoch nichts mit sport zu tun...ein alter baum stand dort)die burschen fuhren dann über die hirschenwiese runter...und das beste war wir konnte ja nicht mal skifahren....woher auch??

sport machten wir schon...nachdem alle fenstern ausser der speisesaal vergittert wurde...und man es wieder einmal dort nicht ertragen konnte kletterten wie über diese lianen ...es fiel nicht nur einmal ein kind hinunter...folge beckenbrüche...u.s.w.

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Dienstag, 31. Juli 2012, 15:18

Wahrheit

Zu den voran gegangen Posting vom P.A.S.ST kann ich nur sagen, er hat die Wahrheit berichtet. Ich habe soeben diese Eggenburger Heimzeitschrift teilweise gelesen und war erstaunt das dieses Heim doch manchmal wie ein Erholungsheim geführt wurde. Allerdings wirft es für mich die Frage auf, ob dieses Eggenburg nicht geteilt geführt wurde, für erziehbare und schwer erziehbare Kinder. Denn das käme dieser momentanen Unstimmigkeit sehr viel näher. Nur meine Kinder von damals konnte ich in dieser Zeitschrift nicht entdecken, aber dafür einen ehemaligen Erzieher von dem ich wusste das er von Retz nach Eggenburg wechselte.

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Dienstag, 31. Juli 2012, 17:26

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

lieber ringo

ich kann mir das beim besten willen nicht vorstellen...das müssen auserwählte kinder gewesen sein...ich würde das auch gerne sehen und lesen...ich müsste vier jugendliche erkennen können...zwei davon wären meine brüder...zwei davon freunde meines bruders...jetzt würde ich aber dann gerne wissen...wieso drei heime als besonderst schlimm gelten??? darunter ist eggenburg....meine brüder hätten davon berichtet....und beide geschichten die ich hier schrieb würde ich beschwören...das sie sich so zugetragen haben!!!!ich weiß das der meister in der fleisch....mit den selchstöcken zuschlug!!!! wer immer diese kinder waren...kann ich nicht sagen...und das war in jedem heim so es gab in jeder gruppe einen gruppenführer...und selbst wenn die zöglinge zueinander arg waren...wo war dann die aufsicht??wieso wurden die schwächeren nicht beschützt???und war es nicht so dass sich die erzieher immer hilfe von den stärkern holten wenn sie nicht mehr zurecht kamen???....lg

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Dienstag, 31. Juli 2012, 20:53

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

und das war in jedem heim so es gab in jeder gruppe einen gruppenführer...und selbst wenn die zöglinge zueinander arg waren...wo war dann die aufsicht??wieso wurden die schwächeren nicht beschützt???und war es nicht so dass sich die erzieher immer hilfe von den stärkern holten wenn sie nicht mehr zurecht kamen???....lg

Liebe Schloss, ja das war fast in jeden Heim so, das es da die Redelsführer in den Gruppen gab, so war es auch bei uns in Retz. Erinnere mich unsere Gruppenführer noch sehr genau, dass war der Seidl Gerhard u. der Schill Poldi einer der ärgsten Gruppenschläger und Beherrscher. Die später allerdings auch nach Eggenburg versetzt wurden weil sie so unmöglich waren. Und es ist ein grosser Irrtum zu meinen das die ErzieherInnen eingeschritten sind wenn die beiden die anderen Kinder an der Kandare hatten. Ganz im Gegenteil sie schauten noch mit Wonne auf dieses Gemäzel. Sie werden wohl angenommen haben sie sind in Rom in der Galiatorenarena.
Und zum anderen der Heimschrift musst du schon selber den P.A.S.ST anschreiben, den das zukommen der Heimschrift ist eine Vertrauenssache der ich eigentlich nicht vorgreifen möchte und kann. Ich hoffe Du bist mir deshalb nicht ungehalten aber Vertrauen sollte in diesen Forum vorhanden sein. Wie ich diese Heimschrift gelesen habe war ich selbst sehr überrascht das es sowas gegeben hat, dass eigentlich einem Privatpensionat geglichen hat. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

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Dienstag, 31. Juli 2012, 21:22

Re: Nette Onkeln und Tanten aus div Heimen und Eggenburger Mitzöglinge

lieber ringo

natürlich verstehe ich das...ehrenwort ist ehrenwort...P.A.S.ST...hat es mir angeboten...ich danke dir aber sehr für deine zeilen...lg

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Dienstag, 31. Juli 2012, 22:11

Erholungsheim Eggenburg

ich kann dir dazu vielleicht die antworten geben (von P.A.S.St.)
Das Heim war nicht geteilt. vielleicht doch. Und zwar gab es auf der anderen 'Strassenseite des Lindenhofes der Lehrling, die Schüler. War waren Altermäßig von den 7-14 jähruigen getrennt und hatten absolut keinen Kontakt mit denen. Aber wir hörten auch nichts böses oder negatives von diesen Kindern. Zusätzlich kümmerte uns das auch ganz und gar nicht. diese Gruppen waren nach buchstaben benannt. Also A,B,C, usw.. Wieviel Gruppen es da gab, keine ahnung. Es handelte sich dabei aber, und dass wurde uns so vermittelt, um keine schwererziehbaren und es ist mir kein Fall bekannt, dass jemand ins "Lehrlingslager" umsiedelte. Daher kann ich da auch nicht mitreden. Man achtete streng darauf, dass wir stets von den Kindern getrennt waren.

Und nun zum Lehrlingsheim bzw. Erzeihungsheim. bis zum Doppelmord war das Heim auch anders. Es waren großteils abgebrühte und gefinkelte Burschen in den Gruppen, die echte kriminelle Hintergründe hatten. die Erzeiher hatten es auch nicht leicht. Da gab es einen Herrn Maruschka, der war Justizbeamter und man erhoffte den nötigen Respekt. Tatsache war, dass er zu einer Lachfigur wurde.

Nach dem Mordfall schleußte man langsam und vorsichtig Jugendliche ein, welche sensibler, naiver und sich daher abhoben von den "schweren Jungs". Wir bekamen natürlich die Zucht der Erzieher zu spüren, aber die bekamen auch uns zu spüren. Maruschka (erzieher) war ein gebrochener Mann unter uns und Kienast bekam sein fett in lebengefährlicherweise mit einer neuen Hirnplatte ab. Es wurde alles irgendwie anders weggesteckt. Ich fasse es so zusa<mmen. solange man das Abenteuer Eggenburg durchlebte, war es "besch... schön". Nachdem man vom Heim draußen war, kamen fast jeden Tag ehemalige Zöglinge zu uns auf Besuch und brachten uns Zigaretten in Stangen und irgendwie geschah da eine Art stolzer gedanken und Erfahrungsaustausch eines angehenden Unterweltlers - mehr oder weniger.

Zu meiner Zeit war direktor Matz und der ist ein Pädagoge höchster ehrbarkeit. Er setzte darauf, dass er die ansicht vertrat, jeden "angehenden Unterweltler" und so wurden wir alle betrachtet Perspektiven zu geben und setzte auf Sport, Kultur und Gespräche zwischen Erzeiher und Zögling in väterlicher Art. Natürlich gabs dann auf väterliche Art dann auch Watschen, Prügel oder wie immer man das nennen will. Aber wir wußten warum und machten es nicht zum thema. Die meisten steckten es anders weg.

Nach dem Mord kamen dann im Vergleich "Hascherln" hinzu und das änderte das heim grundlegend. Vor allem als Dir. Hans Matz aus dem Erzeihungsheim abgezogen wurde und die "Stadt des Kindes" für kurze zeit übernahm, dann ging er in Pension. Ich hatte mit meinem Erzeiher Angerer bis zu dessen Ableben väterlichen Kontakt und ich war nicht der einzige. Es gab viele derer. Ich war schon längst in meinem Berufsleben und verfolgte das EE sehr lange und konnte es nicht mehr nachvollziehen. Warum? Weil sich die Qualität der Heimkinder änderte und die Erzieher auch. und die guten, die wir hatten, flüchteten sehr schnell in die Pension.
Ich könnte stundenlang darüber schreiben, aber ich will jetzt weder mich mit dem schreiben abmartern, noch euch überfordern, aber stehe gerne für Euch bereit, wenn´s hilft.

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