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Freitag, 3. August 2012, 15:37

„Mein Körper ist schon lange tot“

Diesen Artikel habe ich erst jetzt entdeckt.



Heimhölle. Als die allein erziehende Mutter eines Abends kellnern
gegangen war, hat die siebenjährige Schwester mit ihrer Taufkerze die
Wohnung abgefackelt. Alles in Schutt und Asche. Grobe Vernachlässigung
der Aufsichtspflicht. Wenige Tage später sind die drei Mädchen, Michaela
und ihre Zwillingsschwester waren acht, in das Kinderheim der Wiener
Volkshilfe nach Altenberg bei Greifenstein überstellt worden. Von außen
sah das Heim wie ein Märchenschloss aus, von innen war es die Hölle. Der
Heimleiter behielt sein Sakko an, wenn er prügelte. Mit
Eisenschlüsseln, mit der bloßen Hand, Platzwunden am Kopf gehörten zum
Alltag. Ein Strafausmaß von einer Woche Frischluftverbot war mild, ein
paar Stunden im dunklen Keller Mittelmaß. Abends wurde der Schlafsaal
zugesperrt, wer in sein Bett nässte, bekam Schläge. „Angst haben und
folgen: Das hab ich dort gelernt. Und das Fühlen hab ich dort verlernt.“
Nach zwei Jahren durften die Mädchen wieder nach Hause – die Mutter,
seit Michaelas drittem Lebensjahr geschieden, hatte einen Straßenbahner
geheiratet. Ihren Vater hat sie erst mit 25 wieder gesehen. Nachdem sie
im Telefonbuch alle Zadrazils durchtelefoniert hatte.

Das
Heim-Kino wird nie wieder ihren Kopf verlassen. Manchmal sah sie aus dem
Spielzwinger ein Reh auf einem Hügel stehen und war überzeugt, dass es
sie beschützen wird. Auf das Reh war jedoch kein Verlass. Einmal sprang
ein Mädchen, sie hieß Micky, so durch die Glasscheibe aus dem Speisesaal
in den Garten, dass sie den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen
musste. Der Rest ihres Lebens war kurz. Als junge Frau hatte sie sich im
Rollstuhl von der Reichsbrücke gestürzt.

Der ganze Artikel ist unter:
Mein Krper ist schon lange tot
nach zulesen.
Mit einem Wort so war es damals und die Verantwortlichen scherten sich einen Dreck!!!!!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ringo« (3. August 2012, 15:37)


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sandra9802

unregistriert

2

Freitag, 3. August 2012, 15:52

Re: „Mein Körper ist schon lange tot“

wann war das?

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olga (06.08.2012)

3

Freitag, 3. August 2012, 16:13

Re: „Mein Körper ist schon lange tot“

Dieser Artikel stammt aus dem Jahre 24.3.2007 19:44. In welchen Jahr sich diese Sauerei abspielte ist nicht ersichtlich.

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olga (06.08.2012)

4

Freitag, 3. August 2012, 17:45

Re: „Mein Körper ist schon lange tot“

lieber walter,

unsere seelen sind auch schon seit dem heimaufenthalt mehr "tot" als lebendig.

der körper selber hat sich etwas erholt vom martyrium, nachdem einige opfer von selber, aus eigener kraft, die missbräuche verdrängt hatten, um im "neuen" lebensabschnitt bestehen zu können. viele missbrauchsopfer hatten selber familien gegründet. dadurch hatten sie den erlittenen missbrauch etwas verdrängt und konnten sich der eigentlichen aufgabe wie, arbeit, famile und freizeitgestaltung, nach dem heimaufenthalt widmen und diese "letten" großteils vergessen...

lg robert

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Freitag, 3. August 2012, 20:06

Re: „Mein Körper ist schon lange tot“

Lieber Robert, da gebe ich Dir mehr als Recht :) mit deiner Meinung und Beurteilung. Ja unsere Seelen sind so gesehen mehr als tot, und nur sehr schwer überlebt unser Körper als solches. Mir ist nur aufgefallen das die ganzen Heimkinder keine Energie mehr haben um weiter zu machen oder kämpfen. Ich zum Beispiel bin manchmal in der letzten Zeit so Müde das ich am liebsten die Augen für immer schliessen würde. Manchmal denke ich mir ich habe über meine Verhältnisse mit meinen Kräften gewaltet, den zwei drei Haushalte in Schuss zu halten und einen jeden alles Mundgerecht zumachen, war keine Kleinigkeit, und als Dank hört man dann, sowas wird haben wir uns ja erwartet und vorgestellt. Dabei hat die reichste Familie mir gar nichts gezahlt und meinte nur, na was hast du schon in deinem Leben durch gemacht. Wahrscheinlich hat mir dann das den Rest gegeben und wieder war Energie weg. Und so schaut halt ein Jeder wie er am besten durch das Leben kommt.

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Freitag, 3. August 2012, 21:02

Re: „Mein Körper ist schon lange tot“

lieber walter,

anerkennung darfst du nie erwarten. jeder meint, man müsse so sein, um alles in schwung zu halten.

ich werde meinerseits nie ruhen, sondern immer weiterkämpfen, um die heimkinder mal ins rechte licht zu rücken. wer hat uns unterstützt? wer gab uns die lebenslinien? der heimhalter sicher nicht, sondern nur unser elan, unsere kraft, machte aus uns was wir heute sind. und die augen werden von mir nur zu schlafen geschlossen, aber mit bedacht aufs aufwachen...

wir san no von der oiden garde, die das leben selber erst "erlernen" mussten. wir wurden beschissen und schief angesehen, wenn man verlautet hat, dass wir heimkinder sind.

heute sage ich es voll stolz: "ich bin ein heimkind. na und?"

man härtet durch das heimleben ab. aber im inneren sind wir sehr weich, sehr feinfühlend.

die energie, wird mir keiner mehr nehmen. das nächste projekt gegen das wilhelminenspital wird schon vorbereitet. die spitalsleiterin dr. hörnlein (ehefrau von dr. häupl) meint auch (sinngemäß), dass mein weibi blöd ist.

weibi sagte: "ich weiß, dass ich schwer krank bin, aber deswegen bin ich noch lange kein trottel, dass man mir das wort im munde umdrehen muss!" weibi hat die chemo im w-spital OHNE einwilligung erhalten. es existiert KEINE unterschrift von meinem weibi... das habe ich erst im nachhinein erfahren und dokumentiert...

ich hatte heute mit der patientenanwältin gesprochen (über 60 minuten), sie meinte auch dass es so nicht gehen kann. sie wird ihrerseits dem spital die wadeln nach vorne richten (sinngemäß)...

ich werde meinen körper wieder aufleben lassen....

mehr will i no ned schreiben... wir können per e-mail gerne weiter schreiben.

lg robert

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Sonntag, 5. August 2012, 21:48

Re: „Mein Körper ist schon lange tot“

@sandra das muss so zwischen 1976-1977 gewesen sein...ich kenne die drei schwestern...lg

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Montag, 6. August 2012, 05:23

tot

hallo ringo und robert tot ist so ein wohrt was engültig ist wo es auch kein zurück mehr gibt und wir haben die chaus zu leben oder uns zu spüren in was für einer form auch immer es war halt für uns nie leicht wo wir zu käpfen hatten aber wir leben liebe grüße meli

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Montag, 6. August 2012, 11:15

heute

auch heute passiert es oft das mütter mit kindern überfordert sind ( manche sind stärker manche eben nicht ) im gegenteil der druck ist heute noch grösser den kinder brauchen viel und wollen viel ....viele haben geldprobleme ...ich weis noch in den 70 er jahren als meine kinder klein waren und ich kein geld hatte um weihnachtsgeschenke zu kaufen ( es gab dann nur ein bilderbuch und ein stofftier) ich war verzweifelt und auch ich bin abends öfters in eine tankstelle arbeiten gegangen und meine kinder waren alleine zu hause weil ich wieder niemanden gefunden habe der mir aufpasst ,zum glück ist nie was passiert .....irgendwann ging ich wieder eine beziehung ein aber auch aus dem grund weil es für mich eine erleichterung war ...es sollte hilfe und unterstützung geben für solche fälle ,sicher gibt es heute vom staat alimentevorschuß wenn der vater nicht bezahlt und karenz usw. ...aber ich weis aus eigener erfahrung das es einer mutter nicht leicht gemacht wird auf arbeitsplätzen ,sei es mit arbeitszeit oder pflegeurlaub ,tatsache ist es wen neine frau öfters den benutzt ist sie weg von der firma
lg mopsi
liebe Grüsse

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KAOS (06.08.2012)

schloss-altenberg nö

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Montag, 6. August 2012, 14:06

Re: „Mein Körper ist schon lange tot“

das mädchen von dem hier berichtet wir kam aus einem sehr guten haus...reiche eltern...ich kann mich nicht daran erinnern das mecky...so wurde sie gerufen jemals besuch bekam...sie redete auch kaum mit uns...sie wollte keinen anschluß...sie entwich immer wieder...eines tages kam der herr krobath (lehrer)...in die klasse und sagte...es würde einen fettfleck unter der reichsbrücke geben...da mecky auf grund liebeskummer...von der brücke sprang...sie starb nicht an den sprung...sie blieb gelähmt...danach hörten wir nie mehr etwas von ihr...das sie aus dem speisesaal sprang...ist mir neu....lg

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Montag, 6. August 2012, 14:32

Re: „Mein Körper ist schon lange tot“

Unvorstellbar wie manche Lehrer sich geäussert haben!!!!!!!!. Und sowas nannten sich Pädagogen.

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