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Ernestro

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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 09:15

Weihnachten Im Kinderheim - Hütteldorf.

AUCH IM HÜTTELDORFERHEIM WURDE JEDES JAHR WEIHNACHTEN GEFEIERT. ES BLIEBEN MEISTENS BIS ZU 40 KINDER ZU WEIHNACHTEN IM HEIM. DIESE KINDER HATTEN KEIN ZUHAUSE. ICH WAR AUCH DABEI UND VERBRACHTE WEIHNACHTEN IM HEIM SECHSMAL. WIR FEIERTEN DIE WEIHNACHTEN IM SPEISESAAL WEIL DORT GENUG PLATZ VORHANDEN WAR. ES GAB EINEN GROSSEN TANNENBAUM UND DEN SCHMÜCKTEN STIEDRY UND FRAU HELLI GEMEINSAM. WIR NAHMEN AN DEN TISCHEN PLATZ UND WARTETEN GEDULDIG BIS ALLE KINDER UND DAS PERSONAL SICH IM SPEISESAAL VERSAMMELT HATTEN . DIE TISCHE WURDEN FEIERLICH GEDECKT UND ZU ESSEN GAB ES WIENERSCHNITZEL MIT KARTOFFELSALAT . ALS NACHSPEISE GAB ES SCHOKOLADEN- PUDDING VON SCHW. PAULA GEMACHT. DAS GAB ES NUR ZU WEIHNACHTEN. GESCHENKE GAB ES DAMALS KEINE , WEIL SICH DAS DAMALS DAS KINDERHEIM NICHT LEISTEN KONNTE. ES WAR IN DER NACHKRIEGSZEIT WO ALLE NCHTS HATTEN. WIR BEKAMEN ABER TROTZDEM ALLE IN SACKERL SÜSSIGKEITEN UND ETWAS OBST. WIR WAREN DAMALS AUCH SEHR ZUFRIEDEN. DIR. HÄUSLER HIELT KURZ EINE ANSPRACHE UND DANN DURFTEN WIR ESSEN UND TRINKEN. ZUM ABSCHLUSS SANGEN WIR GEMEINSAM STILLE NACHT - HEILIGE NACHT. UM 20 UHR WAR WIEDER NACHTRUHE.

ERNESTRO WÜNSCHT ALLEN DIE IM FORUM TÄTIG SIND FRÖHLICHE - WEIHNACHTEN UND EIN GUTES NEUJAHR 2016 :

EUER ERNESTRO:

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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 12:01

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Dass es immer nur dunkle Wolken gegeben habe würde auch schwerlich mit der Realität übereinstimmen!

Ich möchte aber anmerken, dass prozentuell die dunklen Wolken bei mindestens 89 von 100 lagen.
lg
"arnolddarfalles"

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343

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 12:37

Ein wahrlich leuchtender Stern ...

...in dieser von Gewalt und Demütigungen geprägten Heim war wohl Schwester Emma. Die Ruhe die sie ausstrahlte. Stets fröhlich und immer guter Laune.
Sie war der Engel aller. Ich denke behaupten zu können, dass es sonst niemanden gab der die Kinder ohne Gewalt und Bestrafung betreute. Sie war für viele, um nicht zu sagen für alle die bei ihr waren ein Engel in dieser fürchterlichen Zeit.

Schwester Emma war eben anders als die Anderen!


lg "arnolddarfalles"

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Freitag, 11. Dezember 2015, 20:01

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Ich möchte aber anmerken, dass prozentuell die dunklen Wolken bei mindestens 89 von 100 lagen.
Die Hoffnung freuet manchen Mann, der Herzensfreude nicht gewann. (von Freidank)

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345

Montag, 14. Dezember 2015, 07:42

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

...es sonst niemanden gab der die Kinder ohne Gewalt und Bestrafung betreute

Während meiner HÜ-Zeit 1979-1987 war die Schwester Marianne die Einzige, die auch so war ;)

LG,CB

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Johann II

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Freitag, 18. Dezember 2015, 21:08

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Die Hoffnung freuet manchen Mann, der Herzensfreude nicht gewann. (von Freidank)
Das gilt natürlich auch für Personen des weiblichen Geschlechts!

Nur es würde sich halt nicht reimen . "Die Hoffnung freuet jene Frau, .........."

Überdies ist bemerkbar, dass hier im Forum die Damenschaft nur mehr sehr spärlich vorhanden ist!

Ganz schade!

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Sonntag, 27. Dezember 2015, 17:58

Hütteldorf um 1970

ICH WAR DAMALS 9 JAHRE ALT UND BIN ZUR SCHW. EMMA IN DIE GRUPPE 3 GEKOMMEN. DORT VERBRACHTE ICH CA. 3 JAHRE. ES GAB KEINE SCHLÄGE UND ES GING MIR G

Schwester Emma interessierte sich kaum, was andere Erzieher in ihren Gruppenräumen machten. Sie pflegte immer zu sagen: "Das geht dich einen Tinef an", somit war die Sache für sie erledigt. Das Wohl der Kinder stand an erster Stelle, sie zwang nie jemandem ein Spiel auf. Jeder konnte sich frei entscheiden, wie er seine Freizeit im Gruppenraum gestaltete.
Sie hatte zwei eigene weiße Holzsesseln, die ich am Balkon mit Kunstharzlack streichen durfte. Wie meine Hände und das Material ausgesehen haben, brauche ich nicht extra erwähnen. Die Farbe bekam ich von den Anstreichern, welche im Haus die Fenster strichen. Einmal im Jahr verschenkte sie kleine Honigbecher, wenn sie Frühdienst oder Abenddienst hatte, sogar an andere Zöglinge, die nicht von ihrer Gruppe waren, wenn sie brav waren.
Wie Ernestro half auch ich dem Hausarbeiter, zum Beispiel beim Rasenmähen oder in der Schule dem Schulwart im Garten oder im Schulgebäude. Dafür gab er mir ein dickes Butterbrot mit Quargeln, das ich an andere weitergab.
Den ganzen Tag den Lärm der Gruppe zu ertragen, war mir manchmal einfach zu viel. Ich bekam meistens Kopfschmerzen und sah immer zu, daß ich den Raum verlassen konnte. Schwester Emma stellte mir nichts in den Weg und ließ mich werken. Erzieher Neuwirt sah das weniger gerne konnte aber dagegen nichts machen, da ich ihm nicht zugeteilt war. Nur wenn Schwester Emma einmal krank oder im Urlaub war, wurde sie manchmal auch von Herrn Neuwirt. Einige erinnern sich noch, wie Ernestro, als er schon erwachsen war, bei Schwester Emma zu Besuch war und Wurstsemmeln an ihre Schützlinge verteilte. Für eine Tomobla brachten Ernestro und Alois Utensilien vorbei, die unter uns ausgelost wurden.



L.G. Johann

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Ernestro

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Samstag, 2. Januar 2016, 12:32

Kinderheim- Hütteldorf - Danach.

ES WAR NICHT EINFACH ALS HEIMKIND IN DER FREMDE FUSS ZU FASSEN. ICH BRAUCHTE JAHRE UM MICH AUSWÄRTS EINZUFÜGEN. MAN MACHTE MIT MIR, WAS ANDERE WOLLTEN. WAR DAMALS SEHR SCHÜCHTERN UND HATTE KEINE EIGENE MEINUNG. SPÄTER HATTE ICH KONTAKT MIT GLEICH ALTRIGEN JUGENDLICHEN ,NUR SO KONNTE ICH LANGSAM MEINE SCHÜCHTERNHEIT ABLEGEN. WIR GINGEN KINO-PROGRAMME IN DIE WOHNHÄUSER AUSTRAGEN UND DURFTEN UM SONST FILME IM MAXIM- KINO ANSEHEN. WIR GINGEN AUCH FUSSBALLSPIELEN UND HATTEN AUCH VIEL SPASS DARAN. ICH HATTE DANN BALD MEINE SCHÜCHTERNHEIT ABGELEGT. HATTE AUCH SCHON MEINE EIGENE MEINUNG UND KONNTE MICH MEISTENS DURCHSETZEN. MEINE KINDERHEIMSCHWÄCHE WAR DAMIT VERGANGENHEIT. MEIN LEBENDSZIEL WAR IMMER EIN KLEINES HÄUSCHEN MIT GARTEN. JETZT LEBE ICH DAMIT UND BIN GLÜCKLICH UND ZUFRIEDEN BIS AN MEIN ENDE.

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Ernestro

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Samstag, 9. Januar 2016, 08:32

Kinderheim-Hütteldorf Gruppe 3

MEINE STREICHE AUS DER GRUPPE 3
WIR MACHTEN GERADE HAUSAUFGABEN UND ICH SAH AUF DEM TISCH WO SCHW.EMMA SASS EINEN BUND SCHLÜSSELN LIEGEN. ALS SCHW.EMMA KURZ DEN TAGRAUM VERLIESS , DACHTE ICH MIR JETZT VERSTECKE ICH IHR DIE SCHLÜSSELN. DAS VERSTECK WAR UNTER EINEN KASTEN. ALS SIE WIEDER ZURÜCH KAM , SCHAUTE SIE IHREN TISCH GRÜNDLICH AB. NACH KURZER ZEIT SAGTE SIE"WO IST MEIN SCHLÜSSELBUND" KEINER RÜHRTE SICH. ICH FRAGTE SCHW. EMMA DARF ICH IHNEN BEIM SUCHEN HELFEN? SIE SAGTE DAS WÄRE LIEB VON DIR. ERNESTRO SUCHTE EINE WEILE UND ER FAND DEN SCHLÜSSELBUND. ZUR BELOHNUNG BEKAM ICH EINIGE ZUCKERLN. WEIL DAS SO GUT KLAPPTE , WIEDERHOLTE ICH ES AM NÄCHSTEN TAG WIEDER. ABER LEIDER HATTE MICH EIN MITZÖGLING VERTRATSCHT. SCHW. EMMA WAR DESWEGEN NICHT AUF MICH BÖSE UND SAGTE , ICH SOLL DAS NICHT MEHR MACHEN. DAMIT HATTE DAS SCHLÜSSEL VERSTECKEN EIN ENDE. DER NÄCHSTE STREICH KAM BALD WIEDER. WENN WIR , DIE GRUPPE 3 IN DEN SPEISESAAL GINGEN , MUSSTEN WIR BEI EINER WASSERLEITUNG VORBEI GEHEN. KAUM WAREN WIR VORBEI ,RANN SCHON DER WASSERHAHN IN VOLLER STÄRKE. SCHW.EMMA MACHTE DEN WASSERHAHN WIEDER ZU. SIE KAM BIS HEUTE NICHT DARAUF WÄR ES WAR. DENN ICH VERHIELT MICH SCHEINHEILIG UND UNSCHULDIG.ICH BIN IMMER IN DER LETZTEN REIHE GEGANGEN. SO KONNTE MICH KEINER ERWISCHEN. DER 3 STREICH WAR , WENN SCHW, EMMA FREI HATTE , VERTRAT SIE EINE ANDERE ERZIEHERIN. DIESE HATTE DIE GEWOHNHEIT DEN TAGRAUM FAST JEDE STUNDE ZUSAMMEN ZU KEHREN. DADURCH STAUBTE ES IMMER IM TAGRAUM. DA DACHTE ICH MIR SO KANN ES NICHT WEITER GEHEN. ALS SIE WIEDER ZUM KEHREN ANFING , NAHM ICH ZERISSERNES KLEINPAPIER UND STREUTE ES HINTER IHR UNAUFFÄLLIG AUS . SO HATTE SIE MEHR ZU TUN. DANN WURDE ES IHR ZU BUND UND SCHMISS DEN BESEN ZUR SEITE UND SAGTE MIT MIR KÖNNT IHR DAS NICHT MACHEN. SOMIT HATTE DAS KEHREN EIN ENDE. WIR HATTEN WIEDER STAUBFREIE LUFT. IN DER FRÜH WENN WIR IM SPEISESAAL FRÜHSTÜCKTEN KEHRTE EINE BEDIENERINN DENN TAGRAUM ZUSAMMEN.

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Sonntag, 10. Januar 2016, 18:41

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

...in dieser von Gewalt und Demütigungen geprägten Heim war wohl Schwester Emma. Die Ruhe die sie ausstrahlte.

Schwester Emma war eben anders als die Andern


Es war an einem Nachmittag im Herbst, draußen war es bereits finster geworden. Wir räumten unsere Spielsachen weg und setzten uns um einen Tisch, in dessen Mitte eine Kerze leuchtete. Sobald alle im Kreise andächtig die Kerze betrachteten, fing Schwester Emma zu erzählen an. Ihre Lieblingsgeschichten waren Auszüge aus 1000 und einer Nacht, sie konnte wunderbar erzählen.

Danach gingen wir duschen und anschließend zum Abendessen in den Speisesaal. Als wir in den Schlafzimmern waren und ihr Dienst zu Ende war, nahm sie wie gewohnt ihre Zigaretten hervor um zu rauchen, dabei endeckte sie, daß einige Stück fehlten.c

Sie durchsuchte emsig ihre Taschen und fand nichts. Sie überlegte, wer wohl in Frage käme, und wie er zu der Packung gelangte, obwohl sie das Päckchen tagsüber immer bei sich hatte. Anonym wurde ihr berichtet, daß sich ein Zögling von ihrer Gruppe entfernte und auf das Baugerüst im Hauptgebäude hinaufkletterte. Von dort aus muß er wohl auf den Balkon im ersten Stock eingestiegen sein. Da die Balkontür nicht versperrt war, konnte er ohne großes Hindernis in den Tagraum eindringen. Am nächsten Tag stellte Schwester Emma den Knaben zur Rede, da nun bekannt war, daß dieser im Nebengebäude nachts mit zwei anderen Kindern die Zigaretten geraucht habe. Er bestritt es wehement. Schwester Emma ließ die Angelegenheit auf sich beruhen und nahm sich vor, nur mehr wenige Zigaretten ins Heim mitzunehmen. Wäre dieser Vorfall bei einem anderen Erzieher passiert, wäre das Kind körperlich gezüchtigt worden. Doch Schwester Emma war gegen solche Erziehungsmethoden und wählte lieber einen friedlichen Ausweg.


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Liebe Grüße: Johann

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Donnerstag, 14. Januar 2016, 10:40

Meine 8 Geburtstage Im Kinderheim - Hütteldorf

IN DEN 50er JAHREN WAREN DIE GEBURTSTAGSFEIERN SEHR BESCHEIDEN. ALS MAN GEBURTSTAG HATTE, WURDE ICH VON FRAU HELLI AUS MEINER GRUPPE ABGEHOLT. WIR GINGEN HINÜBER IN DIE KANZLEI ZU DIR. HÄUSLER. DORT ANGEKOMMEN, KLOPFTEN WIR AN DIE TÜR. EINE RAUE STIMME SAGTE "HEREIN" . WIR GINGEN HINEIN UND DIR. HÄUSLER GAB MIR DIE HAND . ER WÜNSCHTE MIR ALLES GUTE UND GAB MIR EINE GROSSE TAFEL SCHOKOLADE IN DIE HAND. DAS WAR MEIN GEBURTSTAGS GESCHENK. ICH BEDANKTE MICH UND GING WIEDER IN MEINE GRUPPE. SCHW. EMMA WÜNSCHTE MIR AUCH ALLES GUTE. DAMIT WAR ALLES WIEDER VORBEI. ICH WAR ABER TROTZEM ZUFRIEDEN UND FREUDE MICH DARÜBER.


HERZLICHST EUER ERNESTRO:

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Donnerstag, 14. Januar 2016, 12:02

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Zu meiner HÜ-Zeit (1979-87) "durfte" sich das Geburtstagskind eine Torte aussuchen,
welche man sehr gerne hatte und diese wurde dann der der Küche mitgeteilt.
Ich suchte mir meist wegen dem "hohen" Schokolade-Anteil die sogenannte Marzipantorte aus
und zum Trinken bekamen wir jeder dazu eine Limonade in Automatenflaschen-Grösse (0,3l),
kann aber nicht mehr mit Sicherheit sagen, ob das mit den Getränken 1979 auch schon so war...!

Meinen letzten HÜ-Geburtstag 1987 habe ich nicht mehr in HÜ gefeiert,
weil ich diesen nicht mit meiner damaligen Gruppenerzieherin Inge verbringen wollte... ;)

LG,CB

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Freitag, 15. Januar 2016, 22:44

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Geburtstag in den ersten 6 Jahren an eine Szene kann ich mich erinnern meine Mutter brauchte mir so einen bunten aus Metall gefertigten Kreisel nun auf Nacht ich weiss nicht warum trat der Grentner Sohn der Betreiberin mit seinen Lederstiefel in einfach zusamen hin war er fürs weinen gab's ein bar auf den Kopf und die tatour mit den ertrinkenspielen kpf unter Wasser Werte man sich half es einen nicht weil die Hände diese munter so riesig groß waren! In görtschach ich glaube die Feen des Hauses Köchinnen gaben uns was na die waren eine bracht und heulsäule auffangen Netz! Mich hat zu Weihnachten eine erwischt beim kecke Gaul zur Strafe bekam ich im deren Raucher Raum einen vollen teler kecke und eine Tasse Milch! Und ne ordentliche standbauke wenn ich was möchte das ich nicht Durst Fenster im Keller steigen soll den wenn das Glas bricht könnte ich schwer verletzt werden! Natürlich auch das man stellen nicht tut usw! Keiner erfuhr jemals davon! Ja in der Küche hat man es gut! Ich kann mich nicht erinnern ob Geburtstag gefeiert wurde in görtschach?

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Samstag, 16. Januar 2016, 08:45

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo ChristianB

das mit der Torte und Getränke kann ich beständigen das war bei uns auch so ich glaube so 1977 hat das angefangen das war zur Jausen zeit in der Gruppe wurde dann die Torte aufgeteilt war nicht so ein großer tag für einen meinen 15 Geburtstag habe ich auch nicht mehr im Heim gehabt von Sw Marianne bekam ich ein Geschenk und Gewand denn ich hatte ja nichts als ich das Heim verlassen hatte

mit lieben grüßen Klagenfurt Michael

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Samstag, 16. Januar 2016, 18:15

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Mein einziger Reichtum über die Jahre nämlich war – 1 ca. 3cm kurzer Bleistift, 1 kleines Gummiringerl, ein zusammengelegter Fetzen Schreibpapier....
Von Torte zum Geburtstag und dergleichen hab ich nur träumen können.

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Sonntag, 17. Januar 2016, 13:17

Gebutstagsfeier

IN DEN 50er JAHREN WAREN DIE GEBURTSTAGSFEIERN SEHR BESCHEIDEN.



Wenn zu unserer Zeit, Anfang der 70er, ein Bub Geburtstag hatte, spielte sich der Ablauf nicht viel anders ab als zu Deiner Zeit, lieber Ernestro. Nachmittags um etwa 15 Uhr, wenn Dir. Häusler seinen Mittagsschlaf beendet hatte und dadurch bei guter Laune war, ließ er dem jeweiligen Geburtstagskind ausrichten, man möge sofort zum Direktor kommen. Dort bekam man kurze freundliche Worte zu hören, und als keines Geschenk gab es eine große Packung Dragees. Da ein Besuch in die Heimkanzlei selten erfolgte, und keine persönliche Bindung gegeben war, waren wir froh, den Raum so rasch wie möglich wieder verlassen zu dürfen. Wenn der Heimleiter aus irgendwelchen Gründen nicht anwesend war, übernahm Schwester Strohmeier für einige Stunden seine Funktion. Es kam daher gelegentlich vor, daß Schwester Strohmeier die Süßigkeiten dem betreffenden Kind selbst in die Gruppe vorbeibrachte. Die Freude an der Nascherei hielt nicht lange, die Zuckerln sind meistens am gleichen Tag verzehrt oder an Freunde verteilt worden.

Zweimal habe ich zum Geburtstag von meinem Stiefvater per Post ein Päckchen mit Bonbons bekommen, worüber ich mich riesig gefreut habe. Sonst verlief der Tag wie jeder andere, ohne weitere erfreulichen Überraschungen.

Grüße, Johann

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Freitag, 22. Januar 2016, 19:07

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Also eine Torte haben wir schon bekommen. Nur hat sie einem nicht alleine gehört. Ein Stück für mich, die restliche Torte für die anderen.
Eine Erzieherin haben wir gehabt, die hat den Geburtstag immer recht schön gestaltet. Da sind die Tische in U-form zusammengestellt worden. Das Geburtstagskind ist in der Mitte gesessen und hat sich ein paar Freundinnen aussuchen können, die direkt daneben sitzen durften. Vor dem Geburtstagskind hat sie Sterne auf den Tisch gelegt und da sind dann die Kerzen draufgestanden. Für jedes Jahr eine. Das war immer schön.
Geschenk weiß ich gar nicht mehr, ob wir eines bekommen haben.

lgr Jocki

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Donnerstag, 28. Januar 2016, 14:09

Faschingszeit im Heim

Zu Beginn der Faschingszeit besorgten einige ErzeiherInnen Bastelmaterial, um die Gruppenräume zu schmücken.Wir besaßen damals kein Taschengeld, und somit übernahm Dir. Häusler die Kosten. Schwester Emma versuchte, mit uns ein kleines Theaterstück zu proben, jedoch schreiterte dieses Vorhaben an Durchsetzungskraft sowie der Formulierung des Textes. Spontan suchte man später einige Freiwillige, die aus dem Stehgreif ein Stück aus dem Alltag spielen sollten. Somit wurde es viel spannender und es war mit Überraschungen bei der Aufführung zu rechnen. Einige ErzieherInnen haben zu Hause ihre Sachen durchwühlt, um passende Kleider für die weiblichen Rollen zu finden. Für die Verkleidung der Cowboys, Indianer und Clowns gab es Federschmuck und Hüte aus dem Spielzeugkasten. Mit Wasserfarben haben dann wir Kinder einander die Körper und Gesichter bemalt. Am Höhepunkt der närrischen Zeit sind wir zur Gruppe Neuwirt hinübergegangen, um dort gemeinsam zu feiern. Dort haben wir unser kleines Bühnenstück vorgespielt, und anschließend zeigte ein verkleiderter Zauberer seine Künste. Danach gab es zur Stärkung Würstel mit Senf und eine Semmel sowie jede Menge Himbeersaft. Schwester Emma genoß das Kostümfest und war immer mitten im Treiben zu sehen. Die Kinder von Erzieher Neuwirt waren selten verkleidet, trotzdem war es immer ein lustiger Tag.

Johann,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,index.php?page=Attachment&attachmentID=1450

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359

Freitag, 29. Januar 2016, 08:05

Fasching Im Hütteldorfer- Kinderheim.

JA LIEBER JOHANN , AUCH ICH DURFTE FASCHING MIT FEIERN. EINMAL IN DER WOCHE , DURFTE ICH DAS KINDERHEIM BESUCHEN. ES WAR MEISTENS AN EINEN SONNTAG, DENN ICH MUSSTE UNTER DER WOCHE ARBEITEN. ES WAR WIEDER EINMAL FASCHING UND ICH DURFTE MIT DEN KINDERN MITFEIERN. ICH VERKLEIDETE MICH ALS SEERÄUBER UND FÜHLTE MICH IN DIESER ROLLE SEHR WOHL. ES WURDE AUCH GETANZT MIT DABEI SCHW. PAULA UND PUPPE. SCHW. EMMA SORGTE FÜR ESSEN UND TRINKEN. WIR ALLE HATTEN RICHTIGEN SPASS AN DIESEN FASCHINGSONNTAG. ZUM SCHLUSS SANGEN WIR NOCH EINIGE LUSTIGE LIEDER. DAMIT WAR LEIDER DER FASCHING ZU ENDE UND ICH GING WIEDER FRÖHLICH NACH HAUSE.

LIEBE GRÜSSE VON ERNESTRO:

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Ernestro

Hütteldorfer Oidspotz

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360

Montag, 1. Februar 2016, 04:15

Was Ist Liebe.

WENN MIR DAS LEBEN EINES ANDEREN MENSCHEN MEHR WERT IST, ALS MEIN EIGENES LEBEN, DAS IST LIEBE .

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