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scheinbar

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Samstag, 23. Juli 2016, 16:21

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Lieber Ernesto jo schon! Leider bin ich ein sucht Mensch seiner gleichen alles aber schon alles was süchtig macht kann ich nicht steuern Alkohol da zählt ja der liebe Wein ja auch dazu löst bei mir leider sensüchte aus nach mehr eben wegen der bedeubischen Wirkung im hirn was ja nicht gleichnimmer schlecht sein muss nur ich kann oft dann nichts aufhören und was habe ich schon alles versucht es so zu steuern das es nicht zu ausufernden extremen kommt :s4uspbl08:

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Samstag, 1. Oktober 2016, 00:57

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo an Alle hier.

Leider habe ich aus beruflichen Gründen sehr, sehr wenig Zeit um hier in Forum ab und zu ein paar Zeilen zu schreiben. Ich hoffe und wünsche mir einzig, dass es euch allen gut geht und ihr immer frohen Gemütes seid.

Gruss an alle
arnolddarfalles
Auch dir, lieber Arnold wünsche ich, dass es dir gut geht. Hackel net so vü, und vor allem pass auf dich auf.

LG

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Sonntag, 2. Oktober 2016, 07:26

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo an Alle hier.

Leider habe ich aus beruflichen Gründen sehr, sehr wenig Zeit um hier in Forum ab und zu ein paar Zeilen zu schreiben. Ich hoffe und wünsche mir einzig, dass es euch allen gut geht und ihr immer frohen Gemütes seid.

Gruss an alle
arnolddarfalles
Auch dir, lieber Arnold wünsche ich, dass es dir gut geht. Hackel net so vü, und vor allem pass auf dich auf.

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Danke, werde sehr acht geben.

Gruss arnolddarfalles

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Samstag, 26. November 2016, 09:12

Parlament

ich habe zu lange überlegt, das Formular für das hohe Haus auszufüllen. Mein Kater markierte das Schriftstück, sodass es unbrauchbar wurde und somit die Angelegenheit sich von selbst erledigte. Es ist nicht meine Art vor der laufenden Kamera des ORF zu stehen um die Erinnerungen der Kindertagen zu schildern. Dafür gibt es bessere Personen wie z.B. Renate oder Robert usw. die die Sache gerne übernehmen. Bei der großen Anzahl von geladenen Gästen, werden wohl einige aus Hütteldorf dabei gewesen sein. Hoffentlich haben sie versucht neue Kontakte zu knüpfen, bei solcher Versammlung bietet sich die beste Gelegenheit sich neu zu sehen. Übrigens, wie ist es Euch im Parlament ergangen, dass Personal soll sehr freundlich gewesen sein. Die anwesenden Politiker haben nun eine andere Kinderwelt in dem Heimen Österreich kennengelernt, dabei konnten sie nicht ihre Mitgefühle verbergen. Zu hoffen ist, dass gewisse Versprechungen für die Ärmsten in unserer Runde umgesetzt und nicht einfach in einen schönen Ordner abgelegt werden. Die Schauspieler haben uns die Arbeit des Erzählens abgenommen und es verständlich wiedergegeben, wobei ich nicht mit allen der Schilderungen einverstanden war, auch im Saal war einige Male die Unzufriedenheit nicht zu überhören. Im Ganzen können wir mit dem Hoheitsakt zufrieden sein und der verstorbenen Präsidentin Dr. Prammer nur danken für ihre Unterstützung für unsere ewige Forderungen der Wiedergutmachung sowie allen die geholfen haben das ganze Umzusetzen.

Liebe Grüße: Johann

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Samstag, 26. November 2016, 09:21

Boney 111

Wer auch immer sich hinter den Namen " Bony 111 " versteckt, sei herzlich in der Hütteldorfer Runde willkommen. Vielleicht lebt die Seite wieder auf und bringt neue Mitglieder und auch neue Erlebnisse welche wir schon lange vergessen haben. Ein frischer Wind tut immer gut und kann nie Schaden.

Liebe Grüße: Johann

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Samstag, 26. November 2016, 10:12

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

das denke ich schon, lieber Johann, danke fürs Willkommen heißen.

Mensch muss man bleiben, auch wenn einem die Kindheit und Jugendzeit geraubt wurde.

Zum Beitrag 384 später mehr. Heute ist Familientag, inclusive Krankenhausbesuch (koarl kummt boid ausm Spitoi ausse).

LG Boney111 :top

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Sonntag, 27. November 2016, 04:33

Der Kinder- Seelenschmerz

AUCH ICH HATTE EINE SEHR DUNKLE KINDHEIT ERLEBEN DÜRFEN. IN HEIMEN UND IM KLOSTER. BIS HEUTE NOCH IST DER KINDER- SEELENSCHMERZ IN MIR TIEF VERANKERT. NATÜRLICH BIS AN MEIN LEBENSENDE.


GRÜSSE VON ERNESTRO:

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Sonntag, 27. November 2016, 13:15

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

ich habe zu lange überlegt, das Formular für das hohe Haus auszufüllen. Mein Kater markierte das Schriftstück, sodass es unbrauchbar wurde und somit die Angelegenheit sich von selbst erledigte. Es ist nicht meine Art vor der laufenden Kamera des ORF zu stehen um die Erinnerungen der Kindertagen zu schildern. Dafür gibt es bessere Personen wie z.B. Renate oder Robert usw. die die Sache gerne übernehmen. Bei der großen Anzahl von geladenen ...[..]... können wir mit dem Hoheitsakt zufrieden sein und der verstorbenen Präsidentin Dr. Prammer nur danken für ihre Unterstützung für unsere ewige Forderungen der Wiedergutmachung sowie allen die geholfen haben das ganze Umzusetzen.

Liebe Grüße: Johann



Hallo Johann,

Kurzbericht von der Zeremonie:

Es wurden ca. 250 Exheimkinder geladen. Die Zeremonie selber lief sehr eindrucksvoll ab. Künstler hatten aus Bücher von Exheimkind gelesen.

Dies war ein Wunsch von uns, um Betroffene nicht öffentlich einem Re- Traumata auszusetzen, sondern von Nicht-Betroffene vortragen zu lassen. Es war ein sehr positives Feedback, obwohl einzelne Unkenrufe die Zeremonie stören wollten. Dies ist ihnen aber nicht gelungen. Im Gegenteil, es wurde die Zeremonie vom Großteil der Bevölkerung in allen gesellschaftlichen Schichten, positiv bewertet und kundgetan.

Das positive Feedback äußert sich durch hunderte Mails, Briefe an die Parlamentsdirektion, respektive an Frau Bures und ihr Team.

Dass sich die Bundespolitik einmal zur Mitverantwortung bekennt, ist ein riesengroßer Schritt, Betroffene eine Opferpension anzuerkennen und zur Auszahlung durch den Bund bringen zu können. Uns würde eine Übernahme von den Opferschutzstellen genügen, um nicht noch einmal das ganze Procedere durchmachen zu müssen und die Betroffene nicht noch einmal mit den Missbräuchen an ihnen zu konfrontieren.

Nun liegt es an uns und an der Bundespolitik, geschickt zu verhandeln und nicht im Vorfeld ihnen das Wort verbieten und die Politikerinnen zu beschimpfen, sondern auf und in Augenhöhe mit ihnen Gespräche zu führen. Damit erreicht man viel mehr, als mit wilden verbalen Aktionen gegen Politiker und Politikerinnen.

Natürlich haben wir auch der verstorbenen Fr. Prammer gedacht, die diese Zeremonie vorbereitet hatte, aber uns Betroffene nicht ausgrenzen wollte. Daher wurde ihrerseits die Zeremonie abgeblasen...

Interviews wurden vom ORF gemacht und "ausgesuchte" Gesprächspartner eruiert. Wir wurden dann kontaktiert und gefragt, ob wir Interviews geben wollen.

Da ich einmal dem ORF ein Interview abgesagt hatte, habe ich mich entschlossen, diesmal zur Verfügung zu stehen. So hatte uns Frau Brückner - Heute Sendung - und Hr. Biegler fürs Hohe Haus interviewt. Also keine Angst, der ORF hat nicht wild durcheinander die Leute fürs Interview ausgesucht...

Wir haben in nächster Zeit noch eine Sitzung vor den Weihnachten, mit Frau Bures und Fr. Dr. Lanzerstorfer. (Büro der Nationalratspräsidentin). Genaueres kann ich noch nicht sagen.

Wir bleiben in jedem Falle am Ball und werden euch berichten.

LG

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Bilder: http://www.wir-heimkinder.at/index.php?p…one&reset_tag=1
[img]http://www.wir-heimkinder.at/index.php?page=Attachment&attachmentID=1470&h=530955b0fe14281927b0d5a7fa43c8131dabd63c[/img]
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Freitag, 2. Dezember 2016, 10:47

Adventzeit

Bevor überhaupt im Tagesraum die ersten Adventkerze spärlich brannte, hatte man mit einfachen Mitteln die Kränze selbst hergestellt. Von Arbeitstisch aus stieg frischer Tannenduft empor, der bis ins Stiegenhaus sich erstreckte. Das gesamte Weihnachtsmaterial zum Basteln, bezahlte Dir. Häusler. Die Erzieherinnen hatten nunmehr die Aufgabe alles Zeitgerecht zu organisieren. Als Material verwendete man oft einen starken Eisendraht, bog ihm in Form eines Kreises, welches mit alten Zeitungspapier umwickelte um mit schwarzen Zwirn befestigt wurde. Danach legte man die zurechtgeschnittenen Tannenzweigerln darauf die ebenfalls mit Zwirn festgebunden waren. Ein färbiges Seidenband mit Mascherln, Weihnachtssterne aus Stroh oder Seidenpapier sowie Stanniolpapier verschönerte den grünen Kranz. Als Krönung steckte wir einen dicken Draht als Befestigung für die Kerzen in den grünen Reifen fest hinein um ein umfallen zu vermeiden. Schwester Strohmeier hatte so geschickte Hände, daß sie jedes Jahr ohne Mühe den schönsten Adventkranz für den Speisesaal herstellte. Schon bei der geöffenten Eingangstür war der reisengroße Kranz zu bewundern. Erst zum Christtag durften die vier Kerzen mit dem Kerzenlicht des Christbaumes erstrahlen. Individuell verbrachten die einzelnen Gruppen die Adventtage mit Gesang oder Erzählen von Geschichten wie zum Beispiel bei Schwester Ema. Mit glänzenden Augen im Kerzenlicht erlebten wir die friedvollen Stunden im Kreis der Gemeinschaft.

Johann

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Mittwoch, 7. Dezember 2016, 15:34

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)


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Donnerstag, 8. Dezember 2016, 13:58

Hurra

Ernestro und ich sind überaus glücklich
und Danken Dir lieber Boney 111 für die prompte Korrektur der Überschrift. Somit ist ein langersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen. Zu hoffen ist, daß jeder ehemalige Hütteldorfer sich jetzt angesprochen füllt ganz gleich im welchen Zeitraum er seine Kindertage im Heim verbrachte. Diese Hütteldoferseite gehört uns allen, sie ist ein wichtiges Dokument für die Geschichtsschreibung dieses Hauses in der Seuttergasse 29, wo wir einst lebten.
Liebe Grüße: Johann

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Donnerstag, 8. Dezember 2016, 14:32

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Lieber Johann,

ja es war zwar etwas schwierig. Ich will aber irgendwie alle Heime anführen, so wie das KH Hüttendorf, damit die Betroffenen leichter "ihr" Heim auffinden können und dazu etwas posten können.

Wie ich das mache, weiß ich noch nicht. Ich muss mich erst mit koarl :girl_devil: :girl_devil: zusammen reden.

LG

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Samstag, 10. Dezember 2016, 14:31

Rodeln

Unserem verstorbenen Freund Fredi sei gedankt, für die vielen Erinnerungsfotos aus der Heimzeit. Zum Glück endeckte vor einiger Zeit sein Bruder Arnold die Bilder in einer Verlassenschaft. Ich hatte total verdrängt, daß wir auch im Winter Rodeln gefahren sind. Schwester Emma trug immer bei kalten Wintertagen einen dicken Eisbärmantel. Wir schmiegten oft mit dem Kopf an ihren Mantel, um das feine Tierfell zu fühlen. Schon vor der Weihnachtszeit gab es immer reichlich Schnee, erst später verschoben sich die Schneetage nach hinten. Die Rodelstraße erstreckte sich von der Himmelhofsteige, wo sich die berühmte Neuwirth-Stiege in Richtung Sendemast sich erstreckt. Neben der Lainzer Tiergartenmauer verlief der Schneeweg bis hinunter zur Seuttergasse. Der Straßenabschnitt war damals unregelmäßig gräumt worden, daher die perfekte Kinderschlittenfahrbahn. Hausmeister Peter wartete die Rodeln in seiner kleinen dunkeln Werkstätte im Nebengebäude Erdgeschoß auf. Jede Gruppe hatte daher die Möglichkeit ebenfalls Rodeln auszuborgen. Wieweit die Erzieherinnen davon gebrauch gemacht haben, kann jeder für sich selbst beantworten. Auf jeden Fall verbrachten wir schöne lustige Stunden im Schnee, das zeigen auch die fröhlichen Bubengesichter. Häufig gab es unerwartet Schneeballschlachten im Heimgelände oder vor der Schulhofsteige, wenn keine Aufsicht davon Notiz nahm.
Hoffentlich wird eines Tages, aus irgend einer anderen verstaubten Schublade neues Fotomaterial auftauchen um es hier zu zeigen.
Liebe Grüße: Johann


.index.php?page=Attachment&attachmentID=1473......... index.php?page=Attachment&attachmentID=1474......... index.php?page=Attachment&attachmentID=1475





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Sonntag, 11. Dezember 2016, 15:46

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Wie ich das mache, weiß ich noch nicht. Ich muss mich erst mit koarl :girl_devil: :girl_devil: zusammen reden.
Lieber Bony111


ich finde die Neugestaltung der ersten Forumseite für eine tolle Idee.Somit kann jeder Teilnehmer in seiner Heim-Anschrift, die erlebten Jugendtagen niederschreiben.
Auch zu überlegen wäre ein Lehrlingsheim Register, weil auch hier gäbe es genug zu Berichten. Hier kamen wir zum ersten Mal mit der Öffenlichkeit in Kontakt, der Übergang von einer Anstalt zu einer einer neuen Umgebung.
Michael aus Klagenfurt meint, eine Seite für die verstorbenen ehemaligen Heimkinder wäre auch überlegenswert.
Ich glaube jetzt ist der richtige Zeitpunkt alle positiven Vorschläge zu bündeln um diese Stück für Stück umzusetzten.

Wünsche Dir gutes Gelingen.


L.G. Johann

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Montag, 12. Dezember 2016, 08:25

Eile Mit Weile

LIEBER JOHANN


MAN SAGT, GUT DING BRAUCHT WEILE. DAHER SEI GEDULDIG!


SCHÖNE GRÜSSE ERNESTRO:

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Donnerstag, 15. Dezember 2016, 20:04

Sehr wenig Zeit. Aber soviel für ein paar Worte

Hallo meine lieben Freunde aus Hütteldorf,
Sehr gerne und oft denke ich an diverse Treffen von letzter Zeit. Natürlich hoffe ich, dass es euch allen gut geht. Ich muss noch bis Weihnachten sehr viel beruflich fertigstellen. Dann bin ich echt froh wenn ich etwas ausspannen kann.
Von der Parlamentsdirektion bekam ich eine DVD die ich mir ansah. Ich fand die Zeromonie im Parlament als eine gute Geste.

Irgendwie freue ich mich auch schon auf Weihnachten. Obwohl, wenn ich mich zurück erinnere, die Weihnachten damals schon sehr traurig waren. Ich denke da an die Zeit, wo viele Kinder von ihren Eltern oder Verwandten abgeholt wurden. Ich saß mit anderen in der Gruppe und wir spielten. Jedesmal wenn der "Läufer" kam, hoffte ich das er meinen Namen schrie, dass ich abgeholt werde. Nie kam wer. Oft blieb ich und andere zurück. Das war immer schlimm. Wie oft habe ich geweint und mich gefragt, warum kommt niemand um mich abzuholen. Tja, da war niemand.


Gruss an alle

arnolddarfalles
p.s. "Läufer" war ein Junge der vor der Kanzlei des Direktors saß und jedesmal wenn ein Anruf von der Portierloge kam, sagte der Dirktor den Namen und der Läufer lief in div. Gruppen rief den Namen und teilte den Erzieher mit wer abgeholt wurde.

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Donnerstag, 15. Dezember 2016, 21:18

Ausgang





Lieber Arnold, hier eine Leseprobe aus meinem Buch:

Ausgang


Es klopfte. „Herein!“, sagte Charles. Mitten in der Tür stand der Läufer des Direktors. Er verhieß dem Erzieher, dass Robert zum Direktor kommen müsse, da sich ein Besuch angesagt habe. Das war ein herrliches Gefühl, welches in Robert aufgestiegen war. Er hatte Ausgang! Seine Mutti holte ihn vom Heim ab! Mit Freude war er zur Kanzlei des Direktors ins Nebengebäude in den ersten Stock gerannt. Außer Atem war Robert keuchend davor stehen geblieben.

Mit seinem Mittelfinger klopfte er an. Hustend und krächzend rief der Direktor mit seiner heiseren, verrauchten Stimme: „Her-ein!“ Robert öffnete zaghaft die Kanzleitüre, sah etwas ängstlich durch den schmalen, geöffneten Türspalt und wagte gar nicht, die ganz in Nussbaum möblierte, ehrenvolle und geheimnisvolle Kanzlei zu betreten. Der dürre Direktor Rudolf Häusler guckte über seinen Brillenrand zu ihm und befahl ihm, in die Kleider-kammer zu gehen, um einen Filzanzug auszufassen. „Du wirst abgeholt“, brachte der Direktor unter Räuspern hervor. Roberts Herz raste. Ja! Es raste vor Aufregung. ER hatte Ausgang!

Robert verließ rasch die Kanzlei des alten, grauhaarigen, Zigarren qualmenden Mannes.
Voll Stolz zog er diesen grauenvollen Filzanzug, der überall auf der nackten Haut zu kratzen und jucken begann, an, um „seinen“ Ausgang innerlich zu feiern. Er rannte wieder zur Kanzlei und klopfte wiederum.

Wieder vernahm Robert das gehustete „Herein!“ von der mono-tonen Stimme des „Buckligen“ von Hütteldorf.

Wieder wagte er sich in die Höhle des Direktors, erspähte durch den Türspalt dessen schmächtige Gestalt im weißen Arbeitsman-tel, der noch immer so in seinem Sessel saß, als hätte er sich in der Zwischenzeit gar nicht bewegt.

„Setz dich draußen vor die Kanzlei auf den Sessel, deine Mutter wird dich abholen kommen“, krächzte der alte Mann, ohne sei-nen Blick vom Schreibtisch zu nehmen, zu Robert. Direktor Häus-ler bedeutete Robert durch Gesten, aus der Kanzlei zu gehen. Sein Buckel hob sich von der Sessellehne deutlich ab. Robert musste innerlich über diese Gestalt lachen.

Der ausgeblasene Zigarrenrauch juckte in Roberts Nase und er unterdrückte seinen Niesreiz. In Demutshaltung gehorchte Ro-bert seinem Befehl. Er setzte sich auf den alten braunen Buchen-sessel zu dem kleinen Tischchen und wartete vor der Kanzlei.

Vier Stunden saß er schon beim Tisch, ohne dass ihn seine Mutti abgeholt hätte. Häusler öffnete die Kanzleitüre und befahl Ro-bert, in die Küche zu gehen, damit er sein Mittagessen einneh-men konnte. Robert schlang gierig das Erdäpfelpüree mit klein geschnittener Extrawurst und ein Stück trockenes Brot in sich hinein, in der Hoffnung, dass seine Mutti ihn gleich abholen wer-de. Er rannte wieder von der Küche zu seinem Sitzplatz, wo er sich hinsetzte und immer auf die Kanzleitür starrte, ob der weiße Arbeitskittel des alten Direktors aus der Kanzlei herauskomme. Robert wartete, schaute auf die Kanzleitür, sein Blick wanderte wieder zum Tisch. Er spielte mit seinen Füßen, ließ sie baumeln und wartete …

Am Abend um 20 Uhr erschien endlich die dürre Gestalt des Di-rektors. Robert dachte: „Hast du über Nacht Ausgang? “– Räus-pernd und hustend machte sich der Direktor bemerkbar. Robert wurde aus seinen Gedanken herausgerissen. Die dürren Finger des Direktors hielten Robert eine Mannerschnitte entgegen. Mit zittriger Hand überreichte er Robert die Süßigkeit.

„Du gehst wieder in die Kleiderkammer. Zieh dein Alltagsgewand an und geh in deine Gruppe. Deine Mutter hat angerufen, dass sie nicht kommt.“ Der Oberkörper des Direktors beugte sich noch mehr nach vorne und sein hoher Buckel kam noch deutlicher zum Vorschein. Robert stellte sich im Geiste vor, wie die Nase des alten Mannes im Stehen den Boden berührte. Häusler ver-schwand wieder, ohne den aufdringlichen, stechend riechenden Duft von „Pitralon“ mitzunehmen. Robert versuchte, den widerli-chen Gestank des Rasierwassers aus seiner Nase zu reiben.

Tränen schossen ihm aus den Augen und er begann zu schluch-zen. Das Husten und Räuspern verschwand mit dem Direktor, hinter der sich schließenden Kanzleitür.




LG

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Samstag, 17. Dezember 2016, 08:04

Die Läufer

Wie oft habe ich umsonst gewartet und gewartet, keiner meiner Eltern nahm sich Zeit um mich zu Besuchen.
Besonderst bitter war es zur Sommerzeit, wenn andere Kinder hinaus zum
Schwimmen oder Spielen ins Freie gingen. Einige mußten immer mit geflegter
Kleidung im Haus zurückbleiben, weil es könnte sein, daß jemand unerwartet auftaucht. Spielen auf dem
Fußboden war daher nicht erlaubt, um ja das schöne Ausgangsgewand zu schonen.
Erst am Sonntag abends, bekamen wir unsere alte gebrauchte Wäsche zurück. Viele
Wochenende zum Monatsende, vollzogen sich die immerkehrende Zeremonie, wobei
die große Hoffung mit der Zeit immer mehr verschwand. Ich fand zu Hause einem
Brief als Absender: "Kinderheim Hütteldorf", darinn stand folgendes:
" Bitte geben sie uns bekannt ob ihr Zögling zum gegebenen Zeitpunkt
abgeholt wird oder nicht ". Telefonnummer und Anschrift waren deutlich zu
Lesen, und die Uhrzeit, um jemanden Tagsüber zu erreichen. Das Problem lag nun
bei den Eltern selbst, mehr konnte der Heimleiter nichts tun um den gewünschten
Erfolg zu erzielen. Die Familien tragen sehr wohl einen bestimmten Teil der
negativen Erziehungsmethoden mit, sie schoben einfach die ganze Verantwortung
den Heimen zu. Hätte ich mich über irgend einer Misshandlung oder sonstiger ungerechter
Behandlung bei meiner Mutter ausgeweint, wäre ich zum Schluß als böses,
bockiges, undankbares Kind alleine dagestanden. Man scheute damals alle Obrigkeiten und glaubten,
sie machen das Richtig um uns zu Fördern. Die gesunde Watschn war ein Teil der damaligen
Heimerziehung, die Öffentlichkeit hatte andere Sorgen als sich mit Heimkinder
abzugeben. Bei diesem Beispiel spiegelt sich die Vergangenheit wieder, welche
früher gegen jedlicher Anstalten gepflegt wurden. Ernestro wollte, daß die
Heimkinder mit der Pfadfindergruppe zusammenarbeiten, muß sagen eine geniale Idee. Wir hätten dort viel dazugelernt und auch neue Kontakte geknüpft. Sogar Direktor Häusler war von der Sache begeistert, jedoch der beschränkte Leiter in
der Pfadfinderuniform war strickt dagegen, den Vorschlag von Ernestro umzusetzten.
Wieder ein großer Rückschlag für uns, man hielt uns lieber auf weiter Diestanz.
Gerade solche Personen sind heute entsetzt über die vergangene Zeit,
was alles damals geschehen ist und sagen: " Ja, Wenn wir das damals gewußt hätten!


Liebe Grüße: Johann .....................................index.php?page=Attachment&attachmentID=1484

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Samstag, 17. Dezember 2016, 09:17

Pfadfinder

JA, LIEBER JOHANN DIE KINDER VON DEN HEIMEN HATTEN DAMALS EINEN SEHR NEGATIVEN RUF. DER DAMALIGE PFADFINDERFÜHRER SAGTE MIR , KINDER AUS SCHWERERZIEHBAREN HEIMEN HABEN BEI UNS NICHTS ZU SUCHEN. DAMIT WAR EIN TRAUM FÜR HEIMKINDER VERLOSCHEN. AUCH FÜR MICH WAR ES DIE BITTERE ABSAGE VON MEINEN PFADFINDERFÜHRER ES ERDULDEN ZU MÜSSEN.

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Sonntag, 18. Dezember 2016, 06:42

Fröhliche Weihnachten

DAS WÜNSCHT EUCH NEBST GESUNDHEIT ALLEN

EUER ERNESTRO:

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Johann (18.12.2016)

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