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Klagenfurt

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501

Montag, 23. April 2018, 20:43

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Auf den Asphalt zwischen der Lainzer Tiergartenmauer beim Nikolai Tor  und der anderen Straßenseite der Westautobahn, führt der Weg direkt zur Kegelwiese. Rechts der frische Duft des Waldes und auf der anderen Seite die Abgase der vorbeifahrenden Autos in Fahrtrichtung Wien. Meistens nach dem Mittagessen machten sich drei Gruppen auf den Weg zur Kegelwiese. In der Gruppe herrschte ein reges durcheinander, von einen geordneten Spaziergang war keine Rede. Auch was der Diskussion angeht, gab es manchmal ein lautes Zwiegespräch in der Runde. Die Betreuer Marianne, Hilde und Inge mischten sich ab und zu in das Streitgespräch ein, wenn es gar zu heftig wurde. Die drei Betreuer bildeten den Schluß der Gruppe, damit niemand sich ausser Staub machten konnte. Der Blick nach rechts wo sich das Überschwemmungsgebiet erstreckt, lag die Schlangenwiese. Nach langen Niederschlägen, stand die Schlagenwiese meistens unter Wasser und daher für Fußballspieler nicht geeignet.
Bevor wir die Kegelwiese erreichten, mußten wir noch einen kleinen Bach überqueren. Hier roch es intensiv nach frischen Knoblauch welcher von Bärlauch uns entgegen kam. Danach kam uns die grüne Wiese entgegen, welche von Sträucher und Bäume umgeben war. Von einen Hügel aus, konnte man den ganzen Spielbereich beobachten und auch hier saßen die Betreuer gerne auf ihre Decken.
Im Wald weiter oben befand sich ein Drahtzaun, wo neugierige Wildscheine uns anstarrten und ungestört ihre Futtersuche fortsetzten. Vielleicht gehörte die Kegelwiese damals zum Lainzer Tiergarten, weil die Steinmauer die Umgebung umgab. 
Vereinzelt sahen wir auch Schlagen im hohen Gras vorbeiflitzen jedoch hatten die meisten Kinder Angst davor. Andere versuchten mit Stöcken die Tiere aufzuscheuchen um andere zu Erschrecken.
Im Waldbereich befand sich eine große Betonplatte umgeben von Laubbäume, hier haben wir Fußball gespielt. Vielleicht war das früher einmal die Kegelbahn welche Ernsti in seinem Beitrag erwähnte. Hilde hatte Plastikkegeln besorgt, und mit einen Tennisball haben wir die Kegeln abgeschossen. Ich ging meisten mit einigen Freunden in der Gegend spazieren und plauderten miteinander. Andere gingen alleine nach Hause oder besuchten die Gaststätte welche in der nähe der Gartenanlage sich befand. Gemeinsam haben wir die Kegelwiese wieder verlassen und sind nach Hause ins Heim gegangen. Wieder bei der Lainzer Tiergartenmauer zurück bis zur Seuttergasse zum grünen Eisentor, welches einladend für uns offen stand.

euer Klagenfurt

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502

Donnerstag, 26. April 2018, 09:06

Der Gottesdienst Im Kinderheim

EINMAL IM MONAT AN EINEN SONNTAG - VORMITTAG HATTEN WIR GOTTESDIENST. VORHER GINGEN WIR IN DEN GARTEN SPIELEN. ALS ES SOWEIT WAR, HOLTE UNS FRAU HELLI VOM GARTEN HERUNTER. WIR GINGEN GEMEINSAM IN DEN SPEISESAAL, WO SCHON ALLES FEIERLICH GESCHMÜCKT WAR. EIN TISCH DIENTE ALS ALTAR. DER GOTTESDIENST DAUERTE CA. EINE STUNDE UND WIR SANGEN AUCH HEILIGE KIRCHENLIEDER. ES WAR FÜR UNS ALLE EINE POSITIVE ABWECHSLUNG IM TRAURIGEN ALTAG.

ES GRÜSST EUCH ERNESTRO:

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Samstag, 28. April 2018, 22:12

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Unser Spaziergang führte diesmal zur Endstadion der Straßenbahnlinie 49 Hütteldorf. Neben den Imbissstand vorbei, durchschritten wir einen schmalen Waldbereich, wo ein kleiner Wildbach neben der Wohnstraße dahin rauschte. Auf einer grünen Anhöhe standen Kleingartenhäuser neben einander gereiht, welche auch zum Schutz bei Überflutung des Baches diente. Gegenüber der anderen Straßenseite standen private Eigentumswohnungen die aus den Boden gestampft wurden. In dieser Gegend wohnte auch die Küchenchefin Hellin mit ihren Mann, Lehrer Stanislav. Mit Marianne sind wir auf Besuch gekommen und als Stärkung gab es für uns was zu trinken. Nach einigen Minuten des Marsches, erreichten wir die Durchzugsstraße, wo ständig fließender Verkehr herrschte. Nach einer halben Stunde sahen wir die bekannte Fuchs Villa (Otto Wagner Villa) im Jugendstill majestätisch aus den umliegenden Laubwald hervorschauen.
Unsere Blicke galten nunmehr hauptsächlich der nackten Frauengestalt aus Metall, die vor der Villa in der Mitte stand und ihre beide Arme seitlich ausstreckte. Wie von eine Magnet angezogen betrachteten wir sehr auffällig die Eisenstatue mit ihre großen Brüste. Die Betreuerinnen mahnten uns rasch den Weg fortzusetzen. Genervt meinte Hilde, ihr werdet in Zukunft noch mehr solcher nackten Körper sehen und trieb uns an, endlich weiterzugehen. Wir konnten das Kunstwerk nicht einfach ignorieren und blickten mehrmals neugierig vor Lust zurück. Das nunmehrige Gesprächsthema in der Gruppe handelte sich um die Frauenstatue, die jeder mit Begeisterung aus einer anderen Perspektive schilderte.
Obwohl Sex für uns ein Tabuthema war, entstand eine heiße emotionale Diskussion, die nie enden wollte. Einige erfanden sogar Fantasiegeschichten über das andere Geschlecht um in der Gruppe sich hervorzuheben.
Neben den Gartenzaun der Villa führte noch ein steiler Waldweg hinauf, der wiederum zu einer anderen Lagerwiese führte.
Wir bogen jedoch beim Spielplatz ein der gegenüber der Villa sich zeigte, ein hoher Maschendrahtzaun trennte den Platz von der Autostraße.
Hier spielten wir Fußball oder andere erfundene Versteckspiele, das anschließende hohe Gestrüpp war der ideale Ort dafür. Oft suchen wir auch dort nach dem Ball der zwischen den Sträucher oder im sumpfigen Gewässer lag. Müde verschwitzt von Spiel und den erlebten Fruchtbarkeitssymbol der Mutter Natur gingen wir nach Hause.


euer Klagenfurt

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504

Mittwoch, 2. Mai 2018, 10:03

Meine Zeit Im Kinderheim

DIES UND DAS UND MANCHERLEI
GING SO JEDEN TAG VORBEI.
DIES UND DAS UND ZWEIERLEI
FRAGST DU WAS DA RICHTIG SEI
DIES UND DAS IST EINERLEI,
WAR NICHT SCHAD, DAS ES VORBEI.

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Sonntag, 6. Mai 2018, 11:56

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Die feierliche Messe im Heim ( Teil 1)

An einen Freitag oder Samstag standen wir am späten Nachmittag im Stiegenhaus, in einer Reihe hintereinander. Langsam schritten wir von Stufe für Stufen hinauf und hielten vor dem Krankenzimmer beziehungsweise den Raum neben der Kanzlei des Direktors. Sobald sich eine Tür öffnete und ein Bub blaß oder erleichtert herauskam, trat der nächste ins Zimmer ein, um dort die Beichte abzulegen. Der Beichtvater ruhte in versunkener Körperhaltung, die Stola um den Hals und die Hände zum Gebet gefaltet. Kurz erhob er seinen Blick, sah mich an und wies mich den Platz einzunehmen. Ich kniete mich vor ihm nieder so wie wir es im Religionsunterricht erfahren haben. Zögerlich zählte ich über meine belanglosen Sünden auf die mir gerade eingefallen sind, beim unterbrechen oder langen nachdenken, half mir der Geistliche auf die Sprünge. Er erwähnte einige Sünden wobei ich mit ja oder nein antwortete. Als nichts mehr zum Vorschein kam, erhielt ich endlich den Segen und das anschließende Bußgebet. Ich fühlte mich nachher wie ein ausgetrockneter Schwamm der nichts mehr hergeben konnte. Andere Kinder halfen sich mit einen Schmierzettel um ja keine Sünde zu vergessen. Ich suchte danach ein leeres Schlafzimmer auf, um mein Bußgebet anzubringen, nachher kehrte ich erleichtert zur Gruppe zurück. Mit großer Neugier wollte gleich jeder erfahren wie es abgelaufen war und ob der Beichtvater ein gütiger oder strenger Pastor sei. Erzieher Neuwirth bestand darauf das jeder in seiner Gruppe die Beichte ablegen sollte, dies sei die Pflicht eines jeden Katholik, meinte er. Seine Kindheit war geprägt von der ländlichen kirchlichen Kultur in einen kleinen Dorf im Waldviertel, wo auch die Kirche im Mittelpunkt des Geschehen stand. In seinen Erzählungen erwähnte er oft, den Namen der Heiligen Jungfrau Maria, wenn es um Glaubensgeschichten aus seiner Kindheit ging. Als bis zum Sonntag mußten wir uns bemühen keine neue Sünden zu machen.

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Sonntag, 6. Mai 2018, 11:57

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Die feierliche Messe im Heim ( Teil 2)

Sonntag Nachmittag war der Höhepunkt des kirchlichen Ereignis im Heim Hütteldorf.
Heute kam der ehrwürdige Herr Dechant von Ober St. Veit mit seinen hellbraunen Koffer vorbei, um mit uns die heilige Messe abzuhalten. Zwei Tische standen neben einander bereit für das Kreuz, der beiden Kerzen, sowie das weiße Tischtuch und den Wassergläser. Auch die Religionslehrerin ist gekommen um den Hochwürden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sie war eine bescheidene und ruhige Lehrerin, wir mochten sie alle und waren froh sie wieder zu sehen. Bis auf den letzten Platz war der Speisesaal vollgestopft, sogar die Tische in der hinteren Reihe dienten der Gruppe Neuwirth als Sitzgelegenheit. Schwester Emma betreute in ihrer Gruppe die Kinder, welche einer anderen Religionsgemeinschaft angehörten. Mit einen schönen grünen verzierten Messgewand stand der Prediger hinter den Tisch und zelebrierte die heilige Messe. Ob auch vorne seitlich beim Tisch Ministranten standen um die Glocken zu betätigen, kann ich heute nicht mehr beantworten. Vielleicht übernahm diese Aufgabe die Religionslehrerin, ich befand mich in den hinteren Reihen und sah nur den Prediger bei seiner Handlung zu. Der Gipfel der heiligen Messe war die Entgegennahme der Hostie, jeder wollte das Ereignis nicht versäumen. Zwischendurch erklangen in Hintergrund die Messlieder welche von Schwester Strohmeiers Gruppe einstudiert wurden. Sie begleitete den Chor mit ihrer Gitarre und achtete darauf, daß jeder in ihren Blickfeld mitsang. Nachdem der letzte Friedenssengen ausgesprochen war und der Pastor mit freundlichen Worte sich zurückzog, verlies eine Gruppe nach der anderen den feierlichen Saal.

LG. Johann

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Montag, 7. Mai 2018, 06:16

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Bei uns wurde keine heilige Messe im Speisesaal abgehalten, wie bei Ernst und Johann geschildert wurde. Das Interesse zu feiern war sehr gering, auch gab  es keinen Zwang um diese zu besuchen. Wir gingen lieber in der Freizeit ins Kino oder im Prater, als in die nächst gelegene Kirche. Die Erstkommunion oder Messe erlebten die Kinder bei ihren Eltern zu Hause, aber nicht im Heim. Ich selbst wurde weder von Heim noch von meinen Eltern aufgefordert die Erstkommunion zu beantragen.
Durch mein langes fernbleiben aus den Schulunterricht, wegen einer Krankheit, kannte ich nicht einmal den Namen von meinen Religionslehrer. Meine einzige Lehrerin war Frau Strohmeier, wo ich auch die letzten Jahre meiner Heimzeit bei ihr unterrichtet wurde. 

Liebe Grüße: Klagenfurter

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Sonntag, 3. Juni 2018, 03:18

Geburtstag

LIEBER MICHI

ALLES GUTE UND VIEL GESUNDHEIT WÜNSCHT DIR VON HERZEN ERNSTL.

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Montag, 4. Juni 2018, 19:19

Re: Kinderheim Hütteldorf 1950 - 1986 (August Aichhorn Haus)

Hallo Michael,
Auch ich möchte dir auf diesem Weg meine herzlichsten Grüsse zum Geburtstag übermitteln.

Liebe Grüsse

"arnolddarfalles"

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Freitag, 8. Juni 2018, 10:59

Geburtstag

DER LEHRER FERTIGT EINE KLASSENLISTE MIT NAMEN UND GEBURTSDATEN DER SCHÜLER AN. ER FRAGT:" ERNST, WANN HAST DU GEBURTSTAG?" ERNST WILL NICHT HÖREN. DER LEHRER WIEDERHOLT SEINE FRAGE:" ICH MÖCHTE WISSEN, WANN DU GEBURTSTAG HAST?" ERNST ANTWORTET VERSCHNUPFT:" WARUM DENN? SIE SCHENKEN MIR JA DOCH NICHTS!"

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Donnerstag, 14. Juni 2018, 07:58

Unzulänglichkeit

NUR AUS UNZULÄNGLICHKEIT SUCHTEN EINIGE ZÖGLINGE HASS UND STREIT, EIGNE FEHLER NICHT EINGESTEHN UND SIE NUR BEI ANDEREN SEHN. FÄLLT ES IHNEN SCHWER SO ENTLASTEN SIE SICH MEHR!

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Samstag, 7. Juli 2018, 10:31

Schule

WARUM TRUG DER LEHRER IN MEINER KLASSE IM UNTERRICHT EINE SONNENBRILLE? WEIL ER SO GLÄNZENDE SCHÜLER HATTE.

NETTE GRÜSSE ERNESTRO:

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Dienstag, 10. Juli 2018, 08:46

NAME

STELL DIR NUR MAL VOR, OTTO WAR VOR KURZEM IN AMERIKA UND HAT DORT DEN HÄUPTLING "FLIESSENDES WASSER" UND SEINE BEIDEN KLEINEN JUNGS KENNENGELERNT."TOLL"! UND WIE HEISSEN DENN SEINE SÖHNE?" DIE HEISSEN HEISS UND KALT." WIR BEKAMEN AUCH FLIESSENDES WASSER ZU SPÜREN UND ZWAR UNTER DER EISKALTEN DUSCHE:

SCHÖNE GRÜSSE ERNESTRO:

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Freitag, 13. Juli 2018, 09:56

Umschwärmt

FRAU HELLI KOMMT AUS DEM URLAUB ZURÜCK. VOLLER STOLZ ERZÄHLT SIE IN DER KANZLEI, IHR KÖNNT EUCH GARNICHT VORSTELLEN WIE ICH UMSCHWÄRMT WURDE. UND OB!" AUCH WIR HATTEN EINE FÜRCHTERLICHE PLAGE MIT GELSEN DIE UNS UMSCHWÄRMTEN. WIR ZÖGLINGE WAREN AUCH UMSCHWÄRMT VON DEN ERZIEHERN UND ERZIEHERINNEN MIT SCHLÄGEN UND TRITTEN BIS DAS BLUT KAM.

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Mittwoch, 1. August 2018, 10:24

Fussball

SECHS ZÖGLINGE DURFTEN IN DER GROSSEN KANZLEI MIT DIR. HÄUSLER EIN FUSSBALLSPIEL ANSCHAUEN. DA SAGTE EIN ZÖGLING ZUM ANDEREN" EIN GUTES SPIEL" JA, ABER DIE TORE FEHLEN!" WIESO? DA STEHEN DOCH ZWEI!"

NETTE GRÜSSE ERNESTRO:

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Sonntag, 5. August 2018, 17:29

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Am Samstag dem 4.8.18 war es wieder soweit und wir trafen uns in Ernstis Garten in der noble Gegend bei Grinzing. Obwohl er relativ Heiß war um zu kommen, haben nur zwei ältere Gäste abgesagt. Robert stand bereits beim Griller und achtete darauf, daß kein Essen verbrannte. Ernsti lief die Stufen hinauf und herunter, brachte Geschirr und Getränke für die geladenen ehemaligen Hütteldorfer. Durch den umliegenden Laubwald kam kühlere Luft zu uns herüber, somit war es angenehm im Garten zu Feiern. Unsere Gespräche verliefen sachlich und ohne Übertreibungen. Später kam Norbert hinzu und wurde von Robert mit einen großen vollen Teller mit gebratenes Fleisch, Gemüse und Wurst begrüßt. Gemütlich mit einem Spritzwein genoss Norbert seine Speise und lies sich von niemanden stören. Er verstand es wie ein Gentleman zu speisen und auch zu argumentieren wie wohlhabend er eigentlich sei. Wenn wir schon in der Kindheit nichts materielles hatten, so tauchen immer wieder ehemalige Heimkinder auf um zu zeigen wie Toll sie eigentlich sind und was sie aus ihrem Leben gemacht haben. Gegen Nachmittag brachte Ernsti Kaffee und Kuchen, damit wir nicht durch die Hitze zu müde wurden. Hans holte in der Zwischenzeit seine Gitarre um mit Ernsti anschließend zu musizieren. Lieder konnte ich das Duett nicht miterleben, weil die Heimat nach mir rief. Gegen 15 Uhr mußte ich die Runde verlassen um rechtzeitig am Südbahnhof zu sein, um dort wieder nach Klagenfurt zurück zu fahren. Lieber Ernsti, Johann und ich bedanken uns recht herzlich für Deine Einladung und vorzügliche Bewirtung, wir hatten ein gutes Gesprächsthema über die Vergangenheit, welches mir gut getan hat. Hoffentlich wird es noch lange solche Grillfeste bei Dir geben, wo wir uns Hütteldorfer immer wieder mit Freude begegnen.



mit lieben grüßen euer Klagenfurt

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Montag, 13. August 2018, 09:53

Aktive Erwartung

IM KINDERHEIM- HÜTTELDORF HATTE MAN NICHTS ZU ERWARTEN, SO KONNTE MAN AUCH NICHTS FINDEN. UNERWARTETES KOMMT NUR, IST MAN AUF ERKUNDUNGSTOUR.

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

Klagenfurt

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Dienstag, 14. August 2018, 20:39

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Lieber Koarl, irgendwie war ich angenehm überrascht von Dir ein Dankeschön für den Beitrag zu erhalten. Leider warst Du nicht beim Ernstis Gartenfest, wo Dich Robert mit Köstlichkeiten versorgt hätte und Ernsti mit alkoholfreie Getränke. Zwischendurch hättest Du von Ernstis Gemüsegarten gesund naschen können, weil die Tomaten waren herrlich im Geschmack. Auch die Hütte hat Ernsti neu gestrichen, es soll an Griechenland erinnern. Statt den blauen Meer gibt es Nadelbäume und einen Wasserhahn mit frischen kalten Wasser aus der Quelle zum Abkühlen. Aber ich hoffe, daß Du am 8. Sep. wieder soweit bei Kräften bist um zu kommen. Irgendwie gehört auch ein Strenger Heimleiter in die Hütteldorfer Runde, um die Ordnung bei Streiterein wieder herzustellen. Freue mich auf ein Wiedersehn: Klagenfurt

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Ernestro (16.08.2018)

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Donnerstag, 16. August 2018, 13:36

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Wieder einmal sind die Medien damit beschäftigt über den Kindesmissbrauch zu berichten. Die Verjährung erfolgt ab den 30. Lebensjahr im Amerika. Die Staatsanwaltschaft möchte das Gesetz ändern und scheitert an der Blockade der Bischöfe. Da die Fälle solange zurückliegen, sterben laufend die Geschädigten. Auch darüber zu Reden und an die Öffentlichkeit zu gehen, hielt die meisten Opfer zurück um zeitgerecht zu klagen. Sogar ein Mädchen mit 7 Jahre, welches im Krankenhaus eine Mandeloperation hatte, wurde von Pastor besucht und gleichzeit vergewaltigt, berichtete Ö1 im Radio. Man wird einige Täter herausfiltern, sie an den Pranger stellen und die Sache ruhen lassen Jedoch die Opfer werden leer ausgehen und mit der Krankeit alleine Weiterleben.




Klagenfurt

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Freitag, 17. August 2018, 07:48

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Eine Initiative der Katholischen Kirche möchte so wie in den USA, daß die Archive der Klasnik Kommission geöffnet werden. Es handelt sich um etwa 1600 Opfer die von kirchlichen Einrichtungen mißbraucht wurden. In OÖ möchte die Caritas diesem Beispiel folgen, wie in den USA. Doch für die anderen Archiven lehnt die Bischofskonferenz eine öffentliche Aufarbeitung kategorisch ab. Der Vatikan hat sich für die Vorgangsweise in den USA entschuldigt und der Paspst stehe voll hinter den Opfern und meint, daß die Schuldigen zu Verantwortung gezogen werden sollen. So ein Sprecherin im Ö 1 Radio um 7 Uhr in der Früh.
LG Johann

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