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Donnerstag, 13. September 2018, 11:36

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Das graue Haus.

Eines schönen Tages sind wir auf der Ringstraße spazieren gegangen um die historischen Bauten zu besichtigen.
Sieben Jugendliche darunter auch Lehrlinge, sind mit Neuwirt als Aufsichtsperson schon einige Meter zu Fuß auf der Straße unterwegs.
Plötzlich standen wir vor dem Haupteingang der Justizanstalt, Neuwirt schaute einginge in die Augen und sagte mit einer trockener Miene „ schaut euch das graue Haus gut an, dort befinden sich eure Zimmer die ihr eines Tages beziehen werd“.
Naiv fragten einige Anwesenden wie er das meinte und sie haben das Haus noch nie gesehen.
Das werdet ihr in fünf Jahren sehen, einige euer Vorgänger im Heim sind bereits hier untergebracht und wärmen eure Zimmer bereits auf, sage Neuwirt weiter.
Einige hatten wirklich keine Ahnung, was Neuwirt damals meinte, weil mit dem Wort „ Justizanstalt“ konnten die wenigsten etwas anfangen. Vielmehr kannten wir das Lehrlingsheim Eggenburg oder die grüne Kuppel von Steinhof als Versetzungsort bei Drohungen der Vorgesetzten.
Um uns ordnungsgemäß aufzuklären, was passieren könnte, wenn wir Straffällig werden, warf uns Neuwirt nur einige Wortbrocken hin, die ich viel später verstanden habe. Auch aus der Kronen Zeitung hat er einige Male laut uns vorgelesen, wenn ein ehemaliger Zögling ein Gewaltverbrechen verübt hatte. Danach kam wieder eine Art unnötige Bemerkung, die einen bestimmten Jugendlichen als Mahnung treffen sollte.
Ein geschulter Pädagoge würde hier andere Worte verwenden und auch die Jugendliche dementsprechend aufklären, aber bei Neuwirt war es eben anders und manchmal komplizierter ihm zu verstehen.


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Sonntag, 16. September 2018, 08:59

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Besuch des Wiener Praters
Bei einer wöchentlichen Besprechung wurde der Wunsch regelmäßig geäußert, den Wiener Prater zu besuchen. Da Neuwirt für die großen Kinder zuständig war und die Gegend in zweiten Bezirk gut kannte, stand nichts mehr im Wege.
Einige der Heimkinder, sowie auch Lehrlinge fuhren damals mit Neuwirt in die Leopoldstadt. In der Novaragasse angekommen warteten wir kurz auf Neuwirt, welcher in seiner Wohnung etwas abholte. Er ging alleine hinauf und kam nach einigen Minuten wieder herunter. Danach führte der Weg uns zum Gasthaus, dort war die Sammelstelle für die Rückfahrt ins Heim geplant war. Hier fragte Neuwirt die Kinder ob jeder genug Geld für die Rutschbahn und andere Einrichtungen des Praters mitgenommen haben.
Wer kein Taschengeld für das Vergnügen bei sich hatte, bekam von Neuwirt 10,- oder 15,- Schilling Kredit oder gar den Geldbetrag geschenkt.
Bei einigen sagte er „ das Geld bekommen ich nächste Woche von Dir zurück“ jedoch hat er es nie zurückverlangt. Als wir mit der Geisterbahn fuhren und nachher erschöpft und blas die Geisterburg verließen, hat uns Neuwirt sogleich in diesem verwirrten Zustand fotografiert, leider habe ich die Bilder einige Jahre später im Lehrlingsheim Rodaun zurückgelassen als ich unerwartet nach Klagenfurt überstellt wurde. Als wir mit der Liliputbahn gefahren sind, mußten die Großen zu Fuß gehen, weil die Sitzbänke für sie zu klein waren. Neuwirt wiederum hat sich mit Gewalt hineingezwängt und saß zwischen zwei Bänken in der letzten Reihe. Um nicht ausgelacht zu werden, mahnte er die Kinder nach vorne zu schauen. Zwischendurch durften wir noch mit dem Restgeld in der Tasche herumfahren. mit was wir wollten. Leider war das Riesenrad zu treuer um auch dort zu fahren, gerne hätte ich mir Wien von oben angesehen. Einige der Lehrlinge sind mit der rauchenden Zigarette im Mund lässig umhergegangen um die Mädchen zu imponieren. Beim Gasthaus an der Ecke haben wir uns gegen Abend alle getroffen und sind nachher gemeinsam ins Heim zurückgefahren.
Ich erlebte Neuwirt in allen Fassetten, er konnte sehr freundlich und nett sein und in nächsten Augenblick war er ganz anders. Vielleicht hatte ich damals unbewusst diese richtige Umgangsart mit ihm, ohne Schwierigkeiten zu Kommunizieren. Wobei andere in Vorhinein aus mir unerklärten Gründen abgewiesen wurden. Mir taten manche leid, doch ich konnte mich nicht einmischen, auch wußte ich nicht wie ich mich zu verhalten hatte.


es grüßt euch Klagenfurt ( Michael)

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543

Montag, 17. September 2018, 08:14

Herbst Im Garten- Kinderheim- Hütteldorf

DIE BUNTEN BLÄTTER FALLEN,
UND GRAUE NEBEL WALLEN,
DER WINTER IST IM KOMMEN,
HAT ALLES GRÜN GENOMMEN,
MAN SCHÄTZT DIE HERBSTZEITLOSEN,
UND WARME UNTERHOSEN.
LEIDER ZUR MEINER ZEIT, GAB ES KEINE WARMEN UNTERHOSEN. AUCH WENN ES NOCH SO KALT WAR, HATTEN WIR IMMER DIE DÜNNEN UNTERHOSEN AN.

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Dienstag, 18. September 2018, 17:57

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Der Wiener Prater
Der Prater war für uns kein Gesprächsthema, auch dort hinzufahren wäre für uns eine Utopie gewesen.
Wir hatten sowieso kein Taschengeld so wie ihr, und die wenigsten Kinder bekamen zum Ausgang, der nur einmal im Monat erfolgte einige Schillinge von ihren Eltern.
Wir standen damals gerne beim Zuckerstand und erhielten für 0,50 Groschen fünf Stück Stollwercks.
Andere Kinder wie auch ich bekamen überhaupt kein Kleingeld von zu Hause mit, es war nicht üblich mit Münzen im Hosensack damit herumzulaufen, welches die Mutter schwer verdiente.
Auch Dir. Häusler habe überhaupt solche Veranstaltungen damals nie finanziell Unterstützt. Bei einer Wanderungen, spendierte er die Getränke und den Eintritt. Einige male bezahlte der das Schwimmbad in den Sommerferien.
Auch das Bastelmaterial für Weihnachten oder für sonstige feierliche Anlässe hat der Direktor auch unterstützt und bezahlt. Bei Schwester Emma war es immer unangenehm die Rechnungsbelege beim Direktor einzufordern.
Erzieher Neuwirt hat auch damals im zweiten Bezirk gewohnt, jedoch den Prater hat er immer in ein schlechtes Licht gerückt , um uns davon abzuhalten . Wenn zum Beispiel ein ehemaliger Zögling von der Haft entlassen wurde und sich im Prater herumtrieb, wußte Neuwirt Bescheid. Also dürfte er ebenfalls im Prater gewesen sein, die Novaragasse ist nicht weit davon entfernt.
Wie bereits in einen früheren Beitrag erwähnt, gab es bei uns keine wöchentliche Besprechungen. Es galt das Wort von Erzieher oder Lehrer und somit gab es keine Diskussionen. Welche folgen diese Erziehungsmethode auf die Weiterentwicklung ausgelöst hat, ist eine andere Geschichte. Lieber Michael Du bist in den Genuss gekommen wo nicht mehr der Erzieher im Mittelpunkt standen, sondern eher das kleine Heimkind. Wie gerne hätten ich auch die gleiche Zeit im Heim miterlebt.


liebe Grüße Johann


Er hat mich gebeten das in seinen Namen reinzurstellen da er derzeit nicht in Forum was Schreiben kann

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545

Freitag, 21. September 2018, 10:05

Prater

DA ICH IM KINDERHEIM NUR VOM PRATER TRÄUMEN KONNTE, GING ICH SEID MEINER LEHRZEIT EINMAL IM JAHR IN DEN PRATER. HEUER IM JAHR 2018 WAR ES DAS 59.MAL. MIT KINDERN VOM FUSSBALLCLUB-FORTUNA05.
DAMIT HABE ICH DEN PRATER VOLL AUSGENÜTZT.
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546

Donnerstag, 27. September 2018, 10:18

Schule Im Kinderheim - Hütteldorf

LEHRER:" AUFWACHEN HERR POSCH! ICH GLAUBE NICHT, DASS DAS KLASSENZIMMER DER RICHTIGE ORT FÜR EIN NICKERCHEN IST." SCHÜLER POSCH:" GEHT SCHON. SIE MÜSSEN NUR ETWAS LEISER SEIN. GLEICH DARAUF BEKAM ER EINE SAFTIGE OHRFEIGE, SODAS ER GLEICH VON DER NASE BLUTETE. JA, ES WAREN DAMALS RAUE SITTEN IN DER KINDERHEIMSCHULE.

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johann (28.09.2018)

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Donnerstag, 27. September 2018, 15:28

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

An den unermüdlichen Dichter Ernsti,
freiwillig hätte kaum jemand lange Unterhosen in Winter sich angezogen. Der Schulunterricht fand zu Deiner Zeit im Heimgebäude statt, und somit habt ihr das Haus nicht so oft verlassen müssen. Als später der Schulbetrieb nicht mehr in dem Räumen abgehalten wurde, mußten wir auch im Winter zu Fuß zum Schulgebäude marschieren. Die benötigte Winterbekleidung bestand vorwiegend aus einen dicken Wollmantel, Schall, Wollmütze und Fäustlingen. Es gab einige Kinder die ihre Haarpracht schonen wollten, oder das kratzen der Wolle auf ihrer empfindlichen Haut nicht ertrugen, diese hätten gerne auf die Pudelhaube verzichtet. Doch gab es hier keine Ausnahmen, jeder mußte sich die Mütze über den Kopf ziehen. Sicherlich gab es andere Erzieher die etwas toleranter waren und darüber hinwegsahen.
Um sich nicht als Weichei darstellen zu lassen, hättest auch Du lieber Ernst auf die warme Unterhose verzichtet.
In Deinen vorgeschrittenen Alter ist heute eine lange Hose wertvoll und unverzichtbar, jedoch die Jugend hat eine andere Meinung darüber.

Meint: Johann

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548

Samstag, 29. September 2018, 08:51

Heimat

DIES WORT ALLEIN IST POESIE, ERINNERUNG VERGÄNGLICH NIE. MEINE GANZE KINDHEIT VERBRACHTE ICH NUR IN KINDERHEIMEN. DIE ERINNERUNGEN NEGATIV UND AUCH POSITIV BLEIBEN MIR EIN GANZES LEBENLANG ERHALTEN. SOMIT MUSS ICH DAMIT LEBEN, DEN DAS HÜTTELDORFERHEIM WAR MEINE KINDESHEIMAT.

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Sonntag, 30. September 2018, 08:46

Kinderheim Hütteldorf 1950-1986 August Aichhorn Haus

Meine eigene Jacke
Hey Michl, von wenn hast du die neue Lederjacke bekommen,
riefen mir damals Jugendliche aus dem Heim zu, von Marianne entgegnete ich stolz und zufrieden zugleich.
Ich war einfach glücklich darüber zu jenen Kreis der Großen zu gehören, die regelmäßig private Bekleidungen bekamen und sie auch trugen.
Da ich eher selten Besuch von meinen Eltern bekam, unterstützte mich besonders Marianne in jeder Hinsicht.
Mir persönlich haben die anderen Kinder leid getan, die jeden Tag die gleiche verwaschene Heimwäsche am Körper trugen. Die typisch karierten Hemden und die grau gestrickten Pullover. Diese Kinder erhielten ebenfalls kaum Besuch und haben sich mit der Zeit damit abgefunden. Die Jungendliche die mit eigener Bekleidung ausgestattet waren, stellten sich gerne in dem Mittelpunkt und prahlten gegenüber den kleineren Mitbewohner.
Diese zogen sich frustriert zurück in ihre eigene Umgebung um ja keine Auseinandersetzungen entstehen zu lassen. Neuwirt und Hilde waren solche Auftritte bekannt und sie versuchten die Schwächeren so gut wie möglich zu unterstützen.
Diese lehnten dankend ihre Hilfe ab mit der kindlichen Bescheidenheit: es sei alles in Ordnung.
Bevor einige in der Gruppe Neuwirt das Areal für immer verlassen mußten, sammelten Hilde, Neuwirt und Blazek in ihrer Freizeit, Hosen und Jacken um den Abschied der Zöglinge zu verschönern. Meine Jacke von Marianne mußte ich im Lehrlingsheim Rodaun zurücklassen, als ich den Wohnsitz Wien für immer verlassen musste

liebe grüße Klagenfurt

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Donnerstag, 4. Oktober 2018, 09:49

Die Gedankenfreihet

DIE ENZIGE FREIHEIT DIE WIR IM KINDERHEIM HATTEN, WAR DIE GEDANKENFREIHEIT. SIE WAR FÜR UNS ALLE DIE GRÖSSTE FREIHEIT DIE WIR ERREICHEN KONNTEN:

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Montag, 8. Oktober 2018, 09:12

Verbrechen

ES WIRD DIE ZEIT KOMMEN, DA DAS VERBRECHEN AM TIER EBENSO GEAHNDET WIRD, WIE DAS VERBRECHEN AM MENSCHEN.

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Dienstag, 9. Oktober 2018, 08:18

Rechnen

IN DER SCHULKLASSE FRAGTE DER LEHRER MICH, OB ICH GUT RECHNEN KANN! ICH SAGTE, JA NATÜRLICH. DA BEKAM ICH EINE SAFTIGE OHRFEIGE. DA SAGTE DER LEHRER" DAMIT HAST DU NICHT GERECHNET!"

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Mittwoch, 10. Oktober 2018, 21:01

Taschengeld

Im Radio wurde darüber berichtet, wie wichtig es sei, ab dem sechsten Lebensalter ein Kind mit eigenen Taschengeld umgehen zu lassen. Zuerst solle das Kleinkind mit etwa zehn Euro auskommen und anschließend soll der Betrag von Jahr zu Jahr erhöht werden.
Wenn das Kind jedoch ohne finanzielle Unterstützung aufgezogen wird, was bei geringeren Einkommen der Eltern gegeben ist, hat es mühe im späteren Leben mit Geld umzugehen.
Weiter sagt die Studie, daß Schulden bei Freunde zuallererst zurückbezahlt werden, weil kein Schuldner den Anschluß in der Gemeinschaft verlieren möchte.
An zweiter Stelle kommen die Eltern an die Reihe und erst zum Schluß die Verwanden und Bekannten. Nur 13 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, ihre Schulden bei Verwanden gleich zurückbezahlt zu haben.
Es war auch die Rede davon ein Unterrichtsfach „über den Umgang mit Geld“ einzuführen. Jedoch nicht über Wertpapiere oder Aktien, es ging einfach nur um das tägliche Überleben im Alttag.
Da wir einer Generation angehörten die ebenfalls ohne Bargeld aufgewachsen sind, wäre es nicht zu verwundern, wenn noch heute etliche Schwierigkeiten haben mit ihren Lebensunterhalt nicht zurechtkommen.
Das Ergebnis führt oft zu einer Überschuldung und somit ist es nicht mehr weit bis zur Armutsgrenze.
Es wäre interessant zu erfahren, wie unsere ehemaligen Hütteldorfer Freunde, nach der Heimzeit über die finanziellen Runden gekommen sind.

Liebe Grüße: Johann

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Freitag, 12. Oktober 2018, 09:01

Taschengeld

ZU MEINER ZEIT, WAR DAS WORT " TASCHENGELD" EIN FREMDWORT. SO MUSSTEN WIR HEIMKINDER DAMIT LEBEN, OHNE TASCHENGELD AUSZUKOMMEN.

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555

Freitag, 12. Oktober 2018, 13:37

Tag der offen Tür

Aus Insider Kreisen habe ich erfahren, daß die Möglichkeit nun besteht im ehemaligen Kinderheim Hütteldorf eine Ausstellungstafel mit alte Fotos unserer Jugendtage anzubringen. Die treibende Kraft war unser Ernsti der überall mit großer Geduld Interveniert hat um ja das Projekt voranzutreiben. Auch Robert hat seine Teil dazu beigetragen um dem hürdenreichen Ziel näher zu kommen. Vielleicht gelingt es uns, am Tag der offenen Tür ( 9.11.18 von 8 - 12 Uhr ) die Bilder auszustellen. Sollte jemand ebenfalls noch Fotos von jener Heimzeit bei sich herumtragen, würden wir uns sehr freuen diese ebenfalls den Besucher zu präsentieren. Schwester Marianne hat Michael zu Beispiel versprochen, beim auftauchen ihrer Erinnerungsfotos aus ihrer Gruppe die sie damals betreut hat, ihm zu schenken. Somit hätten wir einen kleinen Bereich der großen Gesichte um das historische Gebäude in der Seuttergasse 29 dazu beigetragen.

Mit lieben Grüßen: Johann




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Samstag, 13. Oktober 2018, 11:35

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Das regelmäßige Taschengeld

Jeden 6. und 17. des Monats bekamen wir das Taschengeld in ein verschlossenes Kuvert überreicht. Die Kleineren erhielten etwa 10 Schilling und die Größeren bis zu 5o Schilling. In einen kleinen Heft mit Namen des Zöglings, wurde das laufende Guthaben eingetragen und nach bedarf ausbezahlt, der Vorgang wie bei einen Sparbuch.
Obwohl wir finanzielle Unterstützung bekamen, wurde uns nicht gesagt wie wir damit umzugehen haben. Einige gaben die Münzen am gleichen Tag wieder aus und somit waren ihre Hosentaschen wieder leer. Dann gingen sie zum Hausmeister Stiedry um einige Schillinge auszuborgen, die sie jedoch nie zurückzahlen brauchten. Auch der Betreuer Neuwirt hat einigen Geld verborgt und nicht mehr zurückverlangt. Nur wenige haben das erhaltene Geld angespart um etwas größeres zu Kaufen.
Beim Kartenspiel oder sonstige Unterhaltungsspiele in der Gruppe haben einige ihr Geld eingesetzt und dabei verloren. Andere wiederum haben gebrauchte Hosen oder sonstige Kleidungstücke von Jugendlichen abgekauft. Die Sparsamen haben ihr Geld verborgt und ohne Aufschlag zurückverlangt.
Rückblickend hat das Geld bei uns eine wesentliche Rolle gespielt, ob der Umgang damit richtig war, kann ich dazu nichts sagen.


euer Klagenfurt

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Samstag, 13. Oktober 2018, 15:19

Taschengeld

ICH KONNTE MICH AUCH OHNE EIN TASCHENGELD IM HEIM, IN MEINER FLEISCHERLEHRE MIT GELD SPARSAM UND GUT UMGEHEN. DAHER HATTE ICH NIE SCHULDEN GEHABT.

LIEBE GRÜSSE ERNESTRO:

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Gestern, 17:54

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Noch vor einigen Jahrzehnten betrug die Erdbevölkerung 3 Milliarden Menschen und heute sind es bereits faßt 10 Milliarden, die auf der Erde leben.
Besonders steigt rapid die Geburtenrate von Jahr zu Jahr in Afrika, wo die arme Bevölkerungsgruppe betroffen ist, und wo auch das Bildungsniveau sehr gering ausfällt.
Um hier dagegen zu Steuern, wäre Bildung wichtig, dadurch würden die Frauen sich überlegen mehr Kinder auf die Welt zu setzten. Auch der Gesundheitszustand und die Fürsorge für die Kinder, würde besser funktionieren als bisher.
Was wiederum für die Erde besser wäre, weil durch den Klimawandel noch mehr Ernte zerstört wird und dies zur unausweichlichen Hungersnot führt.
Ein Wissenschaftler ist davon überzeugt, daß es schon bereits zu Spät ist wäre, wenn die Bildung erst in der Schule beginne. Das junge Gehirn solle daher bereits nach der Geburt trainiert werden.
In dieser Hinsicht wären die Eltern gefordert die Bildung bereits bei den Babys zu beginnen und zu fördern.
Ich kann mich noch erinnern wie davon abgeraten wurde, den Kindern vor dem Schuleintritt das Lesen und Schreiben zu lernen, weil dadurch die Interesse an der Schule verloren ginge.
Damals gab es für uns weder eine mechanische Schreibmaschine, geschweige einen Computer zum Lernen. Soweit hat sich heute alles verändert und wir haben große Mühe gehabt das alles nachzuholen. Doch Dank des wunderbaren Gehirns, haben wir nicht ganz den Anschluß an der rasanten Zeit ganz verloren.

Liebe Grüße Johann