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Martin MITCHELL

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1

Sonntag, 15. Februar 2015, 01:19

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12 März 2015).

.
Der österreichische Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", Christian FROSCH, schrieb mich an am Sa. 14.02.2015 bezüglich genau diesem seinem KINOFILM über die Heimerziehung in der BRD --- wie folgt:

Zitat

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Lieber Martin Mitchell,

ich bin der Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms "
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK".
Der Film thematisiert die geschlossene Heimerziehung in der BRD. Ich schreibe Ihnen deshalb, da ich bei der Recherche unzählige Male auf Ihren Namen gestoßen bin.

"
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" entstand auf der Basis von Gesprächen mit Opfern und Tätern. Konkret werden die Zustände im berüchtigten Heim der Diakonie “Freistatt” und in einem katholischen Mädchenheim der sog. "Barmherzigen Schwestern" exemplarisch gezeigt. Der Film beginnt im Jahr 1967 und endet 1977. [ vergleiche: "Dortmunder Vincenzheim" - M.M. ]

Der erste Anstoß zu dem Film war, dass ich vor 7 Jahren jemanden kennen lernte, der Opfer dieser “Erziehung” wurde und ich darauf hin unbedingt wollte, dass dieser dunkle Teil der Geschichte mit einem Spielfilm gewürdigt wird. Es ging mir in dem Film nicht nur um die Rekonstruktion der äußeren Tatsachen, sondern auch darum, zu zeigen, was für (innere) Konsequenzen und Traumata die Folge sind. Ferner wollten wir den gängigen Bildern der 60er Jahre, die durch Pop, Revolte und Sexuelle Revolution dominiert werden, etwas entgegen halten. Das Bewusstsein über Geschichte wird ja wesentlich auch durch Bilder aus Filmen geprägt. Unser Film will die Ereignisse im Bewußtsein halten und Diskussionen und Kontroversen auslösen.

Die Geschichte soll auch nach dem “Runden Tisch” nicht ad acta gelegt werden!!!!!

"
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" ist auch das Portrait einer Zeit in der Bundesrepublik, in der die Gegensätze aufeinander prallten.

„Die Geschichte ist nicht tot. Sie ist nicht einmal vergangen.“ (William Faulkner)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen könnten. Da wir nicht die Mittel für eine große PR- Maschinerie haben ist es wichtig, dass der Film sich über diejenigen verbreitet, denen dieses Thema am Herzen liegt. Denn es gibt auch mächtige Gegner, die kein Interesse daran haben, dass das Thema in der Öffentlichkeit bleibt.

Vielen Dank im Voraus und auch vielen Dank für die großartige und wichtige Arbeit, die Sie geleistet haben.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Frosch

"
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" KINOSTART 12. März 2015

vorausgewählt für den Deutschen Filmpreis, Seymour Cassel Award für Victoria Schulz,

Lola at the Berlinale, Eröffnungsfilm Int, Filmfestival Oldenburg, Festivals u.a. Int. Filmfestival Mannheim/Heidelberg, Diagonale (Graz)


Official Trailer @ https://www.youtube.com/watch?v=DVWduLYcbBM
.

Ich dachte, dieser KINOFILM verdient seinen eigenen Thread, wo man dann später – wenn man ihn gesehen hat – auch mal darüber diskutieren kann.
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Martin MITCHELL

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2

Montag, 16. Februar 2015, 21:13

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12 März 2015).

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Vorstellung des Kinospielfilms "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" von den Filmemachern selbst (hier in diesem FORUM, der Notwendigkeit halber, wiedergegeben in zwei Teilen).

[ präsentiert hier als:
ERSTE TEIL VON ZWEI TEILEN ]


Zitat

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[ hauptsächlich wechselnde schwarz-weiß Stillfotos selektiert aus den Filmszenen ]

Kinospielfilm "
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

von Christian Frosch

Kamera: Frank Amann
mit VICTORIA SCHULZ, ANTON SPIEKER, BEN BECKER, ERNI MANGOLD, WALFRIEDE SCHMITT, MARKUS HERING, THORSTEN MERTEN, CORA FROST
Buch und Regie: CHRISTIAN FROSCH
Produzent: JOST HERING (Jost Hering Filme)
Co- Produzenten: VIKTORIA SALCHER, MATHIAS FORBERG (Prisma Film, Wien)
mit Unterstützung von Cine+ und weltfilm

Förderer:
Hamburg/SWH Nordmedia BKM DFFF ÖFI Niederösterreich Kultur
Drehbuchentwicklung unterstützt durch EQUINOXE GERMANY

Christian Froschs neuer Spielfilm "
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", gefördert vom BKM, DFFF, der Nordmedia, der Filmförderung Hamburg/SWH, der Niederösterreichischen Filmförderung, sowie des ÖFI - in Coproduktion mit PRISMA Film, Wien und Cine+, wird im Rahmen der LOAL Vornominierungen auf der Berlinale

am 10.02.2015 um 16:15 Uhr im Zoopalast Berlin, Kino 2 zu sehen sein. [
d.h., war, wie gesagt, auch schon dort zu sehen ]

Premiere am 11.03.2015 in Berlin

Kinostart 12.03.2015

SYNOPSIS [
d.h. Synopse ]

Ruby und Martin sind jung und proben den Aufstand. Der Preis, den sie dafür bezahlen, ist hoch: Schulverweis, elterliche Gewalt und schließlich die Heimeinweisung. Doch sie sind bereit, den Kampf für ihre Liebe aufzunehmen.

Deutschland 1967.
Zwei Jugendliche in der deutschen Provinz: Martin träumt davon, Schriftsteller zu werden und mit seiner Literatur die Welt aus den Angeln zu heben. Rubys Leidenschaft ist die Musik. Wer Ruby, die eigentlich Rosemarie heißt, einmal singen gehört hat, weiß, dass sie wirklich das Zeug zur Sängerin hat.
Martin und Ruby treffen sich heimlich so oft es geht, aber mit jedem Tag wird dieser Zustand unerträglicher. Rubys Vater ist ein unerbittlicher Tyrann, streng-katholisch, vom Krieg und von der Wiederaufbaumoral geprägt.
Ruby wagt es deshalb nicht, offen zu ihrer Liebe zu Martin zu stehen.
Für ihren Vater verkörpert Martin all das Böse, wovon er seine Tochter fernhalten will.
Die Schlinge beginnt sich langsam zuzuziehen. Martin und Ruby hauen ab.
Sie wollen in Berlin untertauchen. Der Traum ist kurz.
Ruby landet in einem geschlossenen katholischen Heim bei den „Barmherzigen Schwestern“ und Martin wird ins berüchtigte Erziehungsheim der Diakonie in Freistatt eingeliefert. Ruby und Martin müssen nun getrennt voneinander um ihr geistiges Überleben kämpfen - in einer Welt, die nur darauf abzielt, sie zu brechen.

Deutschland 1977.
Aus Ruby ist eine mittelmäßig erfolgreiche Herz/Schmerz - Schlagersängerin geworden. Sie hat sich arrangiert. Doch die glamouröse Maske lässt sich nur mit Alkohol und Tabletten aufrecht erhalten.
Martin ist hingegen unversöhnt, selbstzerstörerisch und gewalttätig. Nach dem Heim schloß er sich einer militanten Gruppe an und landete im Knast.
Noch immer verbindet die beiden eine Liebe, die unmöglich zu leben ist, aber auch durch nichts ausgelöscht werden kann.
Vor einem wichtigen Auftritt, wird Ruby von ihren Gespenstern heimgesucht. Das Vergangene ist nicht tot....

WRITER´S STATEMENT [
d.h., Zusammenfassung des Drehbuchauthors ]

Godard sagte einmal, dass die interessantesten Filme wohl die weggeworfenen Ideen der Drehbuchschreiber wären, die nie die Schublade verlassen.
Auf meiner Festplatte, das heutige Äquivalent zur Schublade, entsorgte ich vor längerem die Idee zu einem Film über eine Schlagersängerin, die eher zufällig als gewollt in der Maschinerie der Unterhaltungsindustrie landet. Die Musik, die sie eigentlich machen will, verkauft sich nicht. Hinter der heilen Schlagerfassade macht sich Selbsthass breit, den sie mit Alkohol und Drogen „kuriert“, bis es zur Katstrophe kommt.

Eine weitere Karteileiche war eine Geschichte, stark autobiographisch geprägt, in der ich meine Jugend in der Provinz thematisierte.
Unter anderem meinen kläglich missglückten Versuch, mit 15 von zu Hause abzuhauen. Da ich als Nachzügler relativ alte Eltern habe, die noch von Krieg und Nachkrieg geprägt waren und Provinz damals noch wirklich von der Welt abgeschnitten zu sein bedeutete, sind die Themen und Widerstände, mit denen ich mich herumschlagen musste, nicht so verschieden von dem, womit Ruby und Martin im Film zu kämpfen haben. „Die Menschen ändern sich nämlich langsamer als die Verhältnisse, unter denen sie leben“ (Friedrich Heer).
Diese Drehbuchidee scheiterte an meiner inneren Stimme: „Nur, weil es dir passiert ist, muss es noch nicht interessant sein!“
Dann gab es vor einigen Jahren eine folgenreiche Begegnung mit einem Mann, den man als Jugendlichen in ein Heim eingewiesen hatte und der mir seine traumatischen Erlebnisse erzählte.
Mein erstes Gefühl war Wut.
Wie konnte man so mit Kindern und Jugendlichen umgehen?
Wie konnte es geschehen, dass man so viele Leben systematisch zerstörte?
Nicht in einer fernen Zeit und einem exotischen Land, sondern in der BRD bis in die 70er Jahre hinein.
Ich fing Feuer für dieses Thema. Ich wollte unbedingt diese verborgene Geschichte sichtbar machen.
Die Recherche begann zu einer Zeit, als kaum noch etwas über das Thema publiziert war und meine Hauptquelle die Gespräche mit ehemaligen Heimkindern darstellte.
Das hatte den Vorteil, dass der unmittelbare emotionale Aspekt beim Schreiben im Vordergrund stand.
Ich wurde so mit Geschichten und Details konfrontiert, die schwer auszuhalten sind.
Und eines war mir von Anfang an klar: die Vorgänge im Heim müssen im Film authentisch erzählt werden. Erfindungen oder Übertreibungen verbieten sich.
Dann wurde durch das Buch „Schläge im Namen des Herren“ Heimerziehung zum bundesweiten Thema. Ein Runder Tisch befasste sich mit der Geschichte der Opfer. Ein verschwiegenes Kapitel, die Geschichte von ca. 500.000, wurde endlich thematisiert. Ehemalige Heimkinder gingen an die Öffentlichkeit. TV-Filme entstanden...
Die Stärke von Fernsehen ist die Aktualität. Die Stärke von Kino ist die Intensität.
Die 500.000 ehemaligen Heimkinder könnten Stoff für einen Dutzend Filme liefern.
Die Schreibkrise ließ aber dennoch nicht lange auf sich warten. Denn Heimfilme und auch Gefängnisfilme sind ja ein eigenes Genre: Protagonist landet in einer Umgebung, in der eigene Gesetze herrschen. Er/sie wird unerträglichen Zuständen ausgeliefert und kämpft dagegen an. Ein Szenario von Macht und Ohnmacht, das eigentlich nur wenige befriedigende Schlüsse zulässt: Die (gescheiterte) Revolte, den (versuchten) Ausbruch oder den (Selbst)mord. Es ist zwar richtig, dass alle Geschichten im Grunde schon einmal erzählt wurden, aber um so wichtiger ist es, eine Geschichte anders zu erzählen. „Film bildet nicht die Realität ab, sondern eine Vorstellung der Realität “ (Enno Patalas).
Anfänglich dachte ich, dass die Idee, die Geschichte eines Paares zu erzählen schon ausreicht, die Perspektive zu erweitern.
Immerhin kann man dadurch verschiedene Aspekte beleuchten. Die katholischen Nonnen, die mit Strenge, Schlägen und Gebeten den „gefallenen Mädchen“ den rechten Glauben einbläuen und die protestantischen, am soldatischen Ideal von Männlichkeit orientierten Heime wie Freistatt haben zwar das gleiche Ziel, aber andere Verfahrensweisen und Vorstellungen. Gemeinsam ist ihnen, dass durch harte körperliche Arbeit und die absolute Kontrolle die Jugendlichen gebrochen werden sollten. Durch Gebete, Schläge und Drill sollten aus ihnen angepasste Untertanen werden.
Alles interessant, trotzdem hatte ich das Gefühl, in einer Sackgasse zu sein: Schublade!

Eines Tages erwachte ich und ich wusste es: Die Kleinstadterzählung, die kaputte Schlagersängerin und die Heimgeschichte sind Teile eines Films.
Als ich dann einige Tage später ein Stück der „Fehlfarben“ hörte, blieb mir eine Textzeile hängen. „Von jetzt an kein zurück“.
Nun hatte ich auch den passenden Titel für den Film gefunden.
[
http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlfarben - M.M. ]

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Wird fortgesetzt im nächstfolgenden Beitrag.
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Martin MITCHELL

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Montag, 16. Februar 2015, 21:16

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12 März 2015).

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Fortgesetzt vom vorhergehenden Beitrag.

Vorstellung des Kinospielfilms "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" von den Filmemachern selbst (hier in diesem FORUM, der Notwendigkeit halber, wiedergegeben in zwei Teilen).

[ präsentiert hier als:
ZWEITE TEIL VON ZWEI TEILEN ]


Zitat

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DIRECTOR´S STATEMENT [ d.h., Zusammenfassung des Regisseurs ]

Papier ist geduldig. Es gab nicht wenige Momente, in denen ich den Drehbuchautor, also mich selbst, verfluchte. Szenen mit 100 Statisten, viele Schauplätze und das Ganze im historischen Ambiente sind für einen Low-Budget Film eine schwere Zumutung. Zusätzlich noch ein Ensemble von 30 tragenden Rollen, was ein mehrmonatiges extrem intensives Casting bedingte.
Ruby und Martin müssen ferner eine Spanne von 10 Jahren und einen emotionalen Bogen von jugendlicher Naivität bis zur desillusionierten Alkoholikerin und einem Ex-Knacki glaubwürdig darstellen. Schon beim ersten Casting von Victoria Schulz, die Britt Beyer vorschlug, bekam Ruby ein Gesicht. Es gab keine Zweifel. Als Anton Spieker zum Casting kam, war ich zuerst skeptisch, Anton entsprach nicht nur äußerlich in keiner Weise meinem inneren Bild von Martin. Der Autor hatte Martin als dunkelhaarig und schlacksig beschrieben. Doch Antons Talent und die Energie, mit der er sich die Rolle aneignete, brachten das ursprüngliche Bild zum Verschwinden, bis kein anderer mehr als Anton für die Rolle vorstellbar war.
Normalerweise entwickle ich beim Schreiben eine klare visuelle Vorstellung des Films. Im Kopf ist der Film gedreht und dann muss ich nur versuchen, diese Vorstellung umzusetzen. In diesem Fall wollte sich der Film vor meinem geistigen Auge nicht einstellen. Ich wusste alles über die Psyche und Biographien meiner Figuren, was sie in jedem Moment sagen und - genauso wichtig - was sie verschweigen.
Der Befreiungsschlag kam aus einer unerwarteten Richtung: ökonomischer Zwang. Wenn wir den Film „normal“ gedreht hätten, wäre es in der Drehzeit unmöglich zu schaffen gewesen. Streichungen wären die naheliegende Antwort gewesen, doch ich wusste, dass dies den Film zerstören würde. Der Kameramann Frank Amann brachte es auf den Punkt: Nur, wenn wir hauptsächlich Handkamera einsetzen gäbe es die Möglichkeit, dieses Pensum zu schaffen.
Da ich eine gewisse Aversion gegen den pseudoauthentischen Dogma-Stil habe, brauchte es einige Zeit, mich mit der Tatsache anzufreunden. Ich kannte aber Franks Arbeit als Dokumentarkameramann. Er hat die Begabung auch in nicht planbaren Situationen großartige Kinobilder zu machen und intuitiv immer die wichtigen Momente zu finden. Den Film in dieser Weise zu drehen war eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen hatte.

"
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" war für die Schauspieler und die Techniker eine riesige Herausforderung, weil fast alle Szenen von A-Z durchgedreht wurden.
Die Vorgabe war: Egal was passiert, wir werden einen Take nicht wiederholen, sondern ihn aus einer anderer Perspektive wieder zur Gänze durchdrehen. So lange, bis wir soviel Material haben, dass wir für jeden Moment aus einem Take einen perfekten Moment für den Schnitt haben.
Zusätzlich gewöhnten wir uns an, Takes nicht mit dem im Drehbuch vorgesehenen Ende abzubrechen, sondern die Kamera weiter laufen und die Darsteller improvisieren zu lassen. Manchmal war der Nachlauf 15 Minuten lang. Dies waren magische Momente, in denen die Figuren plötzlich zu einem Leben jenseits des Scripts erwachten.
So konnten wir nicht nur alle Szenen drehen, sondern hatten für den Schnitt noch einen Überschuss an Material, von dem sehr viel in den Film Eingang gefunden hat.
Wir konnten beim Montieren des Filmes in die Vollen greifen und unter vielen Optionen auswählen.

Christian Frosch

PRODUCER´S STATEMENT [
d.h., Zusammenfassung des Produzenten ]

"
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" hat einen genau recherchierten, dokumentarischen Kern über ein enorm wichtiges Thema. Betrachtet man den Skandal um die Brandenburger Haasenburg-Heime von 2013, erscheint die Problematik leider sogar weniger historisch, als man im ersten Moment denkt.
Der Film erzählt das Scheitern einer Beziehung unter nicht verschuldeten Umständen. In diesem Fall die unheilige Allianz von Eltern, Schule und Fürsorge, Kirche und Heimen.
Das für mich Berührende an dem Film ist, dass man ganz bei den Figuren ist und sich vergegenwärtigt, wie so wunderbare junge Menschen (seelisch) zerstört wurden.
Ich halte "
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" vor allem für eine große und berührende Kinogeschichte.
Und es ist eben die Art, wie Geschichten erzählt sind, die Filme zu Ereignissen machen. Das Erstaunliche an dem Buch war für mich von Anfang an die harmonische Verbindung von sehr unterschiedlichen Elementen.
Der erste Teil: ein “Coming of Age-Drama”, das uns eintauchen lässt in die Konfliktwelt von Jugendlichen. Diese ist dramatisch, aber auch frech, witzig und voller ironischer Dialoge.
Dann der Mittelteil mit neuen Settings und vielen neuen Charakteren, fast dokumentarisch erzählt, in denen wir unmittelbar erleben, wie die beiden Protagonisten mit gegensätzlichen Strategien zu überleben versuchen.
Der dritte Teil, der mich persönlich an Fassbinder-Melodramen erinnert, stellt die letzte formale Wende dar, in der die unterschiedlichen Zeitebenen sich vermischen.
Die Erzählung wird nun sprunghaft und assoziativ.
Dieses Unvorhersehbare macht für mich die eigentliche Kraft des Films aus.

Es gibt nichts Schöneres als Tränen im Kino und bei einem guten Melodram schämt man sich nicht dafür, denn es sind bittere Tränen, die unseren Blick schärfen für die Widersprüche und Ungerechtigkeiten.

Jost Hering

.

QUELLE: folgt in den nächsten Zeilen:
Dieser Text, insgesamt, mit HTML-Kodierung (und eingeschlossen Leerzeichen), umfasst mehr als 15.400 Zeichen ----- und musste deshalb, der Notwendigkeit halber, für dieses FORUM in zweite Teile aufgeteilt werden.
KONSULTIERE DAHER BITTE AUCH UNBEDINGT DAS ORIGINAL @ http://www.josthering.de/jhf/node/79

.

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Gandalf (17.02.2015), angi52 (18.02.2015)

Martin MITCHELL

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Dienstag, 17. Februar 2015, 23:30

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12 März 2015).

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Und noch mehr zu diesem Kinospielfilm "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", der Biographie des Drehbuchautors und Regisseurs Christian Frosch und eine vollständige Liste seiner anderen bisherigen Spielfilme, sind in einer Veröffentlichung im PDF-Format @ http://www.salzgeber.de/presse/pressehefte/VONJETZTAN_ph_Web.pdf zu finden; insgesamt 9 Seiten ----- und dies schließt auch die Biographien der Hauptdarsteller und vieler anderer in dem jetzigen Kinospielfilm "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" mitwirkenden Personen mit ein.
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Gandalf (18.02.2015), angi52 (18.02.2015)

Martin MITCHELL

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 01:28

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015).

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I highly recommend:

Zitat

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Movie-Theatre-Film: "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" by CHRISTIAN FROSCH.

International Title: "
ROUGH ROAD AHEAD"

AUSTRIAN FILM COMMISSION @
http://www.afc.at/jart/prj3/afc/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1164397024469&filme_id=1381318366159


SYNOPSIS:
Germany 1967. Ruby and Martin are young and setting out for rebellion. The price they have to pay for this is high: Expulsion from school, parental violence, and eventually the juvenile detention centre. But they are ready to fight for their love.

TECHNICAL DATA:
Running time/min 108

Format: 35 mm

Screen ratio: 16:9

Language spoken: German

Year of production: 2014

Credits:

Director(s): Christian Frosch

Writer(s): Christian Frosch

Cinematographer(s): Frank Amann

Producer(s):
Viktoria Salcher, Mathias Forberg, Jost Hering

Production Company:
Prisma Film-und Fernsehproduktion GmbH
Rathausstraße 3/18
1010 Vienna, Austria
Tel: (+43 1) 406 37 70
Fax: (+43 1) 406 37 70-20
E-Mail: office@prismafilm.at
Web: Prismafilm Wien - Home

with Jost Hering Filme

World Sales
Paul Thiltges Distributions
Filmland, 25 zone industrielle
8287 Kehlen, Luxembourg
Tel: +352 25 03 93
Fax: +352 25 03 94
E-Mail: info@ptd.lu
Web: www.ptd.lu

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SOURCE: AUSTRIAN FILM COMMISSION @ http://www.afc.at/jart/prj3/afc/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1164397024469&filme_id=1381318366159

I, Martin – Martin MITCHELL (who himself was incarcerated in this very evangelical-lutheran boys’ institution situated in a peat-bog, in “Freistatt” on the moors, in West Germany, in the 1960s, featuring in this film) – recommend !!
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Martin MITCHELL« (21. Februar 2015, 05:52)


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Gandalf (19.02.2015)

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Dienstag, 3. März 2015, 04:46

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015).

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KINO-ZEIT.DE ( 19.02.2015 ) http://www.kino-zeit.de/filme/von-jetzt-an-kein-zurueck#

Zitat

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Von jetzt an kein zurück

Unerbitterlich!

Das Mädchen kommt ins Heim, der Junge in die Anstalt. Es geht ausgesprochen rigoros zu im deutsch-österreichischen Jugenddrama Von jetzt an kein Zurück.

Rosemarie leidet zuerst unter ihrem tyrannischen Vater (Ben Becker) und dann im Heim der Barmherzigen Schwestern, die doch kein Erbarmen kennen. Als sie noch zu Hause wohnt, jobbt sie heimlich im Plattenladen und hört The Monks. Im Heim fällt sie durch ihren inbrünstigen Gesang auf. Ihr Sopran sticht hell aus dem Chorgesang der Klosterschülerinnen heraus und rührt sogar die verbissen strenge Oberin Mutter Benedikta (Erni Mangold) an.

Trailer (1)
………………
Fotogalerie (17)

Martin (Anton Spieker) aus der Nachbarschaft hat es mit seinem Vater (Thorsten Merten) nicht ganz so schwer. Er ist mit Rosemarie befreundet und haut mit ihr ab. Sie wollen in Berlin untertauchen, doch ihr Traum ist kurz. Martin wird ins berüchtigte Erziehungsheim der Diakonie in Freistatt eingewiesen, militärischem Drill unterzogen, zu schwerer körperlicher Arbeit herangezogen und lernt vor allem: Erziehung ist Gewalt.

Rosemarie und Martin müssen getrennt voneinander um ihr geistiges Überleben kämpfen, in einem Umfeld, das allein darauf abzielt, sie zu brechen. Sie wird schließlich eine Schlagersängerin, die ihre glamouröse Maske nur mit Alkohol und Tabletten aufrechtzuerhalten weiß. Von ihm ist zu hören, dass er später umsetzte, was er im Heim selbst erfahren hat, sich einer militanten Gruppe anschloss und im Knast landete.

Nach Dora – Die sexuellen Neurosen unserer Eltern ist Von jetzt an kein Zurück bereits der zweite Film mit Victoria Schulz in der Hauptrolle, der im Frühjahr 2015 ins Kino kommt. Ihre Rosemarie oder Ruby, wie die junge Frau selbst sich nennt, ist es vor allem, die das kräftig plakative Drama lohnenswert macht. Neben ihr kennt der Film von Christian Frosch (Weisse Lilien) keine differenzierenden Zwischentöne, kein Grau, nur Schwarz und Weiß, Gut oder Böse. Von Freddy Quinns unsäglich platter, aber inzwischen doch hinlänglich bekannter Single-B-Seite Wir an, die den Vorspann untermalt, stellt der Film Bigotterie aus und kämpft noch einmal längst geschlagene Schlachten. Von Abtreibung über Bulimie, Missbräuche aller Art, Verleumdung, Verlogenheit, Verrat bis Züchtigung sind hier alle Untugenden versammelt und schreien einen von der Leinwand herab an wie Schlagzeilen der Bild-Zeitung. Der Film lebt nicht von Nuancen, sondern vom Kontrast. Als Pastiche zahlloser naheliegender Versatzstücke aus Film, Musik und Literatur ist Von jetzt an kein Zurück immerhin konsequent.

(Stefan Otto)

DATEN & FFAKTEN


Produktionsland: Deutschland, Österreich

Produktionsjahr: 2014

Länge: 108 (Min.)

Verleih: Salzgeber

Kinostart: 12.03.2015

CAST & CREW

Regie: Christian Frosch

Drehbuch: Christian Frosch

Kamera: Frank Amann

Schnitt: Karin Hammer, Daniel Scheimberg

Musik: Andreas Ockert

Hauptdarsteller: Ben Becker, Erni Mangold, Walfriede Schmitt, Victoria Schulz, Anton Spieker
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QUELLE: KINO-ZEIT.DE ( 19.02.2015 ) @ http://www.kino-zeit.de/filme/von-jetzt-an-kein-zurueck#

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Selina (03.03.2015), angi52 (05.03.2015)

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Freitag, 6. März 2015, 01:52

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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Schon am 2. Februar 2015 wurde entschieden:

Das Goethe-Institut hat den Film erworben als Teil seines internationalen Förderprogramms und plant ihn beim Australischen Film Festival vorzustellen und die australische Öffentlichkeit weitgehend daran teilhaben zu lassen.

Goethe-Institute has acquired the film as part of its international programme and is planning to screen it as part of the Australian Film Festival so that the Australian public may greatly benefit from its screening.


GERMAN: "Von jetzt an kein zurück" /
ENGLISH: "Rough Road Ahead"

Auf der deutschen Webseite des Filmemachers Jost Hering @ http://www.josthering.de/jhf/node/191 wird seit dem 20.02.2015 dazu berichtet ( diesmal weitgehend in Englisch ).

Zitat

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Von jetzt an kein zurück von Christian Frosch ist auf dem Audi Festival deutscher Filme in Australien eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Australien sind folgende Termine in Australien geplant.

The Audi Festival of German Films, orchestrated by the Goethe-Institut Australia, is the German key event in Australia’s cultural calendar, and the largest German-language film festival outside of Germany. Now in its 14th year, the festival showcases a fine selection of contemporary, internationally acclaimed German-language movies with English subtitles to Australian cities and their communities. The planned dates for 2015 are as follows:

SYDNEY 13 – 28 May 2015
Chauvel Cinema / Palace Norton Street

MELBOURNE 14 – 29 May 2015
Palace Cinema Como / Kino Cinemas

BRISBANE 21 – 27 May 2015
Palace Centro Cinema

CANBERRA 20 – 27 May 2015
Electric Cinema

ADELAIDE 27 – 31 May 2015
Palace Nova East End

PERTH 28 – 31 May 2015
Cinema Paradiso

BYRON BAY 29 – 30 May 2015
Palace Byron Bay

HOBART 29 – 30 May 2015
State Cinema

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SOURCE / QUELLE: Jost Hering @ http://www.josthering.de/jhf/node/191

Zitat

.
The Audi Festival of German Films, orchestrated by the Goethe-Institut Australia, is the German key event in Australia’s cultural calendar, and the largest German-language film festival outside of Germany. Now in its 14th year, the festival showcases a fine selection of contemporary, internationally acclaimed German-language movies with English subtitles to Australian cities and their communities.
.

QUELLE / SOURCE: http://www.goethe.de/ins/au/lp/prj/fia/ffg/enindex.htm?wt_sc=ozfilmfest

"KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" - Kinostart, deutschlandweit, 12. März. 2015.
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Martin MITCHELL

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8

Sonntag, 8. März 2015, 09:29

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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Update aus Adelaide, Australienund Update aus Berlin

Nachdem ich dem Drehbuchautor und Filmregisseur Christian Frosch wie folgt kurz mitteilte was ich meinerseits alles bezüglich seinem "
KINOSPIELFILM" unternehme, schrieb er mir auch sogleich zurück (siehe weiter unten).

Am 03.03.2015 um 02:00 Uhr (MEZ) schrieb Martin MITCHELL:


Zitat

.
Lieber Christian,

ich habe seither, beinahe täglich, weitere Beiträge (Bekanntgebungen), in den jeweiligen Foren und auf den jeweiligen Internetplattformen, wo ich immer regelmäßig berichte zu Ihrem Film "
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" veröffentlicht;

so, zum Beispiel, auch hier:

@
http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=838#p838 und @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=839#p839

und

@
http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17851-KINOFILM-über-die-damalige-Heimerziehung-in-der-BRD-beginnt-12-März-2015/?postID=455501#post455501 und @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17851-KINOFILM-über-die-damalige-Heimerziehung-in-der-BRD-beginnt-12-März-2015/?postID=455589#post455589

und

@
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1987836#1987836 und @ http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1988204#1988204

und

@
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=10331.msg302553#msg302553 und @ http://www.chefduzen.de/index.php?topic=10331.msg302621#msg302621

und an vielen weiteren Stellen im Netz wo es themenweise passt. – Gucken Sie einfach mal.

Die private DVD des Films ist gestern auf dem Postfach meines australischen Freundes angekommen, aber ich habe sie noch nicht abholen können. Mein Freund wohnt in einiger Entfernung von meinem eigenen Wohnsitzt entfernt, und ich habe gerade eine Erkältung. Wenn es mir wieder besser geht werde ich dort hin radeln und die DVD abholen (ein Auto habe ich nicht und öffentlichen Bahn- und Busverkehr benutze ich nicht). Wird daher noch ein paar Tage dauern.

Viele liebe Grüße aus Down Under

Martin

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Am 03.03.2015 um 11:26 Uhr (MEZ) schrieb Christian FROSCH:

Zitat

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Lieber Martin,

zuerst einmal gute Besserung. Und ja nicht zu früh aufstehen.
Ich kenne Leute die eine Grippe übergangen haben und seither nie mehr zu 100 % fit geworden sind.

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Wir hatten gestern eine Preview mit Diskussion. Es war große Betroffenheit beim Publikum spürbar. Einige weinten sogar. Aber auch unglaublich wieviel Unwissenheit noch unterwegs ist. Eine Dame behauptete, Heime sein ein reines Ostproblem gewesen sei. Im Westen gab es sowas nicht.
Als ich mit den Fakten kam und ihr entsprechende Literatur nannte, dann meinte sie, dass sie aus dieser Generation stamme und es unmöglich sei, dass sie nichts davon mitbekommen habe.
Nunja es gibt ja auch immer noch Deutsche, die die KZ´s für Erfindungen halten.

Mir ist bei soviel Ignoranz schon kurz die Spucke weggeblieben. Schön war, dass Jüngere auf mich zugekommen sind und meinten, dass sie nun ihre Eltern besser verstünden.
Sie kannten solche Schul- und Elterngeschichten nur von Erzählungen.
Jetzt hätten sie sie plötzlich erlebt.

Einigen war die Darstellung der Heime zu drastisch und einige vermißten ein Happy End.

Es gab auch die Unterstellung ich hätte übertrieben.
Dabei habe ich nur ein Bruchteil von den Geschichten verwertet, die mir erzählt wurden. Und die allerschlimmsten Sachen wurden bewußt raus gelassen. Die Leute halten echt nichts aus.
Aber um es mit Ingeborg Bachmann zu sagen : "Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar!"
Ist ja immer schwierig zu entscheiden, was die Leute halt noch verkraften. Überdehnt man etwas fangen die Leute sich zu distanzieren an. Und ich wollte einen Film machen, der die Zuschauer emotionalisiert.

Schön war, dass ganz lange danach über die Entschädigungen geredet wurden und ich klar machen konnte, warum ich den Runden Tisch als keine Erfolgsgeschichte sehe. Um es einmal Milde auszudrücken. Große Zustimmung diesbezüglich.

Ich muß sagen, dass ich unglaublich gespannt, wie Sie den Film finden. Ich hoffe wirklich, dass Sie mit mir zufrieden sind.
Vieles was wichtig wäre, fehlt natürlich, aber man hat eben nur 100 Minuten Zeit. Aber Spielfilm muß emotionalisieren und Interesse für ein Thema wecken. Die Fakten kann man dann nachlesen. Wenn die Leute danach zu Googeln anfangen hat man gewonnen. :-)

Herzliche Grüße aus dem kalt- sonnigen Berlin

Christian

P.S. Gerade habe ich erfahren, dass der Film beim Festival in Brüssel laufen wird.

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"KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" - Kinostart, deutschlandweit, 12. März. 2015.
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Martin MITCHELL

unregistriert

9

Montag, 9. März 2015, 00:18

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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Ein Medienbericht zum "KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

DEUTSCHLANDRADIO KULTUR


Zitat

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Beitrag vom 07.03.2015

KINOFILM ÜBER HEIMERZIEHUNG

"Mir war es wichtig, dass es ein Zeitporträt wird"

[ Interview mit Christian Frosch ]

MODERATION: SUSANNE BURG

[ FOTO: Christian Frosch, Drehbuchautor und Regisseurs des Films "Von jetzt an kein Zurück" (Deutschlandradio Kultur/ Norbert Wassmund) ]

Ein verstörender Film: "Von jetzt an kein Zurück" kommt am Donnerstag [ 12. März 2015 ] [ deutschlandweit ] in die Kinos und erzählt von zwei Kindheiten im Heim. Im Interview spricht der Regisseur Christian Frosch darüber, was ihn an dem Thema interessiert hat und warum es für ihn bis heute so wichtig ist.

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Aufgezeichnet @ http://www.deutschlandradiokultur.de/kinofilm-ueber-heimerziehung-mir-war-es-wichtig-dass-es-ein.2168.de.html?dram%3Aarticle_id=313609
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angi52 (09.03.2015)

Martin MITCHELL

unregistriert

10

Donnerstag, 12. März 2015, 01:57

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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"KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

Zitat

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Start bundesweit am 12.03.2015 in 16 Städten und ausgewählten Programm-Kinos:
● Augsburg: Savoy
● Berlin: Moviemento, Central Kino, Kino in der Kulturbrauerei, Tilsiter Lichtspiele, Filmkunst 66, Kino in der Brotfabrik;
● Dresden: Kino im Dach
● Dortmund: sweetSixteen-Kino
● Düsseldorf: Bambi-Filmstudio
● Erfurt: Kinoklub am Hirschlachufer
● Frankfurt/Main: Mal sehn Kino
● Freiburg/Breisgau: Friedrichsbau_Apollo
● Hamburg: 3001 Kino
● Hannover: Kino im Künstlerhaus
● Köln: Filmhauskino
● Leipzig: Schaubühne Lindenfels
● Lüneburg: Scala Programmkino
● Mannheim: Cineplex Mannheim
● München: Monopol Kinos
● Nürnberg: Casablanca Filmkunsttheater

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QUELLE: hpd - Humanistischer Pressedienst @ http://hpd.de/veranstaltungen?action=cal&id=1239&tab=cal_single [ Kinofilm-Terminansage erstmalig veröffentlicht hier Anfang März 2015 ]
Von den christlichen Kirchen um deren damalige Erziehungseinrichtungen es sich ja in diesem "
KINOSPIELFILM" handelt, hört man DAZU bisher garnichts.

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Martin MITCHELL

unregistriert

11

Freitag, 13. März 2015, 06:37

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

"KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

Zitat

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Franziska01 – am 25.02.2015

Empfehlung

Hatte den Film in Oldenburg beim Festival gesehen und finde Victoria Schulz hat den Preis für die beste Schauspielerische Leistung mehr als verdient. Ein deutscher Film, der einem nicht nur zu Herzen geht, sondern sich in jeder Beziehung vom üblichen Fernsehbrei und Till Schweiger Nonsense abhebt.

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QUELLE: http://www.cinema.de/film/von-jetzt-an-kein-zurueck,6408188.html ( bitte dort runter scrollen )


Zitat

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"KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

Event in Berlin

Richard-Sorge-Straße 25a, Berlin-Friedrichshain

Samstag, 14 März 2015, 20:30 Uhr

Organisiert von: Tilsiter Lichtspiele

Kino in Friedrichshain seit 1908! - Das über 100 Jahre alte Berliner Kultkino mit Kneipe versorgt euch jeden Abend mit Filmkunst und selbstgebrautem Bier. Tilsiter Käse gibt es keinen, nur den Namen von der früheren Tilsiter Straße. Gehört zur Kino-Troika Friedrichshain TILSIT - POMPEJI - ZUKUNFT.

"
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"
www.vonjetztan-film.de
14. März in Anwesenheit von Regisseur Christian Frosch und Hauptdarsteller Anton Spieker

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QUELLE: http://www.wherevent.com/detail/Tilsiter-Lichtspiele-VON-JETZT-AN-KEIN-ZURUeCK-in-Anw-von-Regisseur-Christian-Frosch-und-Anton-Spieker


Die TAGESSPIEGEL Redakteurin, Christiane Peitz (Jg. 1959), die das Kulturressort des Tagesspiegels leitet, kürzlich, summierte den FILM wie folgt:

Zitat

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Gut, dass der FILM erneut das Schweigen über die Heimkinder bricht. Nicht gut, dass er seine Helden auf den Opferstatus reduziert. Ruby, die alkoholsüchtige Schlagersängerin in den Siebzigern, Martin, der bei der RAF und im Knast landet – sie sind verloren. Ist der Mensch nicht mehr als das Ergebnis seiner Erziehung?
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QUELLE: DER TAGESSPIEGEL @ http://www.tagesspiegel.de/kultur/schwarz-weiss-film-von-jetzt-an-kein-zurueck-wer-ins-heim-kommt-ist-ein-nichts/11490796.html
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Martin MITCHELL« (14. März 2015, 06:56)


Martin MITCHELL

unregistriert

12

Samstag, 14. März 2015, 06:59

KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

Ich persönlich habe beim TAGESSPIEGEL zum "KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" folgenden Leserkommentar abgegeben:

Beitrag getätigt von MartinMITCHELL am Fr. 13.03.2015, um 04:31 Uhr

@
http://www.tagesspiegel.de/kultur/schwarz-weiss-film-von-jetzt-an-kein-zurueck-wer-ins-heim-kommt-ist-ein-nichts/11490796.html ( bitte dort ganz weit nach unten scrollen)


Zitat

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Wer ins Heim kommt, ist ein Nichts

Ich als ex-FREISTÄTTER der frühen 1960er Jahre bin folgender Meinnung: Dieser Kinospielfilm "
VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" ist mit ziemlich kleinem Budget gedreht und hat auch nicht unbedingt den Zuspruch der Kirchen. Zumindest ist dieser Kinospielfilm aber realitätsnah und nicht an der Wahrheit vorbei. Diese verbrecherische Art von Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Heimerziehung in den Nachkriegsjahrzehnten in Westdeutschland – sowohl wie auch in der DDR – hat tatsächlich vielfach ihr weiteres Leben zerstört; und nur dadurch sind sie zu Opfern geworden; und auch viele leben daher schon lange nicht mehr; und wieder andere von ihnen fristen daher heute nur noch ihr Dasein (auch weil Kirche und Staat, und die an ihrer Zwangsarbeit beteiligten Firmen, Landwirte und Großgrundbesitzer, sie einfach nicht „angemessen entschädigen“ wollen). Es ist also nicht, dass die Opfer ihren „Opferstatus“ feiern. Es kann einfach nicht unter diesen hunderttausendfachen gleichlautenden Umständen und Biographien ein »Happy End« geben. Der Film ist »exactly on the mark«.
Dieser Beitrag wurde verfasst und getätigt von Martin MITCHELL in Australien, der im Alter von 17½ Jahren, unmittelbar aus FREISTATT kommend, im März 1964 nach Australien entfliehen konnte.

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michael wimmersdorf

unregistriert

13

Donnerstag, 19. März 2015, 12:02

Martin Mitchell

Da sich Herr Martin Mitchell über die Schließung seines Posting bei verschiedenen Personen
beschwert hat habe ich ihm über Peter Ruzsicska folgende Antwort zukommen lassen:

Sehr geehrter Herr Martin Mitchell!




Nach Auskunft des Super-Moderators Michael Köck wäre es hilfreich, wenn Sie Ihre Artikel nicht oftmals nur mit geringsten Änderungen wiederholend posten, weil die Resourcen des Forums begrenzt und die Übersichtlichkeit des selben beeinträchtigt ist.

Sie können aber jederzeit Ihre Postings bearbeiten und gegebenenfalls ergänzen.




Das Wir-Heimkinderforum bedankt sich freundlich für Ihre wichtigen und notwendigen

Beiträge und für Ihre gute Mitarbeit.




Mit freundlichen Grüßen:

Peter Ruzsicska

http://ruzsicska.blogspot.com


Liebe Grüße Michael

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Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

EX- Zögling (19.03.2015), angi52 (19.03.2015), jocki (20.03.2015)

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