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Boney111

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Donnerstag, 19. Oktober 2017, 20:50

Neue Regelung für Rezeptgebührenbefreiung seit 01.01.2017

Aufpassen, es gilt eine neue Regelung für Rezeptgebührenbefreiung. Man kommt nicht mehr in den Genuss einer solchen:

E-Mail von der BKK der WVB

Sg. Hr. Volek!

Nach Überprüfung der Unterlagen wird folgendes festgestellt:

Für die Rezeptgebührenobergrenze werden nur Rezeptgebühren herangezogen, welche mit der Kennzeichnung
R = Rezeptposition (Krankenkassenrezept) versehen sind.

Die Medikament werden von der Apotheke mit einem „R“ bezeichnet (z.B. Crestor FTBL 40 mg 30 Stk. € 5,85 R)
Andere Medikamente, welche von der Apotheke mit einem „p“ gekennzeichnet werden, sind hierbei nicht berücksichtigt.

Sie fallen unter die Taxierungsgrenze, der Betrag kann jedoch in der Höhe der Rezeptgebühr sein (z.B. Nebilan Tbl. 5 mg 30 STk € 5,85 p).

Alle mit einem „p“ gekennzeichneten Medikamente werden daher NICHT auf das Rezeptgebühren-Konto gebucht.
Von Seiten der Sozialversicherung und der Apotheke wurde alles richtig verrechnet und gebucht.

Mit freundlichen Grüßen

Edith Grund
Leistungs- u. Versicherungswesen
Tel: +43 (0)1 7909 23 101
Fax: +43 (0)1 7909 23 119
eMail: edith.grund[at]bkkwvb.at


From: Robert
Sent: Thursday, October 19, 2017 9:19 PM
To: Grund Edith
Subject: Re: Rezeptgebühren / Vers. Nummerxxx

Sehr geehrte Frau Grund,

nun denn ich werde mich sicher beschweren. Das Gesetz wurde als Erleichterung für die Steuerzahler, also für alle erlassen, damit man nicht in die Armutsgrenze fällt.

Durch IHRE neue Berechnung, seit Jänner 2017, kommt man somit nicht mehr in den Genuss einer Rezeptgebührenbefreiung. Und das finde ich als Betrug am Steuerzahler. Erst ködert man diesen mit einer Rezeptgebührenbefreiung, dann nimmt man ihm diese durch eine Hintertür wieder weg. Ich habe bisher nur an Rezeptgebühren über 600,00 Euro bezahlt und war bereits im Vorjahr in Juli rezeptgebührenbefreit. Ab heuer betrügen uns die Krankenkassen und streifen sich die Beiträge ein, ohne den Kunden bzw. die Mitglieder zu verständigen.

Danke für dieses Arxxx Service.

Ich werde mich erkundigen, ob es gesetzlich gedeckt ist, die Mitglieder bewusst zu täuschen! Und gegebenenfalls einen Rechtsanwalt einschalten. Die Republik Österreich erlässt eine Gesetz, damit die Krankenkassen ein Hintertürchen finden, um dieses Gesetz auszuhebeln.

Ich werde sicher mit einem Anwalt darüber reden. Frechheit, wie Sie sich unser Geld einstreifen!

Robert Volek

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Samstag, 21. Oktober 2017, 05:11

Re: Neue Regelung für Rezeptgebührenbefreiung seit 01.01.2017

Wundert mich schon gar nicht mehr. Bei den Kassen, aber nicht nur dort, fehlen die Einnahmen und die müssen, auf Kosten der Steuerzahler wieder lukriert werden! Man wird quasi abgestraft das man krank ist UND kein ordentliches Einkommen hat. Und wofür? Damit die Kassen und diversen Ämter genügend Geld haben um es an anderer Stelle (jeder kann sich denken welche ich hier meine!) mit vollen Händen zu verteilen. Eine Sauerei vorm Herrn!

Rezeptgebührenbefreiung - war mal. Ich frage mich schon seit Jahren wer es schafft das Limit zu erreichen um in den Genuss der Befreiung zu kommen. Ich jedenfalls leider noch nie. Und das obwohl ich auf Grund meiner Erkrankungen täglich Medikamente schlucken muss wie Andere Smarties. ;)

Auch sind die Kassen, mit dem Hintergedanken Einsparungen vorzunehmen, wieder dazu übergegangen für viele Untersuchungen bzw. Medikamente wieder die Chefarztbewilligung zu aktivieren. Soll heißen, der Chefarzt, der einem noch nie gesehen hat maßt sich an darüber zu entscheiden welches Medikament für dich und deine Erkrankung ausreicht. Im Regelfall verschreiben die KK Generika damit sie sich die Unkosten die das Original kosten würden ersparen. Mit der Aussage "Generika hat die gleichen Inhaltsstoffe und ist weitaus billiger." Stimmt zwar bis zu einem bestimmten Grad, aber Generika haben selten die hochwertigen Inhaltsstoffe wie das Original! *motz*

Man könnte wirklich denken unsere behandelnden Ärzte haben ihre Approbation in der Lotterien gewonnen und sind unfähig im Sinne der Erkrankung ihres Patienten die beste Entscheidung zu treffen.

Drücke dir die Daumen das du mit deinem Einspruch Erfolg hast.

Schönes WE und liebe Grüße


Daher bin ich dazu übergegangen sämtliche Apothekenausgaben über den Jahresausgleich dem Staat gegenzurechnen.

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Samstag, 21. Oktober 2017, 13:28

Re: Neue Regelung für Rezeptgebührenbefreiung seit 01.01.2017

Ich erreiche jedes Jahr das Limit und zahle ab Oktober keine Gebühr mehr.

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Samstag, 21. Oktober 2017, 15:23

Re: Neue Regelung für Rezeptgebührenbefreiung seit 01.01.2017

Für die Rezeptgebührenobergrenze werden nur Rezeptgebühren herangezogen, welche mit der Kennzeichnung
R = Rezeptposition (Krankenkassenrezept) versehen sind.


Die Kassen schreiben den Apothekern vor, wie viel sie für jedes einzelne Medikamente bezahlen wollen.
Die Apotheken stimmen zu - um den Vertrag mit den Kassen nicht zu verlieren - und schreiben dann im Rezept das "R" oder "p" hinein.

Mit "R" gekennzeichnet werden für die Rezeptgebührenbefreiung herangezogen und dem Koto der Rezeptgebühren gut geschrieben. Diese Beträge werden unter Rezeptgebühren/Kostenanteile im Kassa-beleg der Apotheke angeführt

Taxierungsgrenze (Fachausdruck von der Kassa für die Berechnung der R-Befreiung)

Andere Medikamente, welche von der Apotheke mit einem „p“ gekennzeichnet werden, sind hierbei nicht berücksichtigt.

Sie fallen unter die Taxierungsgrenze, der Betrag kann jedoch in der Höhe der Rezeptgebühr sein

Mit "p" ist der Preis des Medikaments gekennzeichnet, der für die Kassen relevant ist, damit sie diesen Betrag nicht für die Befreiung verrechnen muss. Dieses Medikament wird unter den gesetzlichen € 5,85 an die Kasse (mit Zwang) abgegeben und der Patient schaut durch die Finger, weil alle Beträge mit "p" gekennzeichnet nicht über die Taxierungsgrenze fallen...

Somit haben die Kassen ein Hintertürchen gefunden, um uns die Rezeptgebührenbefreiung zu erschweren oder gar das Gesetz auszuhebeln. Ich nehme 18 Tabletten und Medikamente (Spritzen und Hub für die Lunge) ein und war bisher mit Anfang Juli von den Kosten der Rezeptgebühren befreit. Heuer sollte ich vielleicht Mitte Dezember in den Genuss kommen... Bisher habe ich über € 600,00 nur für Rezepte bezahlt, die vom Arzt verschrieben wurden und über € 5,85 gekostet haben.

Dafür hat man für andere Menschen den kostenfreien Zugang zum Arzt und den freien Zugang zu den Rezepten (Medikamente) gesetzlich beschlossen... O du mein Österreich...


LG

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Sabine62

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Sonntag, 22. Oktober 2017, 08:32

Re: Neue Regelung für Rezeptgebührenbefreiung seit 01.01.2017

Zitat

Dafür hat man für andere Menschen den kostenfreien Zugang zum Arzt und den freien Zugang zu den Rezepten (Medikamente) gesetzlich beschlossen... O du mein Österreich...


Du sagst es Boney111. Wenn du Mitte Dezember vielleicht in den "Genuss" der Rp.-Befreiung kommst bringt dir das aber auch nicht mehr wirklich viel!

Was mich auch maßlos ärgert ist das in Österreich häufig nur Kleinpackungen (20 Tbl.) verschrieben werden. Das diese Ausgabenform aber auf lange Sicht weit kostspieliger ist, scheint die KK nicht zu interessieren. Wenn man so im Privathaushalt rechnen würde wäre man Mitte des Monats bereits pleite.

Ein Beispiel: Aprednislon 5mg gibt es sowohl zu 20 oder 40 Stück. Bittest deinen HA das er die Großpackung verschreibt kriegt man zur Antwort das diese nicht im Leistungskatalog der KK angeführt ist! Die Ärzte verschreiben generell die kleinere Packung. Die 40 Stk.-Pkg. wird scheint's von KK nicht bezahlt. Bzw. gibt's die in Ö gar nicht.

Abgesehen davon ist es auch für Patienten Zeitaufwendig ständig für ein Rezept zum Arzt zu müssen. Was bei manchen dazu führt das sie, weil es zeitmäßig (beruflich) nicht ausgeht hinzugehen, die Medikamente unregelmäßig zu rationieren nur um länger auszukommen. Hab ich auch schon einige Male praktiziert. Meine HÄ stellt nämlich nicht gerne Blankorezepte aus, abgesehen davon ist es von den KK offiziell verboten.

LG
Sabine

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